Pasighat
Siedlung in Indien
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Pasighat (Hindi पासीघाट Pāsīghāṭ, chinesisch 巴昔卡, Pinyin Bāxíkǎ) ist eine ca. 30.000 Einwohner zählende Stadt im nordostindischen Bundesstaat Arunachal Pradesh. Pasighat ist Verwaltungssitz des Distrikts East Siang.
| Pasighat | ||
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| Staat: | ||
| Bundesstaat: | Arunachal Pradesh | |
| Distrikt: | East Siang | |
| Lage: | 28° 4′ N, 95° 20′ O | |
| Höhe: | 155 m | |
| Fläche: | 14,6 km² | |
| Einwohner: | 24.656 (2011) | |
| Bevölkerungs- dichte: | 1689 Ew./km² | |
| Postleitzahl: | 791102 | |
Lage und Klima
Pasighat liegt am Übergang vom waldreichen Himalaya-Vorland zur überwiegend landwirtschaftlich genutzten Brahmaputra-Ebene in einer Höhe von ca. 155 m. Das Klima ist oft schwülwarm; Regen (ca. 2000–3000 mm/Jahr) fällt überwiegend in der sommerlichen Monsunzeit.
Bevölkerung
| Jahr | 1991 | 2001 | 2011 |
| Einwohner | 14.639 | 21.965 | 24.656[1] |
Die Bevölkerung ist ein Gemisch aus vielen regionalen Stämmen, wobei der Stamm der „Pasi“ namengebend war. Ca. 50 % bekennen sich zum Hinduismus, etwa 6 % sind Moslems, weniger als 2 % sind Buddhisten und gut 13 % folgen christlichen Lehren; der relativ große Rest hält am Ahnenkult oder an animistischen Traditionen fest. Männer- und Frauenanteil sind annähernd gleich hoch; die Analphabetenrate liegt bei ca. 20 %.[2]
Wirtschaft
- Der im Jahr 1962 erbaute Flughafen Pasighat bietet regionale Flugverbindungen.
- Im Jahr 2001 wurde die Fachschule College of Horticulture and Forestry, die sich an der Central Agricultural University in Imphal angliedert, in Pasighat gegründet.
Geschichte
Gemäß der im Jahr 1914 zwischen Großbritannien und Tibet vereinbarten, aber von der Volksrepublik China nicht anerkannten Grenzlinie (McMahon-Linie) gehört Arunachal Pradesh zu Indien. Jedoch beansprucht Volksrepublik China die Souveränität über Pasighat, wie auch über einen großen Teil von Arunachal Pradesh. Das umstrittene Gebiet ist auf Chinesisch auch als Zàngnán (藏南, „Südliches Tibet“) bekannt. Im Jahr 1962 kam es deshalb zum Indisch-Chinesischen Grenzkrieg. Der Konflikt schwelt noch immer, denn nach der Verwaltungsgliederung Chinas gehört Pasighat zum Kreis Mêdog des Autonomen Gebiets Tibet.

