OLEDAID-Syndrom

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Das OLEDAID-Syndrom, oder OL-EDA-ID-Syndrom, Akronym für Osteopetrose-Lymphödem-Ektodermale Dysplasie, Anhidrotische-ImmunDefekt, ist ein sehr seltenes angeborenes Fehlbildungssyndrom mit den namensbildenden Merkmalen.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q78.2 Marmorknochenkrankheit
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Synonyme sind: X-Chromosomale Osteopetrose; „X-linked Osteopetrosis“ mit Lymphödem, anhidrotisch-ektodermaler Dystrophie und Immundefizienz; englisch osteopetrosis-lymphedema-ectodermal dysplasia anhidrotic with immunodeficiency; Ectodermal Dysplasia And Immunodeficiency 1; EDAID1; Ectodermal Dysplasia, Anhidrotic, With Immune Deficiency; Ectodermal Dysplasia, Hypohidrotic, With Immune Deficiency; HEDID; Hyper-IgM Immunodeficiency, X-Linked, With Hypohidrotic Ectodermal Dysplasia; XHMED

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 2000 durch den US-amerikanischen Humangenetiker Jonathan Zonana und Mitarbeiter.[3]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurde über zwei Brüder berichtet. Die Vererbung erfolgt X-chromosomal rezessiv.[1]

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im IKBKG (NEMO)-Gen auf dem X-Chromosom Genort q28 zugrunde, welches für einen NF-κB Inhibitor kodiert.[4]

Mutationen in diesem Gen finden sich auch beim Subtyp X-chromosomale Suszeptibilität für Mykobakteriosen durch IKBKG-Defekt der X-chromosomalen Suszeptibilität für Mykobakteriosen[5][6] und der Incontinentia pigmenti.

Die Datenbank OMIM führt eine autosomal-dominante Form mit Mutation im NFKBIA-Gen auf dem Chromosom 14 an q13.2.[7]

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1][3]

  • Krankheitsbeginn in der Neugeborenenzeit oder als Kleinkind
  • Ausgeprägte Immunschwäche
  • Osteopetrose
  • Lymphödem
  • anhidrotische ektodermale Dysplasie
  • beim männlichen Geschlecht deutliche Dysgammaglobulinämie
  • wiederholte Infekte mit erhöhter Sterblichkeit

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus der Kombination klinischer Befunde und kann durch humangenetische Untersuchung gesichert werden.

Literatur

Einzelnachweise

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