Phyllotymolinum crosnieri
Art der Gattung Phyllotymolinum
From Wikipedia, the free encyclopedia
Phyllotymolinum crosnieri ist eine vor Neukaledonien beheimate Art der Krabben und einziger Vertreter der Gattung Phyllotymolinum. Sie wurde in Tiefen zwischen 205 und 370 m nachgewiesen. Der Gattungsname leitet sich von den blattartigen Exopoditen der Schreitbeine, der Artname von Alain Crosnier, einem der Hauptorganisatoren des Tiefsee-Programms MUSORSTOM ab.[1]
| Phyllotymolinum crosnieri | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Phyllotymolinum crosnieri | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Phyllotymolinum | ||||||||||||
| Tavares, 1993 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Phyllotymolinum crosnieri | ||||||||||||
| Tavares, 1993 |
Merkmale
Der männliche Holotyp ist 5,7 × 6,9 mm groß. Der Carapax ist nahezu rund und glatt. Die einzigen Projektionen sind die hepatische und die vorn-seitliche. Die Übergänge zwischen der Rückenfläche des Carapax und den Seiten sind recht deutlich. Die Stirn ist etwa dreieckig und endet mit einem spitzen Vorsprung. Die Stirn-Augenhöhlenbreite ist mehr als halb so breit wie der Carapax. Die Augenhöhlen sind ziemlich tief, ihr oberer und unterer Rand gut abgesetzt. Die Augenstiele sind kurz und mobil und quer zur Körperachse angeordnet. Die Antennen sind kräftig, insbesondere das zweite und dritte, markisenförmige Segment. Das Endostom ist sehr kurz.[1]
Der Exopodit des dritten Maxillipeden trägt eine Geißel, sein Distalende ist gerade. Die Palpe artikuliert mit dem vorderen Außenwinkel des Merus, sein zweites und drittes Glied sind dorsoventral komprimiert. Die thorakalen Sterniten 6 und 7 sind bei beiden Geschlechtern verschmolzen. Das Pleon ist bei Weibchen im Bereich des sechsten bis siebten Somiten stark vergrößert. Pleopoden sind bei Weibchen an den Somiten zwei bis fünf ausgebildet. Die Exopoditen der Schreitbeine sind relativ stark vergrößert, blattförmig und setzen an der Bauchseite der Bauchsegmente an. Das Pleon der Männchen besteht aus sieben Somiten.[1]