Oberhausen (bei Peißenberg)

Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau, Bayern, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberhausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Oberhausen (bei Peißenberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberhausen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 47′ N, 11° 8′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Huglfing
Höhe: 611 m ü. NHN
Fläche: 14,91 km²
Einwohner: 2139 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82386
Vorwahl: 08802
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 135
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 32
82386 Huglfing
Website: www.oberhausen-obb.de
Erster Bürgermeister: Rudolf Sonnleitner
Lage der Gemeinde Oberhausen im Landkreis Weilheim-Schongau
KarteStarnberger SeeAmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)
Karte
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Oberhausen von Westen aus gesehen

Geografie

Ortsteil Berg von Westen aus gesehen

Die Gemeinde liegt im Pfaffenwinkel zwischen Murnau und Weilheim in Oberbayern. Durch den Ort fließt der in Huglfing entspringende Hungerbach.

Es gibt nur die Gemarkung Oberhausen.

Es gibt neun Gemeindeteile[2] (in Klammern ist der Siedlungstyp[3] angegeben):

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Der Ort wurde mehrere Jahrhunderte lang „Hausen unterm Wildenberg“ oder „Hausen bei Wildenberg“ genannt.[4] Oberhausen wurde erstmals 950 urkundlich erwähnt durch den Gemeindeteil Berg, der zu dieser Zeit im Besitz des Bistums Brixen war.[4] 1133 wurde Besitz in Berg zur Ausstattung des neu gegründeten Augustinerchorherrenstifts Rohr verwendet.[5] Auf dem sogenannten Schlossberg südwestlich von Oberhausen befindet sich der mittelalterliche Burgstall Willenberg, den die seit etwa 1170 hier ansässigen Edlen von Weilheim zu einer Höhenburg ausgebaut haben.[6] Sie nannten sich die „Edlen von Husen“ (Hausen).[4] Der letzte Dorfadlige starb 1420.[4] Der Gemeindeteil Berg hatte bis zum 13. Jahrhundert ebenfalls eigenen Dorfadel; sie wurden die Adligen von Perge genannt.[4] Oberhausen und Berg gehörte zusammen mit Huglfing zum ehemals reichsunmittelbaren Kloster Ettal des Kurfürstentums Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Oberhausen, die zum Landgericht Weilheim gehörte.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1978 Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Ammerhöfe mit damals weniger als 40 Einwohnern eingegliedert.[7]

Einwohnerentwicklung

  • Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1564 auf 2074 um 510 Einwohner bzw. um 32,6 %.
Weitere Informationen Jahr ...
Jahr184018711900192519391950196119701987
Einwohner[8]5385745907647891.2791.2021.2071.503
Jahr1991199520002005201020152020
Einwohner1.7391.9072.0082.1312.1032.0632.106
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Politik

Bürgermeister

Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister ist Rudolf Sonnleitner (Parteifreie Wählerschaft Oberhausen).[9] Er ist seit 25. April 2022 im Amt.[10]

Gemeinderat

Gemeinderatswahl Oberhausen 2020
Wahlbeteiligung: 73,6 %
 %
30
20
10
0
29,9 %
20,9 %
17,6 %
15,6 %
9,6 %
6,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−4,5 %p
+20,9 %p
−6,7 %p
−8,4 %p
−7,6 %p
+6,4 %p
PWO
TuF
CSU/Pf
SPD/UW
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Parteifreie Wählerschaft Oberhausen
c Tradition und Fortschritt
d CSU/Parteifreie
e SPD/Unabhängige Wählerschaft
Sitzverteilung im Gemeinderat Oberhausen seit 2020
      
Insgesamt 14 Sitze
  • Grüne: 1
  • SPD/UW: 1
  • ÖDP: 3
  • PWO: 4
  • TuF: 3
  • CSU/Pf: 2

Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Stimmenanteile bzw. Sitzverteilungen:

Weitere Informationen Partei/Liste, Sitze ...
Partei/Liste 2014[11] 2020[12]
Sitze Stimmenanteil Sitze
CSU/Parteifreie 3 15,6 % 2
Grüne 06,4 % 1
SPD/Unabhängige Wählerschaft 3 09,8 % 1
Parteifreie Wählerschaft Oberhausen (PWO) 5 29,9 % 4
Tradition und Fortschritt 3 17,6 % 3
ÖDP 20,9 % 3
Gesamt 14 14
Wahlbeteiligung73,6 %
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Verwaltung

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Huglfing.

Wappen

Wappen von Oberhausen
Wappen von Oberhausen
Blasonierung: „In Rot drei schmale gebogene silberne Balken, darunter schräg gekreuzt eine goldene Ähre und ein goldener Hammer.“[13]

Wappenführung seit 1966.

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Luftbild von Oberhausen
Kirche St. Mauritius in Oberhausen

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 2023 nach der amtlichen Statistik insgesamt 162 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 698. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe.

Zudem bestanden im Jahr 2020 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 897 ha. Davon waren 14 ha Ackerfläche und 817 ha Dauergrünfläche.

Verkehr

Das Dorf Oberhausen liegt direkt an der Bundesstraße 472 zwischen Schongau und Bad Tölz. Die Bundesstraße 2 verläuft nur wenige Kilometer östlich des Orts. Der nächste Autobahnanschluss ist Sindelsdorf (A 95) etwa 25 km in südöstlicher Richtung. Der nächste Bahnhof liegt zwischen Oberhausen und Huglfing. Er liegt an der Werdenfelsbahn, die zwischen München und Garmisch-Partenkirchen verläuft.

Bildung

Seit 1974 befindet sich Oberhausen mit den Orten Huglfing und Eglfing im Schulverband Huglfing. Die Schüler besuchen demnach die Grund- und Mittelschule in Huglfing (Mittelschule erst seit dem 1. September 2008).

Es gibt folgende Einrichtungen:

Das "Kinderhaus am Storchennest" beherbergt insgesamt fünf Gruppen. Drei Kindergartengruppen mit bis zu 25 Kindern je Gruppe und zwei Kinderkrippengruppen mit bis zu 12 Kindern je Gruppe.

Sport

Vereine

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

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