Nördliche Oberrhein-Niederung
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Die Nördliche Oberrhein-Niederung ist die naturräumliche Haupteinheit Nr. 222 in der Großlandschaft Nördliches Oberrhein-Tiefland in der Oberrheinischen Tiefebene gemäß der Systematik des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands.
| Nördliche Oberrhein-Niederung | |||
|---|---|---|---|
| Fläche | 852 km² [1] | ||
| Systematik nach | Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands | ||
| Großregion 1. Ordnung | 07–23 → Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens | ||
| Großregion 2. Ordnung | 20–23 → Oberrheinische Tiefebene | ||
| Großregion 3. Ordnung | 22 → Nördliches Oberrhein-Tiefland | ||
| Region 4. Ordnung (Haupteinheit) | 222 → Nördliche Oberrhein-Niederung | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 49° 25′ 18″ N, 8° 27′ 44″ O | ||
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| Bundesland | Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen | ||
| Staat | Deutschland | ||
Lage



Der Naturraum umfasst die Rheinauen zwischen Rheinmünster in Baden und Trebur im Hessischen Ried. Dass bestimmende Gewässer ist der Oberrhein mit seinen Altarmen.
Nach Osten ist es durch das Hochgestade von den Hardtebenen (Nr. 223), der Neckar-Rheinebene (Nr. 224) und der Hessischen Rheinebene (Nr. 225) begrenzt. Im Süden schließt die Offenburger Rheinebene (Nr. 210) an. Nach Westen grenzt das Vorderpfälzer Tiefland (Nr. 221) an. Im Norden wird er durch die Untermainebene (Nr. 232) begrenzt.
Die historischen Zentren der großen Städte im Rheintal liegen überwiegend in den benachbarten Naturräumen, da die Rheinaue bis zur Rheinbegradigung ungünstige Siedlungsverhältnisse geboten hat. Nur Rastatt und Mannheim sowie die jüngere Stadtgründung Ludwigshafen am Rhein liegen mit ihren historischen Zentren im Naturraum. Ansonsten liegen überwiegend kleinere Ortschaften und die erst im Laufe der Industrialisierung gewachsenen Vorstädte und Industriegebiete und -häfen der Großstädte im Naturraum.
Beschreibung
Der Naturraum umfasst im Wesentlichen die von der Flussdynamik des Oberrheins vor dessen Begradigung im 19. Jahrhundert geschaffene und dominierte Talsohle des Oberrheintals, die durch Auensedimente bestimmt sind. Die zahlreichen Altarme des Rheins sowie durch Kiesabbau entstandene Baggerseen dominieren das Landschaftsbild.
Naturräumliche Gliederung
Schutzgebiete
Durch die zahlreichen Rheinaltgewässer, die bei der Rheinbegradigung verblieben sind, sind im Naturraum zahlreiche naturschutzfachlich hochwertige Gebiete entstanden, die dem Naturraum eine besondere Bedeutung für den Naturschutz geben. So sind fast 15,5 % des Naturraums als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Hinzu kommen zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete. Der effektive Schutzgebietsanteil beträgt 46,62 %.[1] Große Teile des Naturraums gehören auch zum deutsch-französischen Ramsar-Gebiet Oberrhein/Rhin supérieur und sind damit ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.[5]

