Peaky Blinders – The Immortal Man
Film von Tom Harper (2026)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Peaky Blinders – The Immortal Man (deutsch: „Der unsterbliche Mann“) ist ein britischer Action- und Kriminalfilm von Regisseur Tom Harper, der am 20. März 2026 auf Netflix veröffentlicht wurde. Beim Historien-Drama handelt es sich um eine Fortführung der Fernsehserie Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (2013–2022) rund um die gleichnamige Gangsterbande im England der 1930er Jahre. Zum Ensemblecast zählen Darsteller wie Cillian Murphy, Sophie Rundle, Ned Dennehy, Packy Lee, Stephen Graham, Rebecca Ferguson, Barry Keoghan und Tim Roth.
| Film | |
| Titel | Peaky Blinders – The Immortal Man |
|---|---|
| Originaltitel | Peaky Blinders: The Immortal Man |
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch (Birmingham-Dialekt) |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 112 Minuten |
| Produktionsunternehmen |
|
| Stab | |
| Regie | Tom Harper |
| Drehbuch | Steven Knight |
| Produktion |
|
| Musik |
|
| Kamera | George Steel |
| Schnitt | Mark Eckersley |
| Besetzung | |
| |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Handlung
Im Jahr 1940 produziert das nationalsozialistische Regime im KZ Sachsenhausen große Mengen gefälschter britischer Pfundnoten, um die Wirtschaft Großbritanniens zu destabilisieren. Der Brite John Beckett soll das Falschgeld nach England schmuggeln. Gleichzeitig wird während eines deutschen Luftangriffs am 19. November die Birmingham-Small-Arms-Waffenfabrik zerstört und die gesamte Nachtschicht kommt ums Leben.
Thomas Shelby lebt derweil zurückgezogen auf dem Land und wird von Visionen seiner verstorbenen Tochter Ruby verfolgt. Sein Vertrauter Johnny Dogs berichtet ihm vom Angriff auf Small Heath und dem Auftauchen einer Roma-Familie auf seinem Grundstück. Eine von ihnen bezeichnet Tommy als „Rom Baro“, den König aller Gypsies. Tommy selbst widmet sich lieber dem Schreiben seiner Memoiren. Seine Schwester Ada Shelby sucht ihn auf, die ihn mittlerweile als Parlamentsabgeordnete für Birmingham Süd abgelöst hat, und berichtet von der Zerstörung der Fabrik. Sie bittet ihn, auf seinen Sohn Duke Shelby einzuwirken, der inzwischen die Peaky Blinders führt und zunehmend brutal agiert. Währenddessen plündern die Peaky Blinders unter Dukes Führung die zerstörte Fabrik und sichern sich Waffen, die eigentlich für die Front bestimmt sind.
Duke trifft sich mit John Beckett, der ihm den Plan zur Einschleusung von 350 Millionen Pfund Falschgeld erläutert. Die Peaky Blinders sollen den Transport übernehmen und erhalten dafür einen Anteil von 20 %. Danach wird er von seiner Tante Ada aufgesucht, zeigt aber keine Reue und rechtfertigt sein Verhalten mit seinem Gefühl der Isolation von Familie und Gesellschaft. Auch Charlie Strong weigert sich, sich gegen Duke zu stellen, da er nur Tommy als fähig erachtet, Duke zu kontrollieren. Tommy trifft unterdessen auf Kaulo Chiriklo, die Zwillingsschwester seiner früheren Geliebten Zelda. Sie wirft ihm vor, seine Familie und insbesondere seinen Sohn verlassen zu haben, und warnt ihn vor Dukes Verbindungen zu Feinden der Roma. Sie konfrontiert ihn mit dem Tod seines Bruders Arthur und versucht ihn zu überzeugen, Duke zu retten. Am nächsten Morgen fährt Tommy überraschend mit Johnny Dogs nach Birmingham.
In einem Hinterhalt erschießt Duke auf Beckett’s Anweisung Virgil, den Stellvertreter der britischen faschistischen Liga, und verfüttert seine Leiche an Schweine. Währenddessen möchte Ada gesammelte Beweise gegen Duke an die Militärpolizei geben, wird jedoch auf dem Weg dorthin von Beckett erschossen. Duke versucht sie im letzten Moment noch vergeblich zu warnen. Tommy erkennt Adas Tod in einer Vision und macht sich dann in der Stadt auf die Suche nach Duke. In einer Auseinandersetzung im Garrison setzt Tommy eine Handgranate ein, um sich gegen dort tanzende und provozierende Soldaten zu behaupten. Im Anschluss daran konfrontiert Tommy Duke in einem Schlammkampf.
Danach besucht Tommy Adas Leiche im Krankenhaus und gesteht ihr seine Verantwortung für Arthurs Tod. Beckett taucht auf und versucht Tommy zu töten, was misslingt; nach einem Feuergefecht schafft er es aber zu entkommen. Adas Beerdigung findet nach Roma-Tradition statt, bei der sie auf einem Schindelwagen verbrannt wird. Kaulo übergibt derweil Duke eine Kugel mit Tommys Namen und fordert ihn auf, seinen Vater zu töten. Anschließend schmiedet Tommy einen Plan mit Hayden Stagg, um Becketts Pläne aufzuhalten. Tommy begibt sich durch einen Tunnel zum Lagerhaus der Nazis, doch der Tunnel stürzt durch weitere Luftangriffe teilweise ein, und er überlebt nur knapp. Die Peaky Blinders fahren währenddessen per Kanalboot zum Hafen, wo die Nazis auf die Boote warten. Tatsächlich haben die Männer die Boote bereits verlassen, die nun nur noch mit Sprengstoff beladen sind. Hayden Stagg bleibt als einziger an Bord, zündet die Sprengsätze und springt ins Wasser, bevor die Boote explodieren und die Nazis am Ufer töten. Duke erklärt Beckett, dass er sich entschieden habe, seinen Vater nicht zu verraten.
Im anschließenden Feuergefecht sprengt Tommy das Falschgeldlager und erschießt Beckett, der ihn jedoch schwer verletzt. Tommy bittet seinen Sohn, ihm einen würdevollen Tod zu gewähren. Er erfüllt diesen Wunsch widerwillig, und Tommy stirbt in Dukes Armen, während er das Gedicht In the Bleak Midwinter rezitiert. Er wird nach Tradition verbrannt, umgeben von seiner verbliebenen Familie und Freunden. Kaulo übergibt Duke das Manuskript von Tommys Memoiren mit dem Titel „The Immortal Man“. Darin beschreibt er seinen Tod als Befreiung und die Wiedervereinigung mit seiner Familie.
Historischer Hintergrund

Wie bereits die Originalserie ist auch der Film von realen historischen Figuren und Ereignissen inspiriert. So basieren die „Peaky Blinders“ abermals auf der gleichnamigen Gangsterbande aus Birmingham. Auch der Luftangriff zu Beginn des Films basiert auf tatsächlichen Ereignissen. In der Nacht des 19. November 1940 warf die deutsche Luftwaffe 400 Tonnen Sprengstoff über Birmingham ab. Viele Arbeiter der BSA-Waffenfabrik in Small Heath hatten trotz der Sirenen weitergearbeitet. Beim Angriff wurden 53 Arbeiter im Alter von 18 bis 68 Jahren getötet. Der Film erinnert während des Abspanns an diese Opfer.[1][2]
Der Falschgeld‑Plan im Film greift historisch auf die Aktion Bernhard zurück. Die massenhafte Fälschung der Pfundnoten zur Destabilisierung der britischen Wirtschaft startete erstmals 1939 unter dem Namen Aktion Andreas. Die Produktion erwies sich jedoch als äußerst schwierig und war noch nicht für eine Massenproduktion ausgelegt. 1942 wurde die Aktion unter Bernhard Krüger wieder aufgenommen und nach ihm umbenannt. Für die Aktion war ein erheblicher Aufwand notwendig. So mussten beispielsweise Seriennummern der Banknoten und die Zusammensetzung des Papiers perfekt imitiert werden. Der Druck erfolgte im KZ Sachsenhausen von besonders qualifizierten jüdischen Insassen. Insgesamt wurden Pfundnoten in Höhe von 132 Millionen Pfund gefälscht, was ungefähr 15 Prozent des britischen Bargeldumlaufes entsprach. Gegen Ende des Krieges wurden die Druckplatten und das verbliebene Falschgeld im Toplitzsee versenkt. Die Häftlinge wurden über verschiedene KZ geführt, bis sie schlussendlich im KZ Ebensee von US-amerikanischen Truppen befreit wurden. Nach dem Krieg vernichtete die Bank of England alle Pfund-Noten ab fünf Pfund, da die Fälschungen kaum von den echten zu unterscheiden waren.
Tim Roths Charakter ist zwar fiktiv, ähnelt in seinem Auftrag aber Friedrich Schwend, der Vertriebsleiter der Aktion Bernhard war. Sein Name wurde wahrscheinlich vom faschistischen britischen Politiker John Warburton Beckett inspiriert.[3]
Produktion
Entwicklung
Beim Kriminalfilm Peaky Blinders – The Immortal Man handelt es sich um eine Fortführung der Geschichte aus der britischen Dramaserie Peaky Blinders – Gangs of Birmingham, die von 2013 bis 2022 im Programm der BBC lief. Noch vor der Veröffentlichung der finalen sechsten Staffel verkündete Drehbuchautor Steven Knight Anfang 2021, dass es aufgrund von Produktionsverzögerungen im Zuge der COVID-19-Pandemie keine weiteren Serienfolgen geben werde. Stattdessen wollte er die Geschichte rund um die Peaky Blinders mit einem Film abschließen,[4] für den sich auch Hauptdarsteller Cillian Murphy offen zeigte, sofern es eine Geschichte zu erzählen gebe.[5]
Nachdem Knight Ende 2023 das Drehbuch fertiggestellt hatte,[6] kündigte Netflix den Film im Sommer 2024 offiziell an.[7] Der Streamingdienst übernahm zuvor in vielen Ländern die Veröffentlichung von Peaky Blinders und trug damit maßgeblich zur Popularität der Serie bei.[8] Die Filmregie übernahm Tom Harper, der bereits die letzten drei Folgen der ersten Staffel inszeniert hatte. Als Produzenten fungieren neben Knight und Murphy auch Caryn Mandabach und Guy Heeley, während BBC Films als Co-Produzent tätig war.[7]
Casting
Shaheen Baig war als Casting-Direktorin für den Film tätig.[9] Neben Hauptdarsteller Cillian Murphy als Peaky-Blinders-Anführer Thomas Shelby kehrten auch Sophie Rundle, Ned Dennehy, Ian Peck, Packy Lee und Stephen Graham in ihre Rollen aus der Mutterserie zurück. Rundle verkörperte dabei abermals Shelbys Schwester Ada Thorne, während Dennehy und Peck als Werftbetreiber Charlie Strong und Curly, Lee als Shelbys Roma-Freund Johnny Dogs und Graham als Gewerkschaftsvorsitzender der Dockarbeiter Haydn Stagg zu sehen sind.[10] Als Neuzugänge schlossen sich Rebecca Ferguson als Kaulo,[11][12] Barry Keoghan als Tommys Sohn Duke,[13][14] Tim Roth als Antagonist Beckett und Jay Lycurgo als Dukes rechte Hand Elijah der Besetzung an.[15][16][10] Jedoch sind auch mehrere Figuren aus der Serie im Film abwesend. Steven Knight äußerte sich dazu, dass „die Geschichte selbst entscheide, welche Figuren darin vorkommen werden“. Das Fehlen von Tommys Bruder Arthur, in der Serie gespielt von Paul Anderson, lag Berichten zufolge unter anderem an Andersons rechtlichen und gesundheitlichen Problemen.[17]
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation entstand bei der EVA Studios Germany GmbH in Berlin, mit einem Dialogbuch von Änne Troester und unter Dialogregie von Dorothee Muschter.[18]
| Figur | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Thomas „Tommy“ Shelby | Cillian Murphy | Norman Matt |
| Kaulo Chiriklo | Rebecca Ferguson | Berenice Weichert |
| John Beckett | Tim Roth | Patrick Winczewski |
| Ada Thorne | Sophie Rundle | Marie-Isabel Walke |
| Erasmus „Duke“ Shelby | Barry Keoghan | Konrad Bösherz |
| Hayden Stagg | Stephen Graham | Olaf Reichmann |
| Johnny Dogs | Packy Lee | Santiago Ziesmer |
| Elijah | Jay Lycurgo | Nicolas Rathod |
| Charlie Strong | Ned Dennehy | Tobias Lelle |
| Curly | Ian Peck | Christian Gaul |
| Virgil | Thomas Arnold | Achim Buch |
| Karl Thorne | Kasper Hilton-Hille | Oliver Szerkus |
Dreharbeiten

Die Dreharbeiten mit dem Kameramann George Steel erfolgten von Ende September bis Mitte Dezember 2024 im Vereinigten Königreich.[19][20] Filmaufnahmen entstanden dabei unter anderem in den von Drehbuchautor Steven Knight neueröffneten Digbeth Loc. Studios in Birmingham,[8] aber auch in St Helens und der St George’s Hall in Liverpool,[21] in den Großstädten Bradford und Leeds,[22] am walisischen Pontcysyllte-Aquädukt nahe Wrexham und in der Calder Abbey in Cumbria.[23][24] Die Calke Abbey in Derbyshire wurde heruntergekommener gestaltet und mit künstlichem Schnee ausgestattet, damit sie als Tommys Zuhause dienen konnte. Der für das Gebäude verantwortliche National Trust erhofft sich durch zukünftige Touristenbesuche zusätzliche Einnahmen zur Instandhaltung des historischen Gebäudes.[25]
Musik und Kostüme
Die Filmmusik komponierten Antony Genn und Martin Slattery, die bereits Musik für mehrere Folgen der Serie geschrieben haben.[26] Des Weiteren wurde der Soundtrack als Album veröffentlicht, auf dem 36 neue Songs von unter anderem Grian Chatten, Amy Taylor, Lankum und Mclusky vertreten sind. Das Lied Red Right Hand der Band Nick Cave and the Bad Seeds, welches in der Serie als Titelsong zu hören war, wurde für den Film neu aufgenommen.[16] Antony Genn beschrieb die unkonventionelle Mischung des Soundtracks als etwas, das sich in ihrer Gestaltung am Spannungsbogen sowie an den emotionalen Entwicklungen des Films orientiere. Cillian Murphy äußerte, er sei in seiner Funktion als Produzent besonders stolz auf den Soundtrack des Films.[27]
Die Kostüme wurden von der Kostümbildnerin Alison McCosh gestaltet, wie sie es bereits in den letzten drei Staffeln der Serie tat. Zu Beginn des Films trägt Tommy eine handgefertigte Strickjacke mit Schalkragen aus Kaschmir. Laut Murphy befindet sich Tommy „emotional an einem so anderen Ort“ und das solle sich im Kostüm widerspiegeln. Als Tommy aus seinem Exil zurückkommen muss, tauscht er seine private Garderobe gegen den typischen Peaky-Blinders-Dreiteiler ein. Seine Schiebermütze trägt er wie gewohnt tief im Gesicht, womit sich Murphy „unbesiegbar“ fühlt. Laut McCosh wurde Tommys Kostüm so angepasst, dass seine Schultern und Wangenknochen stärker betont werden, während der Mantel mehr Bewegung und Dramatik erhält. Währenddessen trägt die neue Generation der Peaky Blinders, unter Führung von Tommys Sohn Duke, klassische Anzüge, aber mit moderneren Details. So wurden beispielsweise Krawatten gegen offene Kragen gewechselt und die Hemden bekamen etwas mehr Farbe. Das Aussehen von Duke soll an seine Roma-Herkunft erinnern und ihn jünger sowie rebellischer erscheinen lassen. Besonders stolz ist McCosh darauf, dass der Großteil der Kostüme lokal in London oder bei weiteren britischen und irischen Schneidern hergestellt wurde.[28][29]
Veröffentlichung
Am 2. März 2026 feierte Peaky Blinders – The Immortal Man in Birmingham's Symphony Hall Premiere.[30] Seit dem 6. März lief der Film für zwei Wochen in manchen britischen, irischen und US-amerikanischen Kinos.[31][32] Die Deutschlandpremiere fand am 12. März im Kino International in Berlin statt, bei der unter anderem die Darsteller Cillian Murphy und Rebecca Ferguson sowie Autor Steven Knight, Regisseur Tom Harper und Produzent Guy Heeley anwesend waren. Der Film erschien am 20. März weltweit auf Netflix.[33]
Anlässlich der Premiere des Films veröffentlichte Netflix einen sechsteiligen Video-Podcast. Die ersten drei Folgen stehen seit dem 6. März zur Verfügung, die letzten drei seit dem 20. März. Gastgeber sind Packy Lee, Darsteller von Johnny Dogs, und Radio- und Fernsehmoderatorin Edith Bowman. Es werden Interviews mit den Filmemachern und Darstellern geführt, wobei auf die Entstehung des Films sowie der Originalserie eingegangen wird.[34]
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 92 %[35] |
| Metacritic (Metascore) | 59/100[36] |
| Filmstarts | |
| The Guardian | |
| Empire | |
| IGN | 7/10[40] |
| Variety | 70/100[41] |
Peaky Blinders – The Immortal Man konnte 92 % der 86 bei Rotten Tomatoes gelisteten Kritiker überzeugen. Bei Metacritic erhielt der Film basierend auf 26 Rezensionen einen Metascore von 59 Punkten. Zuschauer vergaben bei IMDb 6,8/10 Sterne.[42]
Der Film wird von Rezensenten überwiegend als gelungener, wenn auch nicht perfekter Abschluss der Peaky Blinders Saga rund um Tommy Shelby wahrgenommen. So biete Peaky Blinders – The Immortal Man nicht nur reichlich Fanservice, sondern schafft laut Guy Lodge von Variety die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. Zudem wurden die darstellerischen Leistungen, insbesondere von Cillian Murphy, vielfach gelobt und als tragendes Element des Films beschrieben.[40][41] Peter Bradshaw bezeichnet den Film im Guardian als „ein durchweg selbstbewusstes Drama“, schränkte jedoch ein, dass der Film vor allem für Fans der Serie vollständig zugänglich sei.[38]

Trotz des Wechsels auf die Kinoleinwand und des neuen Zweiten-Weltkriegs-Settings wirke der Film laut Dan Jolin in Empire weniger wie eine Erweiterung als Spielfilm, sondern vielmehr wie eine neue Staffel mit nur einer Folge. Dass es keine größere Verschiebung der Perspektive oder Ästhetik gibt, kann je nach Sichtweise als positiv oder negativ bewertet werden. Positiv bewertet er Tommys stilvolle Darstellung, die Musikbegleitung und die actionreichen Szenen des Films. Jedoch kritisiert er gleichzeitig Murphys Dynamik mit Keoghan, da die beiden Schauspieler nie so richtig harmonieren, wie man es sich erhofft hätte.[39] Dem gegenüber steht die Meinung von Chantal Neumann, die in Filmstarts schreibt, dass Cillian Murphys Darstellung nicht nur „den emotionalen Kern des Films“ bilde, sondern in den gemeinsamen Szenen mit Keoghan eine „interessante Dynamik zwischen Vater und Sohn“ entstehe, in der Erfahrung auf jugendliche Skrupellosigkeit trifft. Außerdem lobt sie Rebecca Ferguson, die mit ihrer Figur als Vertreterin der Roma-Kultur „sowohl Würde als auch eine unterschwellige Härte“ in die Rolle einbringe. Tim Roth hingegen verleihe seinem Antagonisten Beckett zwar sein gewohnt-raues Charisma, die Figur bleibe dennoch hinter den Erwartungen zurück. Des Weiteren setze Peaky Blinders – The Immortal Man die dialogreiche Erzählweise der Serie fort und bleibe auch ästhetisch der Welt von Peaky Blinders treu. Und dass Regisseur Tom Harper nicht versuche, die Serie künstlich größer oder spektakulärer wirken zu lassen, könne laut Neumann vor allem langjährige Fans zufriedenstellen.[37]