PAGOD-Syndrom
Seltene angeborene Erkrankung
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Das PAGOD-Syndrom, Akronym für Pulmonale Hypoplasie, AGonadismus, Omphalozele mit Zwerchfellhernie und Dextrokardie, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den aufgeführten Hauptmerkmalen.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q87.8 | Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungssyndrome, anderenorts nicht klassifiziert |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Synonyme sind: Kennerknecht-Syndrom; Lungenhypoplasie-Agonadismus-Dextrokardie-Zwerchfellhernie-Syndrom; englisch Agonadism with multiple internal alformations
Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1991 durch die Pädiater Wolfgang Gorgo, L. Gortner, P. Bartmann und Mitarbeiter.[2]
Die Namensbezeichnung bezieht sich auf den Erstautoren einer Beschreibung aus dem Jahre 1993 durch Ingo Kennerknecht, Wolfgang Sorgo, Renate Oberhoffer und Mitarbeiter.[3]
Verbreitung
Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, ein eventuell autosomal-rezessiver Vererbungsmechanismus wird vermutet. Bislang wurde nur über ein knappes Dutzend Betroffener berichtet.[1]
Ursache
Die Ursache ist nicht bekannt, es könnte ein Vitamin-A-Mangel beteiligt sein.[1]
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:[1]
- Manifestation vorgeburtlich oder als Neugeborenes
- Lungenhypoplasie
- Zwerchfelldefekte
- Herzfehler wie Vorhofseptumdefekt, Hypoplasie der linken Herzkammer oder Ventrikelseptumdefekt
- Gefäßfehlbildungen wie Aortenhypoplasie und Atresie von Pulmonalarterien
- genitale Fehlbildungen mit Gonadenagenesie oder -hypoplasie
Differentialdiagnose
Differentialdiagnostisch abzugrenzen sind:[4]
- Cardiac-urogenital Syndrom[5]
- Meacham-Syndrom
Literatur
- L. Gil, J. Sánchez-de-Toledo, J. C. Ferreres, T. Vendrell, C. W. Ruiz-Campillo, J. Balcells: Defecto diafragmático, cardiopatía congénita, agonadismo: un nuevo caso de síndrome de PAGOD. In: Anales de pediatria. Band 81, Nummer 6, Dezember 2014, S. e34–e35, doi:10.1016/j.anpedi.2013.11.009, PMID 24582125.
- M. Silengo, A. Del Monaco, A. Linari, R. Lala: Low birth-weight, microcephalic malformation syndrome in a 46,XX girl and her 46,XY sister with agonadism: third report of the Kennerknecht syndrome or autosomal recessive Seckel-like syndrome with previously undescribed genital anomalies. In: American journal of medical genetics. Band 101, Nummer 3, Juli 2001, S. 275–278, doi:10.1002/ajmg.1384, PMID 11424145.