Piräus (U-Bahn-Station)
U-Bahnhof in Athen, Griechenland
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Piräus (griechisch Πειραιάς) ist ein U-Bahnhof sowie Umsteigebahnhof zwischen den Linien 1 und 3 der Athener Metro. Die Station der Linie 1 ist der südliche Endbahnhof dieser Linie, die ursprünglich von der Gesellschaft Σιδηρόδρομος Αθηνών-Πειραιώς (Eisenbahn Athen-Piräus) betrieben und 1869 eröffnet wurde.[1] Das Bahnhofsgebäude befindet sich unmittelbar neben dem Hafen von Piräus. Im U-Bahnhof ist zudem das Museum der Elektrischen Eisenbahnen von Piräus untergebracht, das sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Postamts befindet.[2]
| Piräus | |
|---|---|
| U-Bahnhof in Piräus | |
Station Piräus der Linie 1 | |
| Basisdaten | |
| Eröffnet | 27. Februar 1869 (Linie 1) 10. Oktober 2022 (Linke 3) |
| Neugestaltet | 30. Juni 1928 (Linie 1) |
| Gleise (Bahnsteig) | 2 + 2 |
| Koordinaten | 37° 56′ 53″ N, 23° 38′ 33″ O |
| Nutzung | |
| Linie(n) | |
| Umstiegsmöglichkeiten | |
Unmittelbar nördlich des U-Bahnhofs befindet sich der gleichnamige Bahnhof der griechischen Eisenbahngesellschaft. Dieser bietet Umsteigemöglichkeiten zu den Linien A1 und A4 der S-Bahn.
Geschichte
Der ursprüngliche Bahnhof Piräus wurde am 27. Februar 1869 als Endbahnhof der Eisenbahn Athen–Piräus eröffnet, der ersten Eisenbahnlinie Griechenlands. Diese bildete den ersten Abschnitt der späteren Linie 1 der Athener Metro. Der Bahnhof wurde in den Jahren 1926 bis 1928 nach Entwürfen des Bauingenieurs Miltiadis Axelos und des Architekten Ioannis Axelos vollständig neu errichtet.[3] Das heutige neoklassizistische Gebäude wurde am 30. Juni 1928 eingeweiht. Seine gegenwärtige Gestalt geht auf den Dezember 2000 zurück, als im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden. Der Bahnhof war damals die erste Station der Linie 1, die renoviert wurde, und steht unter Denkmalschutz.[4]
Im Jahr 2004 begannen die ersten Studien zur Verlängerung der Linie 3 nach Piräus. 2012 wurde mit dem Bau der unterirdischen Station Piräus begonnen, gemeinsam mit den übrigen Stationen der Verlängerung der Linie 3 sowie dem zugehörigen Tunnel, dessen Vortrieb mittels einer Tunnelbohrmaschine erfolgte.[5]
Die Fertigstellung der Station Piräus der Linie 3 verzögerte sich um mehrere Jahre. Ursachen waren zahlreiche archäologische Funde entlang der gesamten Verlängerungsstrecke, die Notwendigkeit einer neuen Studie für den Küstenbereich, nachdem sich die ursprüngliche geologische Untersuchung aufgrund der Nähe zum Meer als unzureichend erwiesen hatte, sowie umfangreiche Abdichtungsarbeiten gegen eindringendes Meerwasser. Darüber hinaus musste der Auftrieb des Grundwassers bewältigt werden.[6] Hinzu kamen eine viermonatige Unterbrechung der Bauarbeiten infolge der im Jahr 2015 verhängten Kapitalverkehrskontrollen sowie der Fund von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.[7]
Weitere Verzögerungen entstanden in der Endphase der Bauarbeiten durch den unerwarteten Ausbruch der COVID-19-Pandemie Anfang 2020,[8] insbesondere aufgrund strenger Mobilitätsbeschränkungen sowie Schwierigkeiten bei Beschaffung und Transport der erforderlichen Baustoffe. Zudem wurde die Station wegen eines unterirdischen Flusses unter der benachbarten Kononos-Straße um 7,5 Meter weiter südlich als ursprünglich geplant errichtet.
Am 10. Oktober 2022 wurde die unterirdische Station der Linie 3 eingeweiht. Zeitgleich wurden auch die Stationen Maniatika und Dimotiko Theatro derselben Verlängerung eröffnet.[9]
Beschreibung

Die neoklassizistische Station der Linie 1 ist mit einer gewölbten Stahldachkonstruktion überdeckt und besitzt zwei stumpf endende Gleise für die Ankunft und Abfahrt der Züge, einen Mittelbahnsteig sowie zwei Seitenbahnsteige. Die beiden Seitenbahnsteige dienen dem Ausstieg der Fahrgäste, während der Mittelbahnsteig für den Einstieg vorgesehen ist. Während der Hauptverkehrszeiten enden einige Züge zusätzlich auf einem dritten Nebengleis, das sich hinter einer Reihe Arkaden am rechten Ende des Bahnhofs befindet.
Der Bahnhof verfügt außerdem über ein Betriebswerk und Abstellgleise für Züge. In der Station Piräus befindet sich zudem das Museum der Elektrischen Eisenbahnen, das seit November 2005 in Betrieb ist. Unmittelbar neben dem Ausgang des neoklassizistischen Empfangsgebäudes der Linie 1 an der Odissou-Platzanlage befindet sich der Zugang mit Rolltreppen zur unterirdischen Station der Linie 3.
Galerie
- Ausgangsbereich
- Station der Linie 1
- Nebengleis
- Zugang zur Station der Linie 3


