Peisching (Gemeinde Neunkirchen)
Ortschaft im Bezirk Neunkirchen
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Peisching (auch Peisching am Steinfelde) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Stadtgemeinde Neunkirchen in Niederösterreich.
| Peisching (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Peisching | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Neunkirchen (NK), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Neunkirchen | |
| Pol. Gemeinde | Neunkirchen | |
| Koordinaten | 47° 43′ 32″ N, 16° 6′ 45″ O | |
| Höhe | 354 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 729 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 233 (2001) | |
| Fläche d. KG | 6,12 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 2620 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05233 | |
| Katastralgemeindenummer | 23326 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Peisching (31818 030) | |
Filialkirche Hl. Elisabeth | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf Peisching befindet sich östlich von Neunkirchen, westlich von Breitenau und nördlich von Loipersbach und ist mit diesen Orten verkehrsmäßig verbunden. Durch den Ort fließt der Kehrbach, ein Kanal, der hier von der Schwarza abgeleitet wird und zur Warmen Fischa führt, und dabei seit 1916 auch den Wiener Neustädter Kanal speist.
Geschichte
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Peisching zwei Bäcker, zwei Gastwirte, fünf Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Holzhändler, zwei Maurermeister, zwei Müller, ein Sägewerk, ein Schmied, drei Schuster, eine Sparkasse, ein Zimmermeister und einige Landwirte ansässig. Weiters gab es eine Sandgrube mit Schottergewinnung und die Vereinigte Papier- und Ultramarinfabrik.[1]
Bis 1968 war Peisching eine selbständige Gemeinde.[2]
Das einstige Zeilendorf wandelte sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem beliebten Wohnort und wurde mehrfach erweitert.
Kraftwerk
1964 nahm die damalige NEWAG das Gasturbinen-Dampfturbinen-Kraftwerk „Hohe Wand“ am westlichen Ortsrand in Betrieb, in dem sowohl mit Kohle (aus dem Grünbacher Steinkohlenrevier: Grube Hohe Wand bzw. Höflein an der Hohen Wand bis 1967) als auch mit Erdöl und Gas gefeuert wurde. Hierfür standen zwei Turbinensätze zur Verfügung. Es war das erste größere europäische Kraftwerk, in dem eine Gasturbine einer hochwertigen Dampfkraftanlage vorgeschaltet war. Die Anlage war ausgelegt für folgende Leistungen: Gasturbine 11–13 MWel, Dampfturbine 64–68 MWel.[3] Unmittelbar südlich befindet sich die Erdgasleitung Südschiene[4] und der Fluss Schwarza zur damaligen Kühlwasserentnahme.
Das Kraftwerk wurde bereits 1987 von der EVN außer Betrieb genommen und 2023/2024 abgerissen.[5] Als Landmarke befand sich dort ein 105 Meter (ehemals 120 m) hohen Schornstein, der zuletzt als Sendemast genutzt wurde.[6] Im Kraftwerksgelände befindet sich ein Langholz-Lager für die EVN-Biomasse-Heizkraftwerke des Industrieviertels. Am gleichen Ort befindet sich seit Frühjahr 2025 eine Groß-Photovoltaik-Anlage der evn naturkraft mit einer installierten Leistung von 10 MWp.[7]
Das angrenzende Umspannwerk Hohe Wand (UW HWA) wurde in den Jahren 2009 ausgebaut und im Herbst 2023 mit einem ca. 40 m hohen Sendeturm ausgestattet.
Öffentliche Einrichtungen
In Peisching befindet sich ein Kindergarten[8] und eine Volksschule.[9]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Neusiedl bis Pottendorf. Mechitaristen, Wien 1832, S. 231 (Peisching (Ober- und Unter-) in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- Peisching in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
