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OYAK

türkische Organisation From Wikipedia, the free encyclopedia

OYAK (Abk. für türkisch Ordu Yardımlaşma Kurumu) ist der Pensionsfonds der türkischen Streitkräfte. Finanziert wird der Fonds durch eine Pflichtabgabe aller Offiziere in Höhe von 10 % ihres Solds. Das Militär betont, dass der Fonds ausschließlich den Familien im Dienst getöteter oder verletzter Soldaten ein Auskommen sichern und den Übergang von Soldaten in den Ruhestand durch eine Einmalzahlung erleichtern soll und teilte mit: „Wir wollten ein System einrichten, das sicherstellt, dass Mitglieder der Streitkräfte für ihr Einkommen nicht allein von der Regierung abhängig sein würden.“[1]

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Das Geld aus den Gehältern wird in eine Holding investiert, zu der über 30 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen gehören, die insgesamt über 30.000 Menschen beschäftigen. OYAK gehört damit zu den drei oder vier größten wirtschaftlichen Konglomeraten im Land und ist aufgrund seiner Steuer- und Abgabenbefreiung eines der profitabelsten.[2] Zu den Tochterunternehmen gehört in Deutschland die OYAK Anker Bank mit Sitz in Frankfurt am Main.

Seit 2005 besitzt OYAK eine Mehrheitsbeteiligung von 52,8 % der Anteile an Erdemir, dem größten türkischen Stahlhersteller.[3] Ebenfalls 2005 war die Zusammenarbeit von OYAK mit dem französischen Versicherer Axa mit Boykottaufrufen konfrontiert. Axa hatte in einer außergerichtlichen Einigung rund 5000 Nachkommen von Opfern des Völkermords an den Armeniern, deren Lebensversicherungspolicen nach den gewaltsamen Todesfällen in den 1920er Jahren von einer Vorgängergesellschaft vertragswidrig nicht erstattet worden waren, Entschädigungen von 14,4 Millionen Euro ausbezahlt.[4]

2015 übernahm OYAK den angeschlagenen deutschen Aluminiumkonzern Almatis.[5] Im Sommer 2019 liefen Verhandlungen zur Übernahme des bankrotten Konzerns British Steel.[6]

Siehe auch

  • Michael Thumann: Militär in der Türkei: Die Geldmaschine der Armee. In: Die Zeit. Nr. 32, 28. Juli 2016 (zeit.de [abgerufen am 28. August 2018]).

Einzelnachweise

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