Phyllotymolinidae

Familie der Ordnung Zehnfußkrebse From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Phyllotymolinidae sind eine Familie ursprünglicher Krabben (Brachyura) innerhalb der Überfamilie Cyclodorippoidea mit vier Arten in drei Gattungen.[1] Sie kommen freilebend in Tiefen zwischen 60 und 300 Metern vor.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Phyllotymolinidae

Art aus der Familie Phyllotymolinidae

Systematik
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Cyclodorippoidea
Familie: Phyllotymolinidae
Wissenschaftlicher Name
Phyllotymolinidae
Tavares, 1998
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Merkmale

Der Carapax ist rundlich bis etwa fünfeckig. Vorderer und hinterer Seitenrand sind abgesetzt, Augenhöhlen vorhanden. Die Mundhöhle ist quadratisch, die Kanten nicht erhaben und ohne Leisten. Sie wird von den rechteckigen bis dreieckigen dritten Maxillipeden bedeckt. Der Palpus setzt seitlich am Merus an und ist deutlich von außen zu sehen. Der Exopodit reicht bis an die untere Kante des Merus und trägt üblicherweise eine Geißel (Flagellum). Basis und Ischium der Scherenbeine und der Schreitbeine sind nicht verschmolzen, sondern beweglich. Die beiden vorderen Schreitbeinpaare P2 und P3 sind lang und dünn, die beiden hinteren stark zurückgebildet und weit rückenseitig positioniert. Sie besitzen ein Greiforgan zum Tragen von Objekten.[1]

Das thorakale Sternum ist relativ breit und alle Nähte zwischen den Somiten innenseitig unterbrochen. Das siebte und achte Sternit sind bei Männchen gegenüber den vorderen deutlich nach oben gebogen, was mit der Position der beiden letzten Schreitbeine korreliert. Die Sternopleonalhöhle ist relativ lang und reicht von den Sterniten S5 bis S8, ist aber relativ flach und wenig abgegrenzt. Der Haltemechanismus für das Pleon ist als Blocksystem ausgebildet. Die Spermathecae sind paarig, schlitzförmig und liegen auf Höhe der Geschlechtsöffnungen (Gonoporen). Eindellungen zwischen Sternum und Coxae fehlen. Das Pleon besteht aus sieben freien Somiten. Die Pleon-Somiten 1, 2 und zum Teil auch 3 sind von der Rückenseite aus sichtbar. Uropoden fehlen vollständig.[1]

Systematik

Zur Familie gehören vier Arten in drei Gattungen:[3]

Lonchodactylus messingi kommt bei den Bahamas vor, Genkaia keijii vor der Nordostküste Kyūshūs, die beiden übrigen Arten vor Neukaledonien.[2]

Einzelnachweise

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