Ostersee (Iffeldorf)

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Ostersee ist ein ehemaliger Ortsteil von Iffeldorf im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Er befand sich am östlichen Ufer des Großen Ostersees, von dem auch der Ortsname stammt.

Schnelle Fakten Gemeinde Iffeldorf ...
Ostersee
Gemeinde Iffeldorf
Koordinaten: 47° 48′ N, 11° 18′ O
Höhe: ca. 597 m ü. NHN
Einwohner: 12 (15. Mai 2022)[1]
Orthofoto des heutigen Osterseehofs (Gut Aiderbichl), links unten der Große Ostersee. Mittig diagonal durch das Bild verläuft die Bahnstrecke. Zwischen See und Bahnstrecke befanden sich die drei historischen Höfe.
Orthofoto des heutigen Osterseehofs (Gut Aiderbichl), links unten der Große Ostersee. Mittig diagonal durch das Bild verläuft die Bahnstrecke. Zwischen See und Bahnstrecke befanden sich die drei historischen Höfe.
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Geschichte

Erstmals erwähnt wird ein Osterseer Hof im Weilheimer Leibbuch (Einwohnerverzeichnis) von 1510.[2.1]

Ostersee bestand bis Ende des 19. Jahrhunderts aus drei Höfen:

Der „Schwar“, ein 18-Hof, der dem Kloster Bernried zinspflichtig war, wird um 1537 im Höhenkirchner Salbuch erstmals erwähnt. Im Jahr 1865 verkaufte der damalige Bauer den Hof an Joseph Anton von Maffei, der das nahegelegene Gut Staltach betrieb. Der Hof wurde für den Gutsbetrieb genutzt, bis er 1929 abbrannte und nicht wiederaufgebaut wurde. Die weiteren Anwesen sind der „Heiß“ und der „Valentin“, beide ebenfalls dem Kloster Bernried zinspflichtige 18-Höfe. Den „Heiß“ und den „Valentin“ erwarb Joseph Anton von Maffei in den Jahren 1861 bzw. 1862 und nutzte sie für den Gutsbetrieb, bis beide 1891 abgerissen wurden.[2.2]

In den bayerischen Ortsverzeichnissen ist Ostersee bis 1904 als Weiler klassifiziert,[3] 1928 dann als Einöde[4] und 1952 nicht mehr erwähnt.[5]

Gut Aiderbichl Iffeldorf, anfangs auch als „Gertraud Gruber Osterseehof“ bezeichnet, 2017

Heute weisen nur noch wenige überwachsene Steine an dem von Eichen gesäumten Wanderweg auf einen der Höfe hin. Es gibt allerdings keine 400 Meter weiter östlich, jenseits der Bahnlinie, seit 1964 wieder einen Bauernhof, den „Osterseehof“; er ist jedoch kein amtlicher Ortsteil. Der von einem Sudetendeutschen errichtete Hof[2.3] wurde ab 2009 zu einem Gnadenhof der Gut-Aiderbichl-Stiftung erweitert, der im Herbst 2011 eröffnet wurde.[6]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Einwohnerentwicklung
JahrEinwohnerGebäude
(ab 1885 nur Wohngebäude)
1825[7]303
1864[8]175
1871[9]256
1885[10]223
1900[3]212
1925[4]111
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Persönlichkeiten

  • Markus Gattinger (1713–1753), Kunstschmied, beim „Heiß“ geboren
  • Bartholomäus Ponholzer (1827–1892), römisch-katholischer Priester, Präses im Kolpingwerk, Autor und Zeitungsredakteur, auf dem Valentin-Hof geboren.

Einzelnachweise

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