Pierre-Gilles de Gennes

französischer Physiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Pierre-Gilles de Gennes (* 24. Oktober 1932 in Paris; † 18. Mai 2007 in Orsay) war ein französischer Physiker, der 1991 den Nobelpreis für Physik erhielt. Er forschte über Supraleiter und weiche Materie (Flüssigkristalle und Polymerphysik).

Pierre-Gilles de Gennes (2006)

Leben

Pierre-Gilles de Gennes graduierte 1955 an der École normale supérieure. Anschließend war er bis 1959 Forschungsingenieur am Zentrum für Atomenergie (Saclay) (CEA2), wo er sich vorwiegend mit Neutronenstreuung und mit Magnetismus beschäftigte. 1957 wurde er promoviert. 1959 folgte ein Forschungsaufenthalt bei dem Festkörperphysiker Charles Kittel an der University of California, Berkeley.

Nach einem 27-monatigen Militärdienst bei der Französischen Marine wurde er 1961 Assistenzprofessor in Orsay. Dort beschäftigte er sich zunächst mit Supraleitern. Um 1968 wechselte er auf das Gebiet der Flüssigkristalle. 1971 wurde er Professor am Collège de France. Er war auch Honorarprofessor am Collège de France.

Werk

Ein bleibendes Verdienst ist die Formulierung von Skalengesetzen für komplexe Systeme wie Polymerlösungen oder -schmelzen auf der Grundlage von der in den Ingenieurwissenschaften gängigen Dimensionsanalyse sowie grundlegende Arbeiten zum Reptationsmodell für die Dynamik verschlaufter Polymere.[1]

Er wandte sich auch Fragen der Polymerphysik zu. In jüngerer Zeit kamen als neue Interessensschwerpunkte insbesondere Grenzflächenphänomene sowie die Dynamik granularer Materie hinzu.

Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Schriften

Literatur

  • Armand Ajdari: Pierre-Gilles de Gennes (1932 – 2007). Nachruf in: Science, Band 317 vom 27. Juli 2007, S. 466 (auf Englisch)
Commons: Pierre-Gilles de Gennes – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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