Plüschow
Ortsteil von Upahl
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Plüschow ist ein Ortsteil der Gemeinde Upahl im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).
Plüschow Gemeinde Upahl | ||
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| Koordinaten: | 53° 50′ N, 11° 16′ O | |
| Höhe: | 37 m | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2019 | |
| Postleitzahl: | 23936 | |
| Vorwahl: | 03841 | |
Lage in Mecklenburg-Vorpommern
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Schloss Plüschow (1988) | ||
Geografie
Plüschow liegt 9 km südöstlich von Grevesmühlen und ist etwa 17 km von Wismar entfernt. Die hügelige Umgebung wird von zahlreichen Gräben durchzogen, die – als Mühlenbach vereint – zur Stepenitz entwässern.
Im Norden des ehemaligen Gemeindegebiets schließt sich ein waldreiches Endmoränengebiet an, das bis auf 113 m ü. NN ansteigt. Hier, im Everstorfer Forst sowie südlich der Bundesstraße 105 befinden sich bedeutende Megalithgräber.
Geschichte
Die selbstständige Gemeinde Plüschow wurde am 1. Januar 2019 nach Upahl eingemeindet. Die Gemeinde Plüschow wurde zuvor vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen verwaltet. Damals gehörten die Ortsteile Friedrichshagen, Hilgendorf, Meierstorf, Naschendorf und Waldeck zur Gemeinde Plüschow.
Phillip Heinrich von Stenglin ließ das Schloss Plüschow 1763 bauen. Zuletzt war es nach dem Gothaischen Hofkalendern als Hofgut Teil[1] eines Güterkomplexes der Regenten und Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin.
Sehenswürdigkeiten

→ Siehe auch Liste der Baudenkmale in Upahl#Plüschow
- Im Schloss Plüschow, das sich Philipp Heinrich von Stenglin 1763 errichten ließ, ist heute ein Kunstverein angesiedelt ist, der verschiedene kulturelle Veranstaltungen durchführt. Auf dem Gelände entsteht derzeit auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern ein neues Museum für Fotografie und zeitgenössische Kunst – das Ehrhardt Museum, das sich auf den Fotografen Alfred Ehrhardt (1901–1984) bezieht. Sein Sohn Jens Ehrhardt und dessen Frau Elke haben den Architekten und Pritzker-Preisträger Francis Kéré mit der Gestaltung beauftragt.[2]
- Die Dorfkirche Friedrichshagen ist ein backsteingotisches Bauwerk vom 14. oder 15. Jahrhundert. Eine wertvolle Inneneinrichtung mit dem Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert, dem Altar von 1704, der Rokoko-Kanzel aus dem 18. Jahrhundert und der Orgel von 1860 zeichnet die Kirche aus. Sie wird durch die Kirchgemeinde Dambeck-Beidendorf mitverwaltet.
- Gutshaus Hilgendorf: Eingeschossiger, 10-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gegend um Plüschow wird hauptsächlich von der Landwirtschaft bestimmt. Im Ortsteil Naschendorf wird ein Kieswerk betrieben.
Verkehr
Der Haltepunkt Plüschow liegt an der Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen. Die Bundesautobahn 20 teilt das ehemalige Gemeindegebiet in zwei Hälften. Die nächste Anschlussstelle (Grevesmühlen) liegt sechs Kilometer westlich von Plüschow. Die Bundesstraße 105 streift den Norden des ehemaligen Gemeindegebietes.
Literatur
- Sabine Bock: Plüschow. Geschichte und Architektur eines mecklenburgischen Gutes. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2013, ISBN 978-3-940207-60-9 .
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Fürstlichen Häuser (Hofkalender) 1942, Jg. 179, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 70 ff.

