Okwiri Oduor
kenianische Schriftstellerin
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Okwiri Oduor (* 1989 in Nairobi) ist eine kenianische Schriftstellerin.[1] Sie erhielt 2014 für die Kurzgeschichte My Father’s Head den Caine Prize for African Writing.[2] Im selben Jahr wurde sie für das Hay-Festival-Projekt Africa39 ausgewählt.[3] Ihr Debütroman Things They Lost erschien 2022.[4]
Leben und Wirken
Oduor wurde 1989 in Nairobi geboren.[1] Sie erwarb einen Masterabschluss am Iowa Writers’ Workshop.[5] Sie war Fellow u. a. bei MacDowell und Art Omi und Visiting Writer am Lannan Center der Georgetown University.[5] Im Jahr 2013 leitete sie das erste Writivism Literary Festival in Kampala, Uganda.[6] Oduor lebt in Deutschland.[7]
Ihre frühe Novelle The Dream Chasers wurde 2012 beim Commonwealth Book Prize ausgezeichnet.[8] Mit My Father’s Head gewann sie 2014 den Caine Prize; die Juryvorsitzende Jackie Kay lobte die Geschichte als „von joyceschem Anspruch“ und als „eine erhebende Geschichte über Trauer“.[2] Die Preisverleihung fand in der Bodleian Library in Oxford statt.[2] Die preisgekrönte Erzählung stammt aus der Anthologie Feast, Famine and Potluck (Short Story Day Africa, 2013).[9] Ebenfalls 2014 wurde Oduor in die Auswahl der Africa39-Autorinnen und -Autoren aufgenommen.[3]
Ihr Debütroman Things They Lost (2022) erzählt von der 13-jährigen Ayosa Brown in einer ostafrikanischen Kleinstadt und kann als Adoleszenzroman mit Elementen des magischen Realismus verstanden werden.[4] Oduor nennt Einsamkeit, Trauer und die Mutter-Tochter-Beziehung als zentrale Themen des Romans.[10] Kirkus Reviews urteilte über den Roman: „Eine Freude zu lesen.“[11] Oduors Erzählungen erschienen u. a. in Granta.[12]