Pierre-Joseph Alary

französischer Geistlicher, Literat From Wikipedia, the free encyclopedia

Pierre-Joseph Alary (* 19. März 1689 in Paris; † 15. Dezember 1770) war ein französischer Geistlicher, Philosoph und Literat.

Pierre-Joseph Alary. Gemälde von Claude Pougin de Saint-Aubin (1730–1783).[1]

Leben und Wirken

Pierre-Joseph Alary war der Sohn des Apothekers Barthélémy Alary,[2] (maistre apoticaire) aus Grasse in der Provence, bevor jener sich in Paris in der Nähe vom Pont Saint-Michel niederließ.[3][4]

Louis Du Four de Longuerue, auch Abbé de Longuerue (1652–1733) genannt, förderte und unterrichtete Pierre-Joseph Alary in seiner Jugend. Obgleich ein engagierter Schüler und Student, warf man ihm eine Beteiligung an der Conspiration de Cellamare vor.[5][6] Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans erlaubte ihm aber, sich gegen die Vorwürfe selbst zu verteidigen.

Später wurde er Prior von Gournay-sur-Marne und sous-précepteur von Ludwig XV., ein (Unter-)Adelserzieher oder Hofmeister des Königs. Er wurde in dieser Position von André-Hercule de Fleury protegiert. Alary frequentierte den Salon von Madame de Lambert.

Am 30. September 1723 wurde er in die Académie française gewählt, deren Vorsitz er von Jean-Antoine de Mesmes (1661–1723) übernahm.[7]

Im Jahre 1724 gründete Abbé Alary zusammen mit Charles Irénée Castel de Saint-Pierre den Club de l’Entresol,[8] einen Gesprächskreis nach englischem Vorbild, der bis 1731 zusammentraf. Hier konnten sich samstäglich bis zu zwanzig Teilnehmer in freier Diskussion über politische, philosophische und wirtschaftlichen Fragen austauschen.

Werke (Auswahl)

  • Mémoires secrets. Vol. 5, p. 200, 18 décembre 1770 (1784)

Literatur

  • Nicolas Clément: L’abbé Alary: 1690–1770. Un homme d’influence au XVIIIe. H. Champion, Paris 2002.
  • Biographie universelle, ancienne et moderne, ouvrage rédigé par une société de gens de lettres. Vol. 1, Chez Michaud Frères, Imprin.-Libraires, Paris 1811, S. 382–383.

Einzelnachweise

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