Peer Baierlein

deutscher Musiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Peer Baierlein (* 16. Mai 1972 in Stuttgart) ist ein deutscher Musiker und Komponist.

Peer Baierlein (2024)

Leben

Peer Baierlein begann mit sieben Jahren Akkordeon zu spielen,[1] bevor er mit neun Jahren zur Trompete wechselte. Nach einigen Jahren im örtlichen Musikverein folgte 1988 als 16-Jähriger – während seiner Abiturzeit in Stuttgart – zeitgleich ein Studium als Jungstudent an der Musikhochschule Köln, wo er später auch sein Diplom als Instrumentalpädagoge und Orchestermusiker bei Professor Malte Burba absolvierte. Während dieser Zeit war Baierlein ebenfalls Schüler von Arno Lange an der Deutschen Oper in Berlin und 1. Trompeter der Jungen Süddeutschen Philharmonie.

1996 ging er nach Belgien, um dort bei Bert Joris am Lemmensinstituut[2] zusätzlich Jazz zu studieren. Er unterbrach sein Studium im Jahr 2000 für einen einjährigen Aufenthalt in New York City, bevor er 2002 seinen Abschluss als meester in de muziek machte. Es folgte ein weiteres Studium mit dem Spezialgebiet Leadtrompete. 2004 begann er Klassische Komposition bei Piet Swerts zu studieren, gefolgt von weiteren Studien der Filmmusik und Orchestrierung bei Denis Pousseur, Victor Kissine und Jean-Luc Fafchamps am Conservatoire Royal de Mons. Zwischen 2011 und 2013 studierte er Neue Medien an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.[3][4][5][6]

Seit 2007 arbeitet er als Komponist, musikalischer Leiter und Musiker für zahlreiche Theater in Deutschland, der Schweiz und Österreich.[7][8][9][10][11]

Seit 2016 komponiert Peer Baierlein verstärkt für klassisches Orchester, Vokal- und Instrumental-Ensembles[12][13][14]. 2022 folgten erste Auftragsarbeiten für das Hessische Staatsballett unter der Leitung von Tim Plegge[15] und das Mecklenburgische Staatsballett („Ballett X Schwerin“)[16] unter der Leitung von Xenia Wiest. 2023 arbeitete Peer Baierlein zum ersten Mal mit der Mecklenburgischen Staatskapelle[17] unter der Leitung von Aki Schmitt.

Werkverzeichnis (Auswahl) für Orchester, Vokal- und Instrumental-Ensembles

  • 2016: Concerto – for small ensemble
  • 2016: Concerto No.1 (Doppelkonzert für Trompete, Posaune und Sinfonie-Orchester)
  • 2016: 255 (Doppelkonzert für Marimba, Vibraphone und Sinfonie-Orchester)
  • 2017: Seelen-Trilogie ('Black Soul','Yellow Soul','Purple Soul' – für Sinfonie-Orchester, Gesang und Rockband) / Eutiner Festspiele[18]
  • 2018: Hymnus für die 900-Jahr-Feier der Stadt Zwickau (für Sinfonie-Orchester, Orgel, 3 Chöre, Rockband und Dom-Glocken)[19]
  • 2021: Ode an die Pop-Musik[20] (zeitgenössische Neu-Kompositionen mit Motiven bekannter Pop-Klassiker für Bläser-Nonett plus Kontrabass)[21]
  • 2021: Pentagon of Poetry (5 Werke für Gesangsensemble mit Texten von Goethe, Nietzsche und Lenau).
  • 2022: Hymnus an die Musiek (für Doppel-Quartett Vokalensemble)[22]
  • 2023: Der Kleine Prinz (für Sinfonie-Orchester)[23]
  • 2023: SaHaHaKral & Daheim (2 Werke für SATB Vokalensemble)
  • 2024: Davids Bündler (für Sinfonie Orchester)
  • 2024: L'appel du vide[24] (Concerto für Doppelchor a Capella)
  • 2025: A Glimpse of Schwitters (für SSATB Vokal-Ensemble)[25]
  • 2025: Times and Ages (für SSATB Vokal-Ensemble, 2 Bass Gamben, Theorbe, Cembalo & Percussion)[25]
  • 2025: Somnambul (für Percussion Trio)

Tanz

  • 2021: Memento[26] (Choreographie: Tim Plegge) / Hessisches Staatsballett[15]
  • 2022: Remember The Ladies[27] (Choreographie: Xenia Wiest) / Mecklenburgisches Staatsballett[28]
  • 2023: Der kleine Prinz (Neu-Adaption / Choreographie: Xenia Wiest) / Mecklenburgisches Staatsballett / Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin[29]
  • 2026: tba (Choreographie: Tim Plegge) / Dance Theatre Heidelberg

Oper

Publikationen

Orchestrierungen

Theaterarbeiten als Musiker

Theaterarbeiten als Komponist und Musikalischer Leiter

Einladungen / Auszeichnungen / Stipendien / Nominierungen

  • 2014: Einladung zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Mülheimer Theatertagen und zu den Autorentheatertagen Berlin mit der Produktion Und dann (Claudia Bauer)[48]
  • 2017: Einladung zur Biennale Venedig mit der Produktion Und dann (Claudia Bauer)[49]
  • 2017: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit der Produktion 89/90[50]
  • 2022: Auszeichnung in Theater heute für: Beste Inszenierung 2022 – mit der Produktion Humanistää! (Claudia Bauer)[51]
  • 2022: Auszeichnung beim Nestroy-Theaterpreis für: Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum 2022 – mit Humanistää! (Claudia Bauer)[52]
  • 2022: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit der Produktion Humanistää! (Claudia Bauer)[53]
  • 2024/25: Stipendium der Roger Willemsen Stiftung im mare-Künstlerhaus[54]
  • 2024: Finalist des 'Nocturne' Vokal-Kompositionswettbewerbs[55]
  • 2026: Einladung zum Sächsischen Theatertreffen mit der Produktion Girschkarten (Enrico Lübbe)[56]
  • 2026: Nominiert für den 'Moliner International Percussion Composition Award'[57]
  • 2026: Akademist der 'International Academy of Musical Praxis'
  • 2026: Einladung zu den Mülheimer Theatertagen mit der Produktion Girschkarten (Enrico Lübbe)[58]

Hörbücher

Diskographie (Auswahl)

  • 2004: Issues
  • 2006: Open Questions[60]
  • 2009: Cycles[61]
  • 2015: One[62]
  • 2015: me² + 1[63]

Einzelnachweise

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