Paddington in Peru
Film von Dougal Wilson (2024)
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Paddington in Peru ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2024 mit Hugh Bonneville, Emily Mortimer, Olivia Colman und Antonio Banderas, der unter der Regie von Dougal Wilson entstand. Das Drehbuch schrieben Mark Burton, Jon Foster und James Lamont nach einer Geschichte von Paul King, Simon Farnaby und Mark Burton. Es handelt sich um die Fortsetzung von Paddington (2014) und Paddington 2 (2017).[3]
| Film | |
| Titel | Paddington in Peru |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Länge | 106 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Dougal Wilson |
| Drehbuch |
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| Produktion | Rosie Alison |
| Musik | Dario Marianelli |
| Kamera | Erik Wilson |
| Schnitt | Úna Ní Dhonghaíle |
| Besetzung | |
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| → Synchronisation | |
| Chronologie | |
Handlung
Der ursprünglich aus Peru stammende Paddington Bär erhält einen Brief von der Mutter Oberin des Seniorenheimes für Bären, in dem seine Tante Lucy lebt. Darin zeigt sie sich besorgt, dass sich Lucy seltsam verhält und immer mehr zurückzieht und ihn vermutlich vermisst. Daher reist Paddington gemeinsam mit der Familie Brown, bestehend aus Henry und Mary sowie den Kindern Jonathan und Judy und der Haushälterin Mrs. Bird, von London in seine alte Heimat, um Tante Lucy zu besuchen.
Dort angekommen erfahren sie, dass Lucy im Dschungel verschwunden ist. Gefunden wurden nur ihre zerbrochene Brille und ein Armband. In Lucys Hütte findet Paddington eine markierte Karte und er schlägt vor, dass sie ihre Suche am Rumi Rock, einem Inka-Steinkreis, beginnen. Mrs. Bird und die Mutter Oberin bleiben zurück, Letztere schenkt Mary einen Anhänger mit dem Heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Reisenden.
Die Browns mieten das Boot von Flussschiffkapitän Hunter Cabot und seiner Tochter Gina. Hunter bemerkt Lucys Inka-Armband an Paddingtons Arm und erzählt der Familie von Eldorado und dem Gold der Inka. Reisende beginnen ihre Suche danach oftmals am Rumi Rock, kehren aber nicht lebend zurück. Hunter wird von den Geistern seiner Vorfahren angestachelt, Eldorado und das Gold selbst zu finden. Er und Gina streiten sich darüber, ob sie die Reise fortsetzen sollen; Gina will, dass er umkehrt. Daraufhin lässt Hunter Gina zurück, fällt aber selbst ins Wasser.
Das nunmehr führerlose Schiff kentert bei Stromschnellen und die Familie fällt ins Wasser. Paddington wird von der Familie getrennt und trifft am Rumi Rock erneut auf Hunter. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Eldorado und Lucy. Gina findet die Browns und erklärt ihnen die Beweggründe ihres Vaters, ihre Familiengeschichte und die seit 500 Jahren bestehende Suche nach dem Gold. Währenddessen entdeckt Mrs. Bird einen geheimen Raum im Seniorenheim. Dort findet sie heraus, dass der Anhänger, den die Oberin Mrs. Brown geschenkt hat, in Wirklichkeit ein Peilsender ist. Nachdem sie ihren Standort kennen, fliegen Mrs. Bird und die Oberin mit einem Flugzeug los, um die Browns zu retten.
Am Gipfel einer Inka-Festung greift Hunter Paddington an, um an sein Armband zu kommen, von dem er annimmt, dass es als Schlüssel dient. Die Browns kommen jedoch gerade noch rechtzeitig, um den Bären zu retten. Die Oberin entpuppt sich als Clarissa Cabot, Hunters lange verschollene Cousine, die für tot gehalten wurde und ebenfalls Eldorado und das Gold finden möchte. Clarissa gibt zu, für Lucys Verschwinden verantwortlich zu sein, um Paddington nach Peru zu locken. Sie bedroht die Browns und Gina mit einer Waffe, aber Hunter greift ein und setzt Clarissa außer Gefecht, wodurch seine Visionen seiner Vorfahren verschwinden.
Paddington benutzt sein Armband, um nach Eldorado zu gelangen. Dort finden sie Lucy, die erklärt, dass Eldorado eine Orangerie ist, in der Paddington geboren wurde und dass das Armband ursprünglich ihm gehörte, als sie ihn fand. Paddington freundet sich mit den anderen Bären beim Marmeladekochen an, kehrt aber mit den Browns nach London zurück.
Clarissa wird zum Nordpol geschickt, um als Nonne im Heim für pensionierte Eisbären zu arbeiten. Mehrere Eldorado-Bären besuchen Paddington in London und er benennt sie nach anderen Londoner Bahnhöfen. Zusammen besuchen sie Phoenix Buchanan im Gefängnis.
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Alexander Löwe und unter der Dialogregie von Patrick Baehr bei FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin.[4]
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher[4] |
|---|---|---|
| Paddington Bär | Ben Whishaw (Stimme) | Elyas M’Barek |
| Tante Lucy | Imelda Staunton (Stimme) | Ulrike Johannson |
| Hunter Cabot | Antonio Banderas | Bernd Vollbrecht |
| Mr. Henry Brown | Hugh Bonneville | Erich Räuker |
| Mrs. Mary Brown | Emily Mortimer | Anna Grisebach |
| Jonathan Brown | Samuel Joslin | Nando Schmitz |
| Judy Brown | Madeleine Harris | Aliana Schmitz |
| Mutter Oberin / Clarissa Cabot | Olivia Colman | Christin Marquitan |
| Mrs. Bird | Julie Walters | Katharina Lopinski |
| Col. Lancaster | Ben Miller | Frank Röth |
| Dr. Jafri | Sanjeev Bhaskar | Imtiaz Haque |
| Mr. Gruber | Jim Broadbent | Joachim Tennstedt |
| Gina Cabot | Carla Tous | Lana Finn Marti |
| Madison | Hayley Atwell | Berenice Weichert |
| Joe, der Postbote | Joel Fry | Edin Hasanović |
| Sicherheitsmann | Simon Farnaby | Axel Malzacher |
| Phoenix Buchanan | Hugh Grant | Patrick Winczewski |
Produktion
Der Film wurde von Studiocanal, Columbia Pictures und Stage 6 Films produziert, Produzentin war Rosie Alison, als Executive Producer fungierten Anna Marsh, Dan MacRae, Jeffrey Clifford, Naoya Kinoshita, Paul King, Rob Silva, Ron Halpern und Tim Wellspring. Die Kamera führte Erik Wilson, die Musik schrieb Dario Marianelli, die Montage verantwortete Úna Ní Dhonghaíle. Das Szenenbild gestaltete Andy Kelly, das Kostümbild Charlotte Walter und die Maske Siân Miller.[5][6] Dreharbeiten fanden 2023 in London, Kolumbien und Peru statt.[7]
Emily Mortimer übernahm die Rolle der Mary Brown von Sally Hawkins, anstelle von Paul King führte Dougal Wilson Regie.[3][8] Im englischsprachigen Original lieh Ben Whishaw erneut dem Bären die Stimme, die deutschsprachige Synchronisation übernahm Elyas M’Barek.[3] Ursprünglich war Rachel Zegler für die Rolle der Gina Cabot vorgesehen, aufgrund des Streiks der Schauspieler und Drehbuchautoren in den USA wurde sie durch Carla Tous ersetzt.[7]
In einer Keynote kündigte Françoise Guyonnet, CEO of StudioCanal, 2024 einen vierten Film für 2027/28 sowie eine Serie an.[9][10]
Veröffentlichung
Im Vereinigten Königreich kam der Film am 8. November 2024 in die Kinos.[11][12] Mit einem Einspielergebnis von über 11 Millionen Euro lieferte der Film das erfolgreichste Startwochenende in Großbritannien seit James Bond 007: Keine Zeit zu sterben 2021.[13] In den USA wurde der ursprünglich für den 17. Januar 2025 vorgesehenen Start auf den 14. Februar 2025 verschoben.[14]
Deutschland-Premiere war am 19. Januar 2025 im Berliner Zoo Palast.[15][16] Vor dem deutschen Kinostart am 30. Januar 2025[3][17][18] sahen 82.000 Zuschauer den Film in Preview-Vorstellungen.[19] In der Schweiz wurden bis Ende Februar 2025 mehr als 100.000 Kinotickets verkauft.[20] Mit insgesamt 1.695.548 verkauften Tickets lag der Film in Deutschland auf Platz acht der erfolgreichsten Filme 2025.[21]
Im März 2025 wurde der Film auf Blu-ray Disc veröffentlicht.[22] Am 15. September 2025 wurde die Produktion in das Angebot von Netflix aufgenommen.[23]
Rezeption
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 93 %[24] |
| Metacritic (Metascore) | 65/100[25] |
| Prädikat der FBW | besonders wertvoll[26] |
| CinemaScore | A[27] |
Paddington in Peru erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes größtenteils positive Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.[24] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.[25] Damit schneidet der Film dort leicht schwächer ab als seine Vorgänger.
Björn Becher vergab auf filmstarts.de 3,5 von 5 Sternen. Der Film sei zwar der schwächste Teil der Reihe, aber ein weiteres vergnügliches und sehenswertes Familienabenteuer für alle Fans des Bären mit dem dunkelblauen Dufflecoat und dem roten Hut.[28]
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit acht von zehn Punkten. Das neue Setting biete eine gelungene Abwechslung, sorge für Abenteuerstimmung und macht auch optisch einiges her. Zwar werden einige Figuren nicht genug genutzt, unterhaltsam sei der dritte Teil aber.[29]
Ilija Glavas meinte auf kinomeister.de, dass trotz vieler Highlights ein wenig von der Magie fehle, die die ersten beiden Filme auszeichnete. Dennoch bleibe Paddington in Peru ein unterhaltsamer Film mit vielen liebenswerten Momenten.[30]
Birgit Roschy (drei von fünf Sternen) schrieb auf epd-film.de, dass Regisseur Dougal Wilson mächtig Gas gebe. Olivia Colman, Antonio Banderas und Hugh Grant dürften hübsch herumkaspern. Auch die Ausstatter gingen wie gewohnt in die Vollen. In der komplexen Handlung bleibe kein Strang unverbunden. Der turbulente Amazonastrip sei mit seinen politischen Botschaften, aber auch mit seiner wissenden Ironie stark an Erwachsene adressiert und dürfte das Verständnis von Kindern oft überfordern.[31]
Maria Wiesner schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass der Film Fragen rund um Heimat, Flucht und Flüchtlingshilfe stelle, die aktueller nicht sein könnten, und habe auf solche ernsten Fragen zutiefst humane, alles andere als kindische Antworten.[32]
Die österreichische Programmzeitschrift TV-Media vergab drei von vier Punkten. Das Skript sei sorgfältig gebaut, alles greife ineinander, jede Andeutung zu Beginn finde am Ende ihren Sinn. Dass dieser Film zwar sehr unterhaltsam ist, aber trotzdem nicht ganz an seine Vorgänger rankomme, liegt auch an den Schauplätzen, es fehle der britische Charme. Unterm Strich bleibe aber feine Familienunterhaltung für Lachmuskeln und Herz.[33]
Auszeichnungen
Nickelodeon Kids’ Choice Awards 2025
- Nominierung in der Kategorie Lieblings-Film