Pelethronios

From Wikipedia, the free encyclopedia

Pelethronios ist in der griechischen Mythologie eine heroische Gestalt des sagenhaften Volksstamms der Lapithen. Hauptquelle ist Servius’ Kommentar zu Vergils Georgica.

Name

Der Name kommt vom griechischen Πελεθρόνιος, Pelethrónios, lateinisch und deutsch mit gleicher Betonung auch Pelethrónius. Hinter dem Namen verbirgt sich Πελεθρόνιον, Pelethrónion, eine Gegend des thessalischen Pelion-Gebirges. Der erste Bestandteil des Namens Πελε-, Pele-, verweist also auf das Pelion, der zweite möglicherweise auf θρόνα, thróna, Blumen[1], insgesamt also ein Name für eine blumen- oder auch kräuterreiche Gegend im Pelion. Römische Poeten[2] nannten dann die dort lebenden Lapithen Πελεθρόνιοι, Pelethronier und erfanden für sie noch den eponymen Helden Pelethronios.[3] Er ist also das personifizierte blumige Pelion, eigentlich ein unpassender Name für einen Lapithen, da er der heroischen Dimension ermangelt.

Mythos

Pelethronios wird von den antiken Autoren mit weiteren Komponenten ausgestattet: Es gebe nicht nur die Gegend oder eine Höhle gleichen Namens, sondern auch eine Stadt Pelethronion und er sei ein König der Lapithen gewesen.[4] Er habe den Pferdezaum und die Pferdedecke erfunden.[5] Insgesamt lässt sich zusammenfassen: er ist „wahrscheinlich eine spätere Fiktion alexandrinischer oder römischer Dichter, zugleich Eponymos des Pelethronion am Pelion.“[6] Als solcher bleibt er ein blasser Heros ohne Profil und ohne eine eigene Handlungs-Erzählung.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI