Skalka (Hazlov)
Dorf in der tschechischen Gemeinde Hazlov im Okres Cheb
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Skalka (deutsch Rommersreuth) ist ein Dorf und Ortsteil der Gemeinde Hazlov (Haslau) in Tschechien. Das tschechische Wort Skalka bezeichnet einen Steingarten und bezieht sich auf den nahe gelegenen Goethova skalka (Goethefelsen).
| Skalka | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Karlovarský kraj | |||
| Bezirk: | Cheb | |||
| Gemeinde: | Hazlov | |||
| Fläche: | 448,5151[1] ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 11′ N, 12° 16′ O | |||
| Höhe: | 612 m n.m. | |||
| Einwohner: | 128 (2011) | |||
| Postleitzahl: | 351 32 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | K | |||


Geographie
Skalka liegt zweieinhalb Kilometer nördlich von Hazlov am Südhang eines kleinen Höhenzuges, zu dem auch der Goethova skalka zählt, und wird vom Hazlovský potok (Frauenbach) durchflossen. Nachbarorte sind Lipná (Lindau) im Südwesten und Výhledy (Steingrün) im Norden. Westlich des Dorfes liegt dichter Wald. Im Osten liegt, knapp drei Kilometer hinter einem Waldstück, jedoch ohne direkte Straßenverbindung, das sächsische Schönberg.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Rommersreuth stammt vom 23. März 1224, als Bischof Konrad von Regensburg das Lehen seiner Kirche in den Dörfern „Haselah“, „Gruen“ und „Ramungesriut“ an das Kloster Waldsassen übergab[2]. Die ursprüngliche Schreibweise des Ortsnamens weist auf eine Gründung durch einen Mann namens Ramung hin, wie er beispielsweise im fränkischen Adelsgeschlecht Kammerstein gebräuchlich war.[3] Das Suffix -reuth ist ein in Franken, der Oberpfalz und im Vogtland häufig vorkommender Bestandteil von Namen für Orte, die vor allem im 11. und 12. Jahrhundert durch Rodung von Waldflächen entstanden.
Rommersreuth wurde 1322 als Ort des Egerlandes zusammen mit diesem von König (ab 1328 Kaiser) Ludwig den Bayern an den böhmischen König Johann verpfändet. Im "Musterungsbuch der Egerländer Bauernschaft" aus dem Jahr 1395 sind für Rommersreuth 15 wehrfähige Bauern namentlich erfasst.[4]
Laut Vinzenz Prökl war Rommersreuth ein Reichslehen, welches die Egerer Bürgerfamilie Haußner „von der Krone ablöste“, um es dann im Jahr 1484 für 700 Gulden an das Klarissenkloster in Eger zu verkaufen. Diese veräußerten das Dorf für 1.375 Gulden im Jahr 1540 an die Stadt Eger, welche es wiederum im Jahr 1618 an Veit Dietrich von Steinheim weiterverkaufte. 1638 erwarb die Stadt Eger Rommersreuth für 2.000 Gulden von diesem zurück.[5] Im Jahr 1845 bestand Rommersreuth aus 47 Anwesen mit 338 Einwohnern sowie einem Wirtshaus und einer Mühle. Eingepfarrt war es nach Haslau.[6]
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind die nahe beim Ort gelegenen Quarzformationen (Goethova skalka) ein beliebtes Ziel von Touristen. Sie wurden auch von Johann Wolfgang von Goethe wiederholt besucht. Seinerzeit entstand auch die romantisierende Bezeichnung "Rommersreuther Schweiz".
1850 wurden Rommersreuth und einige weitere Orte des Bezirkes Eger dem Bezirk Asch zugeordnet, dessen Schicksal es von da an teilte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die ganz überwiegend deutsche Bevölkerung enteignet und vertrieben. Ein großer Teil der Anwesen verfiel und wurde abgetragen. Das Ortsgebiet ist bis heute nur lückenhaft besiedelt.
Bis 1959 war Skalka eine eigenständige Gemeinde im Bezirk Aš. 1960 wurde der Bezirk Aš dem Kreis Cheb zugeordnet und Skalka nach Hazlov eingemeindet.
Entwicklung der Einwohnerzahl
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Bei der Volkszählung der Tschechoslowakischen Republik im Jahr 1921 lebten hier 280 Einwohner, darunter drei Tschechoslowaken und 277 Einwohner deutscher Nationalität. 275 Einwohner gehörten der römisch-katholischen und fünf der evangelischen Kirche an.[8]
Sehenswürdigkeiten
Abseits der Hauptstraße befindet sich in der Ortsmitte ein 1925 enthülltes und in jüngerer Zeit restauriertes Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Am Straßenrand findet sich ein gut erhaltenes Wegekreuz aus dem Jahr 1856.
Fremdenverkehr
Am Fahrweg zwischen Skalka und Hazlov wurde in einem Naturschutzgebiet ab dem Jahr 2003 ein 18-Loch-Golfplatz mit Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten angelegt.[9]
Skalka ist Treffpunkt der Fahrradwege von Hranice (Roßbach) nach Cheb und von Skalka nach Vlastislav (Seichenreuth). Durch den Ort führt auch eine Wanderroute von Hazlov über den Goethova skalka, Aš, den Háj (Hainberg), Doubrava (Grün) nach Studánka (Thonbrunn).
