Sagorskoje (Kaliningrad, Neman)

Ort in Russland, Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Sagorskoje (russisch Загорское, deutsch Sommerau, litauisch Zaumarai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Siedlung
Sagorskoje
Sommerau

Загорское
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Neman
Frühere Namen Sommerau (bis 1946)
Bevölkerung 33 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Höhe des Zentrums 36 m
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238725
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 221 000 023
Geographische Lage
Koordinaten 54° 56′ N, 21° 58′ O
Sagorskoje (Kaliningrad, Neman) (Europäisches Russland)
Sagorskoje (Kaliningrad, Neman) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Sagorskoje (Kaliningrad, Neman) (Oblast Kaliningrad)
Sagorskoje (Kaliningrad, Neman) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Geographische Lage

Sagorskoje liegt 19 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Neman (Ragnit) an der Kommunalstraße 27K-366, die von der Kommunalstraße 27K-067 von Neman nach Schilino (Szillen) abzweigt und nach Rudakowo (Ruddecken) an der Kommunalstraße 27K-187 zwischen Schilino und Lunino (Lengwethen/Hohensalzburg) führt. Schilino ist die nächste Bahnstation und liegt an der – zurzeit allerdings nicht betriebenen – Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk (Insterburg–Tilsit).

Geschichte

Das bis 1946 Sommerau genannte Dorf[2] war 1785 ein Königliches Domänen-Amt. Das sehr große Gut war noch vor 1945 bestimmend für das wirtschaftliche Leben im Ort und seiner Umgebung. Zwischen 1874 und 1945 war der Gutsbezirk Sommerau namensgebend für einen Amtsbezirk,[3] der bis 1922 Teil des Kreises Ragnit war und danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

In Kriegsfolge wurde das Dorf im Jahre 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen der Sowjetunion zugeordnet. Hier erhielt es 1947 die russische Bezeichnung „Sagorskoje“ und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Schilinski selski Sowet im Rajon Sowetsk eingeordnet.[4] Von 2008 bis 2016 gehörte Sagorskoje zur Landgemeinde Schilinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner[5]
1910134
1933257
1939261
200260
201046
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Amtsbezirk Sommerau (1874–1945)

Der Amtsbezirk Sommerau bestand zwischen 1874 und 1945 und umfasste anfangs zehn, am Ende noch neun Gemeinden[3]:

Weitere Informationen Name, Änderungsname 1938 bis 1946 ...
NameÄnderungsname
1938 bis 1946
Russischer NameBemerkungen
BoykenBoizowo,
dann: Pokrowskoje
Bruiszen,
1936–1938: Bruischen
LindenbruchPuschkino
CzibirbenBirben1928 Umbenennung in „Sommerau“
JurkenSchubino
Kindschen (Kirchspiel Szillen)
Maßwillen
Podszuhnen,
1938–1938: Podschuhnen
Eichenheim
RuddeckenRudakowo
SommerauSagorskoje
Thorunen
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Kirche

Mit seiner mehrheitlich evangelischen Bevölkerung war Sommerau vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Szillen eingepfarrt. Sie war Teil der Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Sagorskoje im weitläufigen Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen), die zur Propstei Kaliningrad[6] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.

Persönlichkeiten

  • Albert von Sperber (1836–1889), Rittergutsbesitzer in Gerskullen, Mitglied des Reichstags und des Preußischen Herrenhauses.
  • Hermann von Sperber (1840–1908), Rittergutsbesitzer, Mitglied des Preußischen Herrenhauses

Einzelnachweise

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