Pesma za Evroviziju

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Die Pesma za Evroviziju ist ein Musikwettbewerb in Serbien, das als nationaler Vorentscheid für Serbiens Vertreter beim Eurovision Song Contest dient.

TitelPesma za Evroviziju
ProduktionslandSerbien
OriginalspracheSerbisch
GenreMusikshow
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Fernsehsendung
Titel Pesma za Evroviziju
Produktionsland Serbien
Originalsprache Serbisch
Genre Musikshow
Ausstrahlungs­turnus 2022-
Produktions­unternehmen Radio-Televizija Srbije
Premiere 3. März 2022 auf RTS
Moderation Dragana Kosjerina, Kristina Radenković, Stefan Popović
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Geschichte

Im Oktober 2021 vermeldete RTS, der für die Wahl des serbischen Vertreters zum Eurovision Song Contest zuständig ist, dass man einen neuen Wettbewerb als Auswahlmethode einführen werde. Dem vorangegangen war ein Streit zwischen dem Produktionsunternehmen Beoton und RTS. Beoton war zuvor als Lizenzinhaber des Musikfestivals Beovizija, das seit 2007 als serbischer Vorentscheid für den ESC diente, am Auswahlverfahren beteiligt. Im Oktober 2021 untersagte Beoton dem Sender RTS die weitere Organisation und Ausstrahlung der Beovizija. RTS entschied sich infolgedessen, einen eigenen Wettbewerb zu organisieren.[1] Obwohl Beoton ankündigte, die Beovizija als eigenständiges Festival weiterhin zu organisieren, wurden diese Pläne verworfen.

Modus

Künstler aus Serbien haben jedes Jahr in der Regel ab August bis kurz vor Jahresende die Gelegenheit, in einem von RTS organisierten öffentlichen Ausschreibungsverfahren Lieder einzusenden. Als Regeln wurden weitestgehend die Regeln der Beovizija übernommen: Künstler müssen aus Serbien stammen, während für die Herkunft der Autorenteams keine Einschränkungen gelten. Bei den ersten beiden Ausgaben war vorgeschrieben, dass die Lieder in Gänze in einer der offiziellen Amtssprachen Serbiens verfasst sein müssen.[2] Nachdem diese Regel allerdings weniger streng ausgelegt wurde, entschied man sich, die Regeln anzupassen und ab 2024 auch weitere Sprachen zuzulassen - unter der Voraussetzung, dass der Großteil des Lieds in einer offiziellen Amtssprache geschrieben ist. Aus den eingereichten Liedern wählt die Musikredaktion die Teilnehmer des Wettbewerbs aus.

Vor dem Finale finden zwei Vorrunden statt. In den beiden Halbfinals qualifizieren sich jeweils gleich viele Teilnehmer für das Finale. Eine Mischung aus Publikums- und Jurystimmen bestimmt in gleichwertiger Gewichtung über den Sieger.

Sieger

Weitere Informationen Jahr, Interpret ...
Jahr Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung
(Inoffiziell)
Punktzahl
Punkte
Jury
Punkte
Televoting
Punkte
Gesamt
2022 Konstrakta In corpore sano
M: Ana Đurić, Milovan Bošković; T: Ana Đurić
Serbisch, Latein In einem gesunden Körper 12 12 24
2023 Luke Black Samo mi se spava
M/T: Luke Black
Serbisch, Englisch Ich will nur noch schlafen 10 10 20
2024 Teya Dora Ramonda
M: Teodora Pavlovska, Luka Jovanović; T: Teodora Pavlovska, Andrijano Kadović Ajzi
Serbisch Nathalia-Felsenteller 12 10 22
2025 Princ Mila
M/T: Dušan Bačić
Serbisch Liebling 10 8 18
2026 Lavina Kraj mene
M/T: Lavina, Ivana Jegdić
Serbisch Neben mir 12 12 24
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OGAE Serbien

OGAE-Serbien-Preis 2026

OGAE Serbien, der offizielle Eurovision-Fanclub in Serbien, verleiht jedes Jahr seinen Preis für das beste Lied nach der Bewertung der Vereinsmitglieder. Die Mitglieder stimmen für ihr Lieblingslied und ihren Lieblingsauftritt beim Festival Pesma za Evroviziju ab.

Der Preis wird dem Interpreten unmittelbar nach Abschluss des nationalen Finales auf Grundlage der Gesamtpunktzahl der Vereinsmitglieder verliehen.

Diese Abstimmung dient zugleich als Auswahl des serbischen Vertreters für den OGAE Second Chance Contest.[3]

Weitere Informationen Jahr, Interpret ...
OGAE-Serbien-Preis nach Ausgaben
Jahr Interpret Lied Platz bei PZE Referenzen
2022 Konstrakta In corpore sano 1. Platz [4]
2023 Luke Black Samo mi se spava 1. Platz [5]
2024 Konstrakta Novo, bolje 4. Platz [6]
2025 Harem Girls Aladin 2. Platz [7]
2026 Zejna Jugoslavija 2. Platz [8]
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Kontroversen

2022 wurde im Vorfeld des Wettbewerbs der Beitrag der Favoritin Breskvica von internationalen Fans und von der Öffentlichkeit in den benachbarten Balkanstaaten stark kritisiert. Laut Kritikern handelte es sich um einen nationalistischen Text, der den Kosovo-Mythos beschwöre und nationalistische Ressentiments schüre. RTS wies die Forderungen nach einer Disqualifikation zurück. Breskvica selbst zeigte sich überrascht von der Kritik. Nachdem das Lied beim Wettbewerb zwar die Publikumsabstimmung gewonnen hatte, unterlag es dem Beitrag von Teya Dora, der die Maximalanzahl an Punkten der Jury erhielt. Infolgedessen gab es in der serbischen Öffentlichkeit starke Kritik am Abstimmungsverfahren. Die Jury-Mitglieder, die dem Beitrag von Breskvica 0 Punkte gaben, erhielten Todesdrohungen. Teile der nationalistischen Öffentlichkeit meldeten Proteste vor dem Gebäude des serbischen Rundfunks an, zu denen jedoch nur eine geringe Anzahl an Demonstranten erschien.[9]

2025 nutzten mehrere Künstler den Wettbewerb, um sich öffentlich mit den Studentenprotesten in Serbien zu solidarisieren. Im August 2025 wurde die Produzentin des Wettbewerbs Olivera Kovačević von ihrer Position entlassen, da sie laut offizieller Begründung die Politisierung des Wettbewerbs nicht verhinderte.[10]

Galerie der Gewinner

Siehe auch

Commons: Pesma za Evroviziju – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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