Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Fachhochschule im östlichen Niedersachsen
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Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel[3][4] (meist verkürzt auf Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften bzw. kurz: Ostfalia) ist eine 1971 gegründete Fachhochschule im östlichen Niedersachsen. Sie verfügt über Standorte in Salzgitter ⊙, Wolfenbüttel (Campus Salzdahlumer Straße ⊙ und Am Exer ⊙), Wolfsburg ⊙ und Suderburg ⊙ (bei Uelzen). Der internationale Name der Hochschule lautet Ostfalia University of Applied Sciences. Im Jahr 2024 waren an der Ostfalia Hochschule rund 10.025 Studierende eingeschrieben.[5]
| Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel | |
|---|---|
| Gründung | August 1971 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg und Suderburg |
| Bundesland | |
| Land | |
| Präsidentin | (derzeit unbesetzt)[1] |
| Studierende | 10050 (Wintersemester 2024/25)[2] |
| Website | www.ostfalia.de |





Geschichte
Bereits 1928 existierte in Wolfenbüttel die Staatliche Ingenieurschule Wolfenbüttel. Sie wurde im August 1971 mit zwei in Braunschweig angesiedelten Höheren Fachschulen für soziale Berufe zur Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel zusammengeschlossen.
Am Standort Salzgitter wurden 2004 die ehemaligen Fachbereiche F (Medien-, Sport- und Tourismusmanagement) und T (Transport- und Verkehrswesen) zur neuen Fakultät Karl Scharfenberg verschmolzen.
Zum 1. September 2009 gab sich die Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel die vorgestellte Ergänzung „Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften“. Darin wollte man insbesondere einen Verweis auf die historischen Landschaftsbezeichnung Ostfalen herstellen, die das verbindende Element der nunmehr neben Braunschweig und Wolfenbüttel existierenden Standorte Salzgitter und Wolfsburg darstellte.[6][7]
Zum Sommersemester 2010 wurde in Suderburg die neue Fakultät Handel und Soziale Arbeit gegründet. Mit dem Wintersemester 2010 wurde der namensgebende Standort Braunschweig (Fachbereich Sozialwesen ⊙) aufgelöst und in den Standort Wolfenbüttel integriert.
Zum Wintersemester 2020 richtete die Hochschule die deutschlandweit erste Professur für Radverkehrsmanagement an der Karl-Scharfenberg-Fakultät ein.[8] Sie wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestiftet.
Campusstandorte
Die Hochschule ist über vier Standorte und fünf Campi verteilt:
Campus Wolfenbüttel
- Campus Salzdahlumer Straße
Der Campus Salzdahlumer Straße ist der zentrale Standort des Campus Wolfenbüttel der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel. Er gilt als das Hauptgebäude der Hochschule und umfasst einen Großteil der zentralen Einrichtungen. Am Standort studieren über 5.100 Studierende.[9] Auf dem Campus Salzdahlumer Straße befindet sich zudem der „Technik-Turm“, eine Stele des Künstlers Gerd Winner. Das öffentlich zugängliche Kunstwerk ist Teil des städtischen Kunst- und Denkmalbestands und wird in lokalen Führungen berücksichtigt.[10]
- Laborgebäude
Mehrere Fakultäten verfügen über eigene Laborgebäude, die separat vom Hauptgebäude auf dem Campus angesiedelt sind: [11]
- Laborgebäude der Fakultät Elektro- und Informationstechnik
- Laborgebäude der Fakultät Versorgungstechnik
- Einrichtungen
Der Campus Salzdahlumer Straße umfasst folgende Hochschuleinrichtungen: [11]
- Hauptgebäude der Ostfalia Hochschule
- Rechenzentrum
- Mensa
- OML, Open Mobility Lab
- Dez. 4 (Gebäudemanagement, Arbeitssicherheit und Umweltschutz), Schreibwerkstatt
- Campus Am Exer
Der Campus Am Exer ist einer der beiden Standorte des Campus Wolfenbüttel der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel. Er befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Am Exer. Der Campus beheimatet drei Fakultäten der Hochschule.[9] Darüber hinaus gibt es eine Hochschulbibliothek und weitere zentrale Einrichtungen für Studierende, wie das Immatrikulationsbüro und ein Studentenwohnheim. Derzeit (Stand Januar 2026) finden Bauarbeiten für eine neue Sporthalle statt.[12]
- Einrichtungen
Der Campus Am Exer beheimatet neben drei Fakultäten folgende Hochschuleinrichtungen: [13]
- Hörsaalzentrum
- Immatrikulationsbüro / International Student Office
- Sprachenzentrum, Career Service – Schlüsselqualifikationen
- Hochschulsport
- Gleichstellungsbüro und Gesunde Ostfalia
- Studierenden-Servicebüro / Studienberatung / Studienfinanzierungsberatung
- Bibliothek der Ostfalia Hochschule
- Wohnheim des Studierendenwerks
- Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen
- Sporthalle (im Bau)
Fakultäten
An den Standorten Salzgitter (SZ), Wolfenbüttel mit den Campi Salzdahlumer Straße (WF-S) und Am Exer (WF-E), Wolfsburg (WOB) und Suderburg (SUD) sind folgende Fakultäten angesiedelt: [14]
- Bau-Wasser-Boden (SUD)
- Elektro- und Informationstechnik (WF-S)
- Fahrzeugtechnik (WOB)
- Gesundheitswesen (WOB)
- Handel und Soziale Arbeit (SUD)
- Informatik (WF-E)
- Maschinenbau (WF-S)
- Recht – Brunswick European Law School (WF-S)
- Soziale Arbeit (WF-E)
- Verkehr-Sport-Tourismus-Medien (Karl-Scharfenberg-Fakultät) (SZ)
- Versorgungstechnik (WF-E)
- Wirtschaft (WOB)
Institute
Institute der Fakultäten
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An-InstituteDer Fachhochschule sind diverse An-Institute angegliedert.
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Studiengänge
Die Hochschule bietet folgende Studiengänge an: [15]
- Angewandte Informatik (B.Sc.)
- Bauingenieurwesen (B.Eng.)
- Bauingenieurwesen im Praxisverbund (B.Eng.)
- Wasser- und Bodenmanagement (Umweltingenieurwesen) (B.Eng.)
- Wasserwirtschaft im globalen Wandel (M.Sc.)
- Elektro- und Informationstechnik (B.Eng., M.Eng.)
- Smart Transportation Systems (B.Sc.)
- Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik (B.Eng.)

- Angewandte Pflegewissenschaft im Praxisverbund (B.Sc.)
- Berufspädagogik für Gesundheitsberufe (M.A.)
- Berufspädagogik und Management im Rettungsdienst (B.Sc.)
- Berufspädagogik und Management in der Pflege (B.Sc.)
- Kindheitspädagogik und Gesundheit (B.A.)
- Management im Gesundheitswesen (B.A.)
- Angewandte Psychologie (B.Sc.)
- Betriebswirtschaft und Management (B.A.)
- BWL Online (B.A., M.A)
- Soziale Arbeit (B.A.)
- Soziale Arbeit Online (B.A.)
- Digitial Technologies (B.Sc., M.Sc.)
- Informatik (B.Sc., M.Sc.)
- Informatik im Praxisverbund (B.Sc.)
- Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)
- Wirtschaftsinformatik im Praxisverbund (B.Sc.)
- IT-Sicherheit (Online-Studiengang) (B.Sc.)
- Wirtschaftsinformatik (Online-Studiengang) (B.Sc., M.Sc.)
- Medieninformatik (Online-Studiengang) (M.Sc.)
- Digital Engineering Maschinenbau (B.Eng.)
- Maschinenbau (B.Eng., M.Eng.)
- Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau (B.Eng.)
- Recht, Finanzmanagement und Steuern (LL.B.)
- Recht, Personalmanagement und Personalpsychologie (LL.B., M.A.)
- Soziale Arbeit (M.A.)
- Energie- und Gebäudetechnik (B.Eng., M.Eng.)
- Green Engineering (M.Eng.)
- Digitales Storytelling (B.A.)
- Kommunikationsmanagement (M.A.)
- Mediendesign (B.A., M.A.)
- Medienkommunikation (B.A.)
- Medienmanagement (B.A.)
- Nachhaltige Mobilität (B.A.)
- Sportmanagement (B.A.)
- Stadt- und Regionalmanagement (B.A.)
- Tourismusmanagement (B.A.)
Auslandsbeziehungen
Die Ostfalia unterhält im Rahmen unterschiedlicher Austauschprogramme Beziehungen zu 354 Partnerhochschulen in 44 Ländern, darunter Brasilien, Indien, Spanien, sowie die USA. Die Austauschmöglichkeiten richten sich dabei sowohl an Studenten als auch an Mitarbeiter der Hochschule.
Ostfalia Hochschulstiftung
Die Ostfalia Hochschulstiftung ist eine Treuhandstiftung der Bürgerstiftung Braunschweig. Sie wurde im Mai 2011 mit dem Zweck gegründet, Forschung und Entwicklung, Lehre und Verbesserung der Studienbedingungen und die Aus-, Fort- und Weiterbildung an der Hochschule zu fördern.[16]
Bekannte Persönlichkeiten
- Wolf-Rüdiger Umbach, früherer Präsident der Hochschule, Fußballbundesliga-Schiedsrichter
- Falko Mohrs: Niedersächsischer Wissenschaftsminister, studierte an der Ostfalia Hochschule[17]
Preise und Auszeichnungen
Mitglieder der Hochschule und die Ostfalia Hochschule als Ganzes wurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet:
- Robocup: Deutscher Meister 2010[18]
- Niedersächsischer Wissenschaftspreis: Xiaobo Liu-Henke (2014)[19], Martina Hasseler (2022)[20], Markus Wallner (2024)[21]
- Hochschulperle des Monats Januar 2025[22][23]
Siehe auch
Literatur
- Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (Hrsg.): 50 Jahre Ostfalia – Von der Fachhochschule zur Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wolfenbüttel 2021, 99 S.

