Podgornoje (Kaliningrad, Neman)

Ort im russischen Rajon Neman, Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Podgornoje (russisch Подгорное), zunächst Podgorny, (deutsch Titschken, 1938 bis 1945 Tischken, litauisch Tičkai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Siedlung
Podgornoje
Titschken (Tischken)

Подгорное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Neman
Frühere Namen Tittschen (nach 1785),
Titschken (bis 1938),
Tischken (1938 bis 1946)
Bevölkerung 30 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Höhe des Zentrums 29 m
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40162
Postleitzahl 238702
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 221 000 040
Geographische Lage
Koordinaten 54° 59′ N, 22° 5′ O
Podgornoje (Kaliningrad, Neman) (Europäisches Russland)
Podgornoje (Kaliningrad, Neman) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Podgornoje (Kaliningrad, Neman) (Oblast Kaliningrad)
Podgornoje (Kaliningrad, Neman) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Geographische Lage

Podgornoje liegt acht Kilometer südöstlich der Kreisstadt Neman (Ragnit) östlich der Regionalstraße 27A-033 (ex A198) an der Kommunalstraße 27K-376. Die nächste Bahnstation war Krasnoje Selo (Klapaten/Angerwiese) an der nicht mehr im Personenverkehr betriebenen Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen (russisch: Sowetsk–Nesterow).

Geschichte

Das seinerzeit Titschken genannte Dorf[2] bestand bis 1945 aus verstreuten großen und kleinen Höfen. Am 15. April 1874 wurde der Ort Sitz und damit namensgebend für einen neu errichteten Amtsbezirk[3], der – am 18. April 1939 in „Amtsbezirk Tischken“ umbenannt – bis 1945 bestand und bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Es erhielt 1950 die russische Bezeichnung „Podgorny“ und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Bolschesselski selski Sowet innerhalb des Rajon Sowetsk eingegliedert.[4] Vor 1988 wurde der Ort verlassen.[5] Im Jahr 1997 wurde der Ort als Podgornoje wieder in das Ortsverzeichnis aufgenommen.[6] Von 2008 bis 2016 gehörte der Ort zur städtischen Gemeinde Nemanskoje gorodskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner[7]
1910243
1933234
1939197
200277
201045
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Amtsbezirk Titschken/Tischken (1874–1945)

Zwischen 1874 und 1945 bestand der Amtsbezirk Titschken (ab 1939: Amtsbezirk Tischken) mit anfangs vierzehn, am Ende noch zehn Orten[3]:

Weitere Informationen Name, Änderungsname 1938 bis 1946 ...
NameÄnderungsname
1938 bis 1946
Russischer NameBemerkungen
Dirwonuppen(ab 1935:) AckerbachTuschino
EndruhnenWenderothWspolje1928 nach Tussainen eingegliedert
IckschenBergdorf (Ostpr.)Nikitino
JucknatenFuchshöheMakarowo
Kleiginnen
ab 1913: Kleginnen
Klinnen1928 nach Pellehnen eingegliedert
KlingspornSchurawljowo
Lepalothen, Ksp. RagnitLotenDruschinino
MattischkenKlingspornSchurawljowo
NettschunenDammfeldeTuschino1938 in den Amtsbezirk Raudszen/Rautengrund umgegliedert
PalentienenPalenDubrawino
PellehnenDreidorf (Ostpr.)Schdanki
ScheidischkenScheiden (Ostpr.)Barwenkowo
TitschkenTischkenPodgornoje
TrumpatenPatingen1928 nach Pellehnen eingegliedert
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Kirche

Mit überwiegend evangelischer Bevölkerung war Titschken resp. Tischken war 1945 in das Kirchspiel der Kirche Ragnit (russisch: Neman) eingepfarrt. Diese war Teil der Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Podgornoje im weitläufigen Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen), die zur Propstei Kaliningrad[8] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.

Einzelnachweise

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