Pelzschaf
Schafrassen für die Pelzverarbeitung
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Pelzschaf ist die Bezeichnung für Schafrassen, deren Felle in besonderem Maß der Pelzverarbeitung zugeführt werden. Die meisten Häute werden von der Lederindustrie genutzt.[1]
Zunächst wird zwischen zwei großen Gruppen unterschieden, den Haarschafen und den Wollschafen. Das Kleid der Haarschafe ist kurz mit groben Grannenhaaren, der Haarwechsel erfolgt im Frühjahr und Herbst. Bei den Wollschafen ist der Anteil der Flaumhaare größer, auch erfolgt kein jahreszeitlicher Wechsel.[1]
Unterschieden werden gelockte, moirierte, geflammte und glatthaarige Schaffelle.[1]
Von den Pelzschafen wird zu einem großen Teil das Fell der wenige Stunden oder Tage alten Lämmer dem Rauchwarenhandel, dem Handel mit Pelzfellen, zugeführt.[1] Mit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts neuentwickelten Veredlungsmethoden werden heute, gegenüber früher, mehr Felle ausgewachsener Tiere für die Fellverarbeitung verwendet als Jungtierfelle. Hauptverwendungszweck für die sämtlich als „Lammfelle“ gehandelten Lamm- und Schaffelle sind Pelzvelours- und Nappapelze sowie Velourslammfelle, beispielsweise für Autositze, Bettvorleger, für Kleinkinderwagen als Unterlagen oder Schlafsäcke.