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Peter Castell

* 1725, Arzt aus Danzig, Schüler von Albrecht von Haller From Wikipedia, the free encyclopedia

Peter Castell (* 3. Mai 1724 in Danzig, Polen-Litauen; † 20. Februar 1799 ebenda) war ein Danziger Arzt.

Leben

Peter Castell war ein Sohn des Peter Castell (1685–1735) und der Anna Virginia van Heemskerck (1686–1764). Die Großväter stammten aus Nürnberg bzw. Amsterdam. Seine Geschwister waren der Zwillingsbruder Theodor († 1781), Luiza Virginia (1720–1751), Adelgunda Elisabeth (* 1725) und Reiner (* 1727). Im September 1740 wurde Castell in die Secunda des Akademischen Gymnasiums aufgenommen. Im Juli 1746 immatrikulierte er sich für das Medizinstudium an der Universität Leiden, im September 1747 in Jena und im September 1748 in Göttingen.[1]

Castell war Schüler Albrecht von Hallers und wurde 1752 promoviert. Seine Dissertation De Morbis Colli wurde 1753 gedruckt. Im selben Jahr veröffentlichte er mit Haller und Georg Ernst Remus die Schriften Aneurysma carotidis und Scirrhus musculi mastoidei … Vier Jahre später ließ er sich in Danzig als Arzt nieder.[1]

Castell heiratete 1765 Johanna Henrietta Breyne (1714–20. April 1797). Sie war die Tochter des Botanikers Johann Philipp Breyne und hatte mit ihren Schwestern Anna Renata und Constantia Philippina (1719–1756) Veröffentlichungen ihres Vaters illustriert. Ihr werden 76 Illustrationen zugeschrieben, weitere Werke sind unsigniert.[2] Breyne brachte ihr Elternhaus in der Langgasse in die Ehe ein. Castell ließ 1765 die Sammlungen und die Bibliothek seines Schwiegervaters versteigern. Das Bräynische Münzcabinet von alten raren griechischen und römischen Münzen in Gold, Silber, Erzt… und ein Teil der Bibliothek wurde von der Zarin Katharina der Großen erworben. Einen Teil der Büchersammlung kaufte der Pfarrer Duisburg von St. Elisabethen, der sie 1798 an die Herzogliche Bibliothek in Gotha weiterverkaufte. Diese wird heute mit Nachlässen der Familie von der Forschungsbibliothek Gotha aufbewahrt.[2][1]

Zum späteren Besitz gehörte auch ein Haus in der Großen Lavendelgasse. Castell und seine Frau wurden im Familiengrab Breyne in St. Marien beigesetzt, die Grabplatte (Nr. 395) ist noch erhalten.[2][1]

Widmungsgedichte

  • Castell und aus Danzig stammende, in Göttingen studierende Kommilitonen, ließen 1750 ein Gedicht drucken, mit dem sie Friedrich Wilhelm Kraft zum Amtsantritt als Pfarrer an St. Marien in Danzig drucken.
  • Georg Remus veröffentlichte 1751 in Göttingen eine Ode an Herrn Peter Castell der Arzneykunst Doctoranden über das frühzeitige Absterben Seiner Jungfer Schwester Louisa Virginia Castell.
  • Castell ließ Die würdige Erhebung … Herrn Georg Ernst Remus aus Danzig zum Doctor der Arzneykunst … Göttingen den 26. Julii 1752 drucken.
  • Johann Uphagen und andere Studienfreunde gaben 1753 unter dem Titel Die feyerliche Erhebung des Hochedlegebohren und Hocherfahrnen Herrn Peter Castell aus Danzig zum Doktor der Arzneykunst besingen voll Freunden die aufrichtigsten Freunde eine Reihe von Glückwunschgedichten, anlässlich der Promotion Castells in den Druck.[1]

Literatur

  • Deutsches Biographisches Archiv I. 183, 16.
  • A. Sobecka: Drawings by the Breyne sisters as an unknown part of the eighteenth century collection of a Gdansk family of scholars. In: Collections. Development, History, Lost Heritage. Danzig Gdansk. 2020. S. 259–273.

Belege

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