Protein-O-Mannosyltransferase 1

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Protein-O-Mannosyltransferase 1 (POMT1, engl. Protein O-mannosyl-transferase 1) ist ein Enzym bei Eukaryoten, dass zur Gruppe der Glykosyltransferasen gehört. Es wird durch das POMT1-Gen kodiert, das beim Menschen auf dem langen Arm von Chromosom 9 (9q34.13) lokalisiert ist. Mutationen an diesem Gen können zu seltenen Erbkrankheiten führen.[2] POMT1 ist an der so genannten O-Glykosylierung von Proteinen beteiligt.[3]

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Protein-O-Mannosyltransferase 1
[[Datei:|250x200px|Protein-O-Mannosyltransferase 1]]
Protein-O-Mannosyltransferase 1
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 461 AA
Kofaktor Mg++
Isoformen 4
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Übertragung eines Mannosylrests
Substrat Dolichylphosphat-D-mannose + Protein
Produkte Dolichylphosphat + O-Mannosyl-Protein
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Übergeordnetes Taxon Eukaryoten, Bakterien[1]
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Das Enzym ist als „Multipass“-Transmembranproteinen in der Lipiddoppelschicht des endoplasmatischen Retikulums verankert und wird in zahlreichen Zellen gebildet (exprimiert). Eine hohe Konzentration wurde in den Hoden, dem Herzmuskel und der Bauchspeicheldrüse festgestellt. Niedrigere Konzentrationen kommen in den Nieren, dem Skelettmuskel, dem Gehirn, der Plazenta, der Lunge und der Leber vor.[3]

Funktion

POMT1 kann nur enzymatisch aktiv werden, wenn es als Proteinkomplex mit einer weiteren Glykosyltransferase, der Protein-O-Mannosyltransferase 2 (POMT2), vorliegt. POMT1 und POMT2 katalysieren zusammen die Bindung des Zuckers Mannose über eine O-glykosidische Bindung an die Serin/Threonin-Seitenketten des Proteins (Mannosylierung). Dies ist ein wichtiger Schritt in der posttranslationalen Modifikation von Proteinen.[4]

Medizinische Bedeutung

Bei Säugetieren werden O-Mannosylglykane vor allem im α-Dystroglykan gefunden. α-Dystroglykan ist ein wichtiger Bestandteil des Dystrophin-Glykoprotein-Komplexes in Muskel- und Nervenzellen, der der Verbindung des Zytoskelett mit der extrazellulären Matrix dient.[4] Durch Mutationen im POMT1-Gen oder POMT2-Gen ist die O-Glykosylierung des α-Dystroglykans gestört, so dass es zu Erkrankungen kommen kann. Es sind mehrere zur Gruppe der Dystroglykanopathien gehörende Erkrankungen bzw. Phänotypen bekannt, die mit Mutationen im POMT1-Gen assoziiert sind:

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

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