Petr Macinka

tschechischer Manager und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Petr Macinka (* 18. August 1978 in Hodonín, Tschechoslowakei) ist ein tschechischer Politiker. Seit dem Jahr 2022 ist er Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei Motoristé (Motoristen). Seit Dezember 2025 ist er Außenminister Tschechiens in der Regierung Andrej Babiš III.

Petr Macinka (2026)

Studium und Beruf

Macinka wurde im Jahr 1978 in Hodonín geboren, wuchs in Velké Bílovice auf, und ging in Břeclav zur Schule.[1] Nach seinem Abitur vermied er den Wehrdienst.[2]

Von 2007 bis 2013 studierte er Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der privaten CEVRO-Universität in Prag[1] und schloss sein Studium mit einem Diplom ab[3].

Ab 2013 arbeitete er am Václav-Klaus-Institut und war bis Oktober 2025 dessen Sprecher.[1][4][5]

Politik

Im Jahr 2022 war er kurzzeitig Mitglied der Rechtspartei Trikolora.[6] Im Mai 2022 trat er der Strana nezávislosti České republiky bei, benannte die Partei um in Motoristé sobě, und wurde ihr Vorsitzender.[7]

Seit Dezember 2025 ist er Außenminister sowie kommissarischer Umweltminister Tschechiens in der Regierung Andrej Babiš III.[8]

Nachdem Staatspräsident Petr Pavel den als Umweltminister vorgeschlagenen Filip Turek von der Partei Motoristé sobě nicht akzeptierte[9], wurde Macinka neben dem Außenministeramt vorläufig mit dem Amt des Umweltministers betraut.[10] Ende Januar 2026 veröffentlichte Pavel Textnachrichten, in denen Macinka ihn dazu drängte, Turek zum Umweltminister zu ernennen. Pavel interpretierte die Nachrichten als versuchte Erpressung.[11][12] Dies führte am darauffolgenden Wochenende zu Protesten in Prag.[13] Nach Pavels Weigerung der Ernennung Tureks zweifelte Macinka zudem die Neutralität des tschechischen Verfassungsgerichts an.[14]

Positionen

Macinka ist wie sein politischer Mentor Václav Klaus ein Klimawandelleugner. Am Tag seines Amtsantritts verkündete er, mit dem heutigen Tag sei die Klimakrise beendet.[15] Die Umweltorganisation Hnutí Duha bezeichnete er als terroristische Organisation.[16] Das Verbrennerverbot nannte er eine „industrielle Selbstzerstörung“.[17]

Macinka sprach sich für eine starke Solidarität mit Israel und eine Verlegung der tschechischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem aus.[18]

Privatleben

Macinka ist verheiratet und hat zwei Kinder mit seiner Frau Monika.[1]

Commons: Petr Macinka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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