Oberelkofen
Ortsteil der Stadt Grafing bei München im oberbayerischen Landkreis Ebersberg
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Oberelkofen (frühere Schreibweise Oberölkofen) ist ein Ortsteil der Stadt Grafing bei München im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Das Kirchdorf liegt circa zwei Kilometer südlich von Grafing. Oberelkofen wurde als Teil von Elkofen im Jahr 1978 nach Grafing bei München eingemeindet. Direkt am Bahndamm, etwa drei Kilometer vom eigentlichen Unglücksort entfernt, befindet sich seit 1948 ein Denkmal an die Opfer des Eisenbahnunfall von Aßling, einem der schwersten Eisenbahnunglücke der deutschen Geschichte, 96 der 102 Todesopfer sind hier begraben. 1962 wurde das Denkmal zu einer Kriegsgräberstätte ausgebaut.
Oberelkofen Gemeinde Grafing bei München | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 1′ N, 11° 58′ O |
| Postleitzahl: | 85567 |
| Vorwahl: | 08092 |
Kirche St. Martin | |
Baudenkmäler
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Grafing bei München#Oberelkofen
- St. Martin (Oberelkofen)
- Kriegsgräberstätte
Haltepunkt
Oberelkofen war seit Erbauung der Bahnstrecke München–Rosenheim mit dem Haltepunkt Elkofen an der Strecke angeschlossen. Die Deutsche Bundesbahn machte Anfang Februar 1982 ihre Absicht bekannt, den Haltepunkt zum Fahrplanwechsel im Mai selben Jahres stillzulegen.[1] Zahlreiche Bittschreiben lokaler Politiker mit dem Ziel, den Haltepunkt zu erhalten, blieben ergebnislos.[2] Nachdem Anstöße der Stadt Grafing zusammen mit dem Kreis Ebersberg zu Verhandlungen mit der Bundesbahn scheiterten, versuchten sie im Mai 1982, vorläufigen Rechtsschutz für den Weiterbetrieb des Haltepunkts vor Gericht zu erlangen.[3] Das zuständige Verwaltungsgericht lehnte diesen Antrag im Juni selben Jahres ab. Stadt und Kreis legten auch vor der nächsthöheren Instanz, dem Verwaltungsgerichtshof, Beschwerde ein, auch diese blieb erfolglos; ein Hauptgerichtsverfahren fand nicht statt.[4] Die Stilllegung des Haltepunkts am 22. Mai 1982 hatte also Bestand. Das zuletzt leerstehende Empfangsgebäude des Haltepunkts wurde im Dezember 1982 abgerissen.[5] Der Bahnhofskiosk wurde noch bis in die 1990er Jahre als kleines Bierstüberl und Kiosk weiter betrieben, danach siedelte sich ein Autohändler auf dem ehemaligen Bahnhofsareal an.
Für den Bau des Brenner-Nordzulauf soll weitgehend parallel zur Bestandsstrecke eine zusätzliche, zweigleisige Bahnstrecke errichtet werden. Der Abschnitt Grafing-Ostermünchen, welcher durch Oberelkofen führt, wird im Bundesverkehrswegeplan 2030 als vordringlicher Bedarf gelistet.[6]
Schule
Am Ortsrand, eingebettet in einen kleinen Landschaftspark, befindet sich eine ehemalige Lungenheilstätte, die schon im 19. Jahrhundert als Sanatorium betrieben wurde. Das Hauptgebäude mit seinem Türmchen wird gelegentlich als ehemaliges "Schloss Elkofen" bezeichnet, was zu Verwechslungen mit der nahegelegenen Burg Elkofen führen kann. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem Areal kurzzeitig eine Außenstelle des Kreiskrankenhauses Ebersberg untergebracht. Das Gelände befindet sich noch immer im Eigentum einer privaten Krankenversicherung und wird heute von einem heilpädagogischen Tagesheim und Internat unter Leitung der Augustinum-Gruppe genutzt. Im Jahr 2022 wurde eine der ehemaligen "Liegehallen", in denen die Patienten früher trotz Bettlägerigkeit wettergeschützt die gute Alpenluft atmen konnten, abgerissen, um Platz für ein neues Schulgebäude zu machen. Da das Baufeld im Außenbereich liegt, war hierfür eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig.[7] 2024 konnte der Neubau in Holzoptik eingeweiht werden.[8]
Siehe auch
Weblinks
- Oberelkofen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
- Darstellung mit früherem Ortsnamen Ob.-Ölkofen sowie Haltepunkt Hp. Oberölkofen in TOP-Karte 1:25.000 von 1959 auf BayernAtlas https://v.bayern.de/tBxkp