Ole Birk Olesen
dänischer Politiker und Journalist
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Ole Birk Olesen (* 21. Dezember 1972 in Gram) ist ein dänischer Journalist und Politiker der Liberal Alliance (LA). Von 2016 bis 2019 war er der Transportminister seines Landes.

Leben
Nach seiner Schulzeit studierte Olesen zunächst bis 1992 Mathematik. Von 1995 bis 1999 machte er die Ausbildung zum Journalisten an der Journalistenhochschule in Aarhus. Anschließend arbeitete er bis 2002 als politischer Journalist bei der Boulevardzeitung Ekstra Bladet. In der Zeit zwischen 2002 und 2007 schrieb er für Berlingske. Danach wurde er Redakteur bei der Internet-Zeitung 180Grader, die er selbst mitgründete. Im Jahr 2007 veröffentlichte er das Buch Taberfabrikken, wo er mit dem dänischen Wohlfahrtssystem abrechnete. Seiner Meinung nach schaffe dieses soziale Probleme, so wie etwa eine erhöhte Kriminalitätsrate.[1]
Bei der Parlamentswahl im Jahr 2011 kandidierte Olesen für die Liberal Alliance als Spitzenkandidat im Østjyllands Storkreds und zog so erstmals in das dänische Folketing ein. In der Zeit zwischen 2011 und 2015 war er stellvertretender Vorsitzender des Steuerausschusses, bis 2016 war er zudem der Sprecher für Wohnungsangelegenheiten seiner Partei. Von 2015 bis 2016 stand er dem Finanzausschuss des Parlaments vor.
Am 28. November 2016 wurde Ole Birk Olesen in der Regierung Lars Løkke Rasmussen III zum Minister für Transport, Bauen und Wohnen ernannt. Er übte das Amt bis zum Ende dieser Regierung am 27. Juni 2019 aus. Nachdem die Folketingsgruppe der Liberal Alliance bei der Wahl 2019 auf vier Personen geschrumpft war, übernahm Olesen neben der Verantwortung als Sprecher für Finanzen die Sprecherrollen für Steuern, Transport, Wohnen sowie Soziales und Inneres. Bei der Folketingswahl 2022 wechselte er schließlich in den Københavns Storkreds und wurde im Dezember 2022 von der deutlich vergrößerten Folketingsgruppe zu ihrem Vorsitzenden bestimmt.[2] Zudem setzte er als finanzpolitischer Sprecher fort und war außerdem erst umweltpolitischer, später naturpolitischer Sprecher. In diesen Rollen knüpfte er auch nach der Folketingswahl 2026 an, wobei die Liberal Alliance eine ausgebaute grüne Sprecherrolle schuf, die auch Ernährung und ländliche Gebiete umschließt.[3]
Kritik
Im Jahr 2017 musste Birk Olesen unter anderem auf Drängen der Partei Socialdemokratiet für Aussagen aus dem Jahr 2010 um Entschuldigung bitten. Damals hatte er in einem Artikel behauptet, dass Frauen ohne Moral und Ehre wären.[4] Er sagte, dass es sich um eine dumme und verkehrte Formulierung handelte und er nun große Teile des Artikels bereue.[5]
Weblinks
- Ole Birk Olesen beim Folketing (dänisch)