Podílná
Siedlung in Tschechien
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Podílná (deutsch: Halbgebäu) ist eine Ansiedlung der Gemeinde Hazlov (deutsch Haslau) im Okres Cheb in Tschechien. Bei der Volkszählung 2011 lebten hier neun Einwohner.

| Podílná | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Karlovarský kraj | |||
| Bezirk: | Cheb | |||
| Geographische Lage: | 50° 9′ N, 12° 14′ O | |||
| Einwohner: | 9 (2011) | |||
Geografie
Das Sackgassendorf liegt im äußersten Westen des Landes. Von Norden über den Westen bis zum Süden hin ist der Ort von Wald umgeben. Die einzige Straßenverbindung führt ins Nachbarviertel Polná (deutsch Hirschfeld); die beiden Siedlungen sind einen Kilometer voneinander entfernt. Zwei Kilometer östlich befindet sich ein anderes Hazlover Viertel, Vlastislav (deutsch Seichenreuth), ist aber nicht direkt zu erreichen. Zwei Kilometer südlich liegt der Hauptort der Nachbargemeinde Libá (deutsch Liebenstein).
Geschichte
Zur Entstehung des Ortes existieren keine gesicherten Erkenntnisse. Im "Musterungsbuch der Egerländer Bauernschaft" aus dem Jahr 1395 ist er nicht verzeichnet[1], so dass eine Gründung frühestens im 15. Jahrhundert anzunehmen ist. Der Name Halbgebäu weist darauf hin, dass an dieser Stelle ursprünglich ein von einem „Halbbauern“ und seiner Familie betriebenes landwirtschaftliches Anwesen mit einer Fläche von etwa einer halben Hufe bestand, deren Betreiber sich entweder den Ertrag hälftig mit dem Grundherren teilen oder die Hälfte ihrer Zeit für diesen arbeiten mussten. Der tschechische Name Podilná bedeutet Anteil oder Beteiligung, greift also auf den deutschen Ursprung zurück.
Für das Jahr 1847 sind 29 Anwesen mit 259 Einwohnern dokumentiert.[2]
Bis zur Aufhebung der Patrimonialherrschaft im Kaisertum Österreich 1848 gehörte Halbgebäu stets zur Herrschaft Liebenstein. 1850 wurde es zusammen mit weiteren Ortschaften aus dem Kreis Eger herausgelöst und dem Kreis Asch zugeordnet.
Das Einwohnerverzeichnis aus dem Jahr 1935 weist 94 erwachsene Personen in 43 Hausnummern auf. Bei den Erwerbszweigen herrschen Weber (34 Nennungen) und Arbeiter/Hilfsarbeiter (15 Nennungen) vor.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ausschließlich deutschen Einwohner enteignet und vertrieben, der größte Teil der Anwesen wurde abgebrochen.[3]
