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Plymouth Post Office Building

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Als Plymouth Post Office Building ist seit 1986 das Postamt des United States Postal Service (bis 1971 United States Post Office Department) in Plymouth, Massachusetts, im National Register of Historic Places eingetragen.

Schnelle Fakten National Register of Historic Places ...
Plymouth Post Office Building
National Register of Historic Places
Das Gebäude im Jahr 2007
Das Gebäude im Jahr 2007

Das Gebäude im Jahr 2007

Plymouth Post Office Building (Massachusetts)
Plymouth Post Office Building (Massachusetts)
Lage Plymouth, Massachusetts, Vereinigte Staaten
Koordinaten 41° 57′ 20,7″ N, 70° 39′ 49,1″ W
Erbaut1913–1914
BaustilGeorgian Revival
NRHP-Nummer86002926
Ins NRHP aufgenommen 23. Oktober 1986
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Beschreibung

Das Postamt von Plymouth ist ein Gebäude im Stil des Georgian Revival und befindet sich am südlichen Ende des zentralen Geschäftsviertels von Plymouth, zwei Häuserblocks westlich der Cape Cod Bay. Das Postgebäude ist ein freistehender Mauerwerksbau. Es besteht aus einem zweigeschossigen Mitteltrakt, der an seiner Nord- und Südseite von symmetrischen eingeschossigen Seitenflügeln flankiert wird, sowie einem eingeschossigen Postsortierflügel. Das Gebäude ist aus rotem Backstein im flämischen Verband errichtet. Fenster und Türen befinden sich in rechteckigen Öffnungen mit flachen Segmentbögen aus präzise zugeschnittenen Ziegelsteinen. Mit Ausnahme der Treppen an den Haupteingängen (Westseite) und Seiteneingängen (Nordseite), die aus bearbeitetem Granit bestehen, sind sämtliche Zierelemente aus Bedford-Indiana-Kalkstein gefertigt.[1]

Zu den architektonischen Details gehören durchgehend Werksteinverkleidungen am Fundament, dekorative Paneele über den Fenstern, Gesimse zwischen den Geschossen sowie Zahnschnittgesimse an den Attiken des ersten und zweiten Obergeschosses. Die Hauptfassade (Westfassade) ist symmetrisch aufgebaut. Sie besteht aus einem zweigeschossigen Mittelblock, der von eingeschossigen Seitenflügeln flankiert wird. Im Zentrum befindet sich ein flacher Portikus, der sich über sieben Achsen erstreckt und von acht Kalksteinsäulen mit Kapitellen aus Papyrus- und Akanthusmotiven getragen wird. Das Gesims des Portikus ist mit Eierstab- und Zahnschnittornamenten verziert. Die Nordfassade ist asymmetrisch gestaltet. Im westlichsten Fassadenfeld befindet sich ein Eingang mit doppelflügeligen Holztüren, deren Flügel jeweils zwölf Glasscheiben besitzen (diese Türen wurden 1984 eingebaut). Darüber erhebt sich ein Giebel mit einer kleinen Dachgaube. Ein Kalksteingesims trennt den Giebel vom Obergeschoss.[1]

Die Südfassade entspricht in ihrer Gliederung und Kubatur spiegelbildlich der Nordfassade, weist jedoch ein teilweise freiliegendes Kellergeschoss auf sowie jeweils vier Fenster im Erdgeschoss und im Obergeschoss. Die Ostfassade (Rückseite) ist in Gestaltung und Ausführung schlichter und stärker funktional geprägt als die übrigen drei Gebäudeseiten. Der zentrale Gebäudeblock wird von einem geneigten Dach überspannt, das aus Stahlfachwerken besteht, welche eine Stahlbetondecke tragen. Die Dachfläche ist außen mit Schiefer gedeckt. Zur Hauptfassade hin besitzt das Dach drei giebelbekrönte Dachgauben. Aus der Dachmitte erhebt sich eine Laterne in Stahlrahmenbauweise mit Holzverkleidungen, die Pilaster, rundbogige Lüftungsöffnungen und eine kuppelartige Bedachung formen.[2]

Die baulichen Veränderungen am Postamt von Plymouth sind insgesamt sehr geringfügig. Die Eingänge an der Hauptfassade (Westseite) und an der Nordseite wurden in den 1950er- oder 1960er-Jahren durch den Einbau von Aluminium- und Glastüren verändert. Im Jahr 1984 wurden diese wiederum durch die oben beschriebenen neuen Türen ersetzt, deren Gestaltung auf den ursprünglichen Bauzeichnungen beruhte.[2]

Der Innenraum bewahrt auf der Westseite des Erdgeschosses wesentliche architektonisch bedeutende Ausstattungsmerkmale. Dort erstreckt sich die Haupthalle über die gesamte Länge des Gebäudes. Die Halle verfügt über keramische Fliesenböden sowie Wandverkleidungen aus verschiedenen Marmorsorten aus Proctor, Vermont. Ausstattungsdetails wie Schreibpulte und Beschriftungen wurden in New York aus gegossener Bronze gefertigt. Am nördlichen Ende der Halle befindet sich das Büro des Postmeisters. Dieser Raum besitzt vertäfelte Fenstereinfassungen und Türen, Terrazzoböden in den Fluren, verputzte Wände und Decken sowie Wandverkleidungen aus Vermont-Marmor in den Sanitärbereichen.[3]

Historische Bedeutung

Das Gebäude des Postamts von Plymouth wurde in den Jahren 1913–1914 unter der Leitung von Oscar Wenderoth, dem leitenden Architekten des US-Finanzministeriums, errichtet. Als repräsentativer Institutionsbau im Stil der Georgian-Revival-Architektur zeichnet sich das Bauwerk insbesondere durch seine reichhaltigen dekorativen Details im Außen- und Innenbereich aus. Das Gebäude ist typisch für zahlreiche Postämter, die Anfang des 20. Jahrhunderts in kleineren Städten und zentral gelegenen Gemeinden in den gesamten Vereinigten Staaten errichtet wurden. Obwohl Grundriss und Dimensionen des Gebäudes durch die vom Finanzministerium festgelegten bundesstaatlichen Vorgaben bestimmt waren, wurden die Fassaden im Georgian-Revival-Stil sowie die hochwertigen dekorativen Ausstattungsdetails – mit Ausnahme der Beleuchtungskörper – individuell von den Architekten des Ministeriums entworfen. Die Leuchten waren das einzige dekorative Element, das nicht unter der Aufsicht der Bundesarchitekten entstand.[3]

Die Errichtung des Postamts in den 1910er Jahren ist Ausdruck des damals starken Bevölkerungswachstums Plymouths, dessen Einwohnerzahl sich zwischen 1870 und 1915 verdoppelte. Das industrielle Wachstum, getragen von der Expansion bestehender Betriebe und der Einführung neuer Erzeugnisse, bewirkte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Vervierfachung der im Ausland geborenen Bevölkerung der Stadt.[4]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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