Orgelbau Pieringer

österreichisches Orgelbauunternehmen mit Sitz in Stadt Haag in Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Orgelbau Pieringer ist ein österreichisches Orgelbauunternehmen mit Sitz in Stadt Haag in Niederösterreich. Gründer und Inhaber des Unternehmens ist Haager Orgelbaumeister Johann Pieringer.[1][2] Dieses renommierte Orgelbauunternehmen ist seit 25 Jahren in Österreich, Deutschland und Kroatien tätig und ist Mitglied der International Society of Organbuilders.[3]

Pfarrkirche Hallwang
Schnelle Fakten
Orgelbau Pieringer e.U.
Logo
Rechtsform Einzelunternehmen
Gründung 1996
Sitz Holzleiten 4, A-3350 Haag (NÖ)
Leitung Johann Pieringer
Branche Gewerbe und Handwerk; Kunsthandwerke
Website www.orgelbau-pieringer.at
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Geschichte

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung als Orgelbauer in einem Meisterbetrieb in St. Florian (Oberösterreich) und erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung (1982) als auch Meisterprüfung (1989) für das Orgelbaugewerbe, hat sich Johann Pieringer 1996 selbstständig gemacht und seine Orgelwerkstatt in Stadt Haag gegründet.[2] 2003 wurde die neue Werkstätte in Haag errichtet und der Firmensitz von der Johannesgasse nach Holzleiten verlegt.[4][5]

Die Hauptbeschäftigung der Firma Orgelbau Pieringer ist der Neubau von Truhen-, Haus-, Konzert- und Kirchenorgeln in der klassisch-mechanischen Bauart. Zu anderen Leistungen der Firma gehören auch Reinigungen und Umbau, Restaurierungen historischer Orgeln, Intonation und Stimmung angepasst dem Raum und dem Stil der Orgel, Wartung, Orgel Umstellung und Transport sowie Harmonium-Reparaturen.[6] Das Unternehmen ist hauptsächlich in ganz Österreich tätig, hat aber auch einige bedeutende Projekte in Deutschland und Kroatien realisiert, wie den Bau der Orgel in der Chorkapelle des Frauenchiemsee-Klosters, der Orgel in der Kapelle der Gesellschaft der Schwestern Unserer Lieben Frau in Zagreb und die Orgel in der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Loreto in Zadar.[5]

Werkliste (Auswahl)

P = Pedalklaviatur

Weitere Informationen Ort, Gebäude ...
OrtGebäudeJahrBildManualeRegisterBemerkungen
Gliwice Diözesanmusikschule, Saal 214 1997 II/P 16 Hausorgel von Maximilian Zweimüller in Seewalchen, später von P. Peter Marian Larisch (1956–2016).
Kematen an der Ybbs Pfarrkirche Kematen an der Ybbs 2000 II/P 13[7]
Raiding Pfarrkirche Raiding 2002 II/P 14[8]
Zeillern Pfarrkirche Zeillern 2003 II/P 21 Die ursprünglich von Johann Lachmayr 1906 errichtete und 1961 von Paul Heer umgebaute Orgel[9] wurde im Jahr 2003 durch ein neues, in das Originalgehäuse eingebautes Instrument ersetzt.[10][11]
Hallwang Pfarrkirche Hallwang 2005 II/P 19
Matzleinsdorf Pfarrkirche 2006 II/P 12[12]
St. Marien Pfarrkirche St. Marien 2008 II/P 15 In das bestehende Gehäuse aus dem Jahre 1828, welches holztechnisch generalrestauriert wurde, ist ein rein mechanisches Orgelwerk eingebaut.[13]
Liefering Pfarrkirche zu den hll. Aposteln Petrus und Paulus 2009 II/P 15[14]
Scheibbs Klosterkirche St. Barbara 2010 III/P 17[15] Die neue rein mechanisch gesteuerte Orgel fand im historischen Gehäuse von Franz Capek[16] Platz. Fehlende Dächer wurden ebenso ergänzt wie teils zerschnittene Türen im Unterkasten. Das erste Manual dient als Koppelmanual und hat keine eigenen Stimmen.[17]
Ybbs an der Donau Pfarrkirche zum hl. Laurentius 2012 III/P 30 Die Barockorgel wurde 1723 von Bartholomäus Heintzler nach dem Stadtbrand 1716 gefertigt.[18] Von 2009 bis 2012 erfolgte de facto ein Neubau der Orgel im bestehenden Gehäuse durch Orgelbau Pieringer[19]
Wolfern Pfarrkirche Wolfern 2014 II/P 20[20]
Leithaprodersdorf Pfarrkirche Leithaprodersdorf 2017 II/P 16
Bad Vöslau Katholische Pfarrkirche Bad Vöslau 2018 II/P 18 Gehäuse Josef Ullmann aus 1870[21]
Bjelovar-Kroatien Kathedrale 2023 III/P 32 Orgelgehäuse aus 1901 von Gebrüder Rieger, Jägerndorf, Ergänzung um ein Rückpositiv[22]
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Restaurierungen (Auswahl)

Weitere Informationen Jahr, Ort ...
JahrOrtGebäudeBildManualeRegisterBemerkungen
2000 Großgmain Pfarrkirche Großgmain
II/P 17 Restaurierung und späte Vollendung[23] der Ludwig-Mooser-Orgel
Orgel
2004 Kirchental Wallfahrtskirche Maria Kirchental
I/P 12 Restaurierung der Orgel aus 1858 von Matthäus Mauracher d. Ä.
2005 Bruck an der Glocknerstraße Pfarrkirche Bruck an der Großglocknerstraße
II/P 16 Restaurierung der Orgel aus 1890 von Albert Mauracher[24]
2012 Heiligenblut am Jauerling Wallfahrtskirche
I/P 10 Restaurierung der Orgel aus 1837 von Franz Horak
2014 Wals-Siezenheim Pfarrkirche Siezenheim II/P 12 Restaurierung der Orgel aus 1905 von Albert Mauracher
2016 Biberbach Pfarrkirche Biberbach
II/P 11 Restaurierung der Orgel aus 1915 von Johann Lachmayr
2018/19 St. Martin am Ybbsfelde Pfarrkirche St. Martin am Ybbsfelde
II/P 13 Restaurierung der Orgel aus 1882 von Franz Strommer
2020 Zöbing NÖ Pfarrkirche Zöbing
I/P 9 Restaurierung der Orgel aus 1890 von Franz Capek
2022 Gerolding Pfarrkirche Gerolding I/P 8 Restaurierung der Orgel aus 1910 von Max Jakob[25]
2023 Oed Markt Pfarrkirche Oed Markt
II/P 18 Reinigung der Orgel aus 1961 von Johann Pirchner
Puchenstuben Pfarrkirche Puchenstuben
I/P 7 Restaurierung der Orgel von Max Jakob aus 2. Hälfte 19. Jhdt.
Pöndorf Pfarrkirche Pöndorf
II/P 14 Restaurierung der Orgel von Hans Mertel aus 1912
Petzenkirchen Pfarrkirche Petzenkirchen
II/P 12 Restaurierung der Orgel von Leopold Breinbauer aus 1889
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Auszeichnungen und Ehrungen

  • 2007 – 3. Platz der „Ausbilder-Trophy 2007“ im Bereich Gewerbe und Handwerk.[4]
  • 2007 – Nominierung zum „Adolf Loos Staatspreis Design“ für den »Klangwürfel«, ein Orgelprojekt in Zusammenarbeit mit dem Musiker und Grafikdesigner Michael Kitzinger.[26]
  • 2014 – „Maecenas-Preis“ in der Kategorie Bestes Kultursponsoring „Klein- und Mittelbetriebe“ für die Finanzierung der Konzertreihe „Orgelkunst 2013“ in Ybbs an der Donau.[27][28][29]

Einzelnachweise

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