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Petit Palais (Genf)

Museum in Genf (Schweiz) From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Musée d’art moderne, Petit Palais in Genf in der Schweiz ist ein privates Museum, das impressionistische und postimpressionistische Werke von Malerei und Skulptur sowie eine reiche Sammlung von Zeichnungen beherbergt. Das 1968 eröffnete Museum ist seit 2000[1] geschlossen, aber die Werke werden vom Verein Les amis du Petit Palais («Die Freunde des Petit Palais») anderen Museen für Wechselausstellungen ausgeliehen.

Schnelle Fakten Daten ...
Musée d’art moderne, Petit Palais

Statuen am Eingang des Petit Palais in Genf
Daten
Ort Genf Welt-Icon
Art
Kunstmuseum
Architekt Samuel Darier[1]
Eröffnung 18. November 1968
Schließung 2000[1]
Besucheranzahl (jährlich) 25.000 bis 30.000 (1995)[2]
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Der Petit Palais in Genf (2012)

Geschichte

Der in Tunesien geborene Schweizer Industrielle Oscar Ghez (1905–1998) gründete das Museum 1968 und nutzte die Räume eines privaten Palais, um seine Sammlungen moderner Kunst auszustellen. Alle grossen künstlerischen Strömungen, die zwischen 1870 und 1930 entstanden, sind vertreten, darunter Impressionismus, Neoimpressionismus, die Künstlergruppe Nabis, Fauvismus, Kubismus und die École de Paris.[3][4]

Nach dem Tod des Gründers wurde das Museum geschlossen und seine Verwaltung ging in die Hände seines Neffen über, der es bis 2005 leitete[2] und den Verein Les amis du Petit Palais gründete. Dieser ist weiterhin präsent und betätigt sich darin, Gemälde an Museen im In- und Ausland, die Wechselausstellungen einrichten wollen, zu verleihen.

Architektur

Der Petit Palais, in dem sich die Sammlungen des Museums befinden, wurde 1862 vom Genfer Architekten Samuel Darier im Stil des Second-Empire errichtet.[5][1][2] Die prächtig verzierte Hauptfassade des zweistöckigen Gebäudes war zur Altstadt gerichtet.

1967 liess der Eigentümer das Gebäude von zwei auf sechs Stockwerke erweitern, von denen drei unterirdisch sind. Die Ausgrabungsarbeiten brachten Teile der alte Stadtmauer ans Licht. Alle Stockwerke werden vom Museum genutzt, das dritte Kellergeschoss als Lagerraum.

Auswahl von Künstlern und Werken aus der Sammlung

Literatur

  • Maïthé Vallès-Bled: Chefs-d’oeuvre de la collection Oscar Ghez: Musée du Petit Palais de Genève. Ausstellungskatalog Musée de Lodève. Etudes et Communications Editions, Le Vigan 2007, ISBN 978-2-911722-46-2.
  • Rainer Budde (Hrsg.): Bildwelten des Impressionismus: Meisterwerke aus der Sammlung des Petit Palais in Genf. Ausstellungskatalog. Wallraf-Richartz-Museum, Köln 1994, ISBN 3-363-00628-4.
  • Manfred Fath (Hrsg.): Vom Licht zur Form: Schätze französischer Malerei aus dem Petit Palais Genf. Ausstellungskatalog. Städtische Kunsthalle Mannheim, Prestel, München 1997, ISBN 3-7913-1841-1
  • Christian Rathke: Friedrich Karl Gotsch: Gemälde aus der Sammlung des Petit Palais Genf. Ausstellung Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schleswig 1984.
  • Pierre-Nicolas Sainte-Fare-Garnot (Hrsg.): De Caillebotte à Picasso: chefs-d’oeuvre de la collection Oscar Ghez, Musée du Petit Palais de Genève. Ausstellungskatalog. Musée Jacquemart-André, Paris, Institut de France, Association des Amis du Musée du Petit Palais de Genève, Genf 2002, ISBN 2-9518911-0-5.
  • Erik Stephan (Hrsg.): Von Manet bis Renoir, Schätze französischer Malerei aus dem Petit Palais, Genf. Ausstellungskatalog. Städtische Museen Jena, Jena 2008, ISBN 978-3-930128-95-2.
  • Erik Stephan (Hrsg.): Von Renoir bis Picasso: Künstler der École de Paris; Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung des Petit Palais, Genf. Ausstellungskatalog. Städtische Museen Jena. JenaKultur, Jena 2011, ISBN 978-3-942176-07-1.
Commons: Musée d’art moderne, Petit Palais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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