Polná (Hazlov)
Ortsteil der Gemeinde Hazlov im Okres Cheb in der Tschechischen Republik
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Polná (deutsch Hirschfeld) ist ein Ortsteil der Gemeinde Hazlov (deutsch: Haslau) in Tschechien.
| Polna | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Karlovarský kraj | |||
| Bezirk: | Cheb | |||
| Gemeinde: | Hazlov | |||
| Fläche: | 783,2417[1] ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 9′ N, 12° 15′ O | |||
| Höhe: | 535 m n.m. | |||
| Einwohner: | 49 (2011[2]) | |||
| Postleitzahl: | 351 32 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | K | |||
Geographie
Geographische Lage
Der Ortsteil liegt 2 Kilometer südwestlich von Hazlov am Rande des Fichtelgebirges (tschechisch: Smrčiny). Ihm zugeordnet sind die kleineren Siedlungen Podilná (deutsch: Halbgebäu) und Franky (deutsch: Frankenhaus).
Nachbarorte
Dreiviertel Kilometer nördlich liegt das Dorf Lipná. Nach Osten hin erreicht man nach zwei Kilometern den Hauptort Hazlov. Gleich weit entfernt ist das südöstlich gelegene Vlastislav (bis 2016 Táborská). Einen Kilometer südwestlich liegt Podílná. Nach Westen hin dehnt sich dichter Wald aus, in dem die Staatsgrenze zwischen Tschechien und Deutschland verläuft.
Geschichte
Die älteste Erwähnung Hirschfelds („Hersfelt“) findet sich in einem Schenkungsbrief vom 15. Mai 1307. Hierin verzichtete ein Heinrich von Wildstein aus dem Geschlecht Nothaft auf einen Teil der ihm zustehenden Abgaben des Ortes zugunsten des Deutschen Ordenshauses zu Eger „als frommes Almosen“.[3]

In einem weiteren Dokument aus dem Jahr 1355 wird beurkundet, dass Michel Forster aus Selb den Egerer Klarissinnen zwei Höfe in Hirschfeld für 83 Pfund Heller verkaufte.

Innerhalb des Egerlandes gelangte Hirschfeld zur Herrschaft Liebenstein, die seit 1426 der Familie Zedtwitz gehörte. Anders als die Zedtwitz in der benachbarten Herrschaft Asch beugten sich die Zedtwitz auf Liebenstein der Rekatholisierung während und nach dem Dreißigjährigen Krieg und stellten auch ihre Zugehörigkeit zum Egerland bzw. dem Königreich Böhmen nicht in Frage. In seiner Monografie „Eger und das Egerland“ schreibt Vincenz Pröckl im Jahr 1844: „Hirschfeld ist ein dem Kronlehengute Liebenstein unterthäniges Dorf von 32 Nummern, davon zwei der Kreuzherrenordenskommenda unterthänig sind, die 71 Joch 133 Klafter Grundstücke besitzen, dafür die Besitzer 54 fl. 31 kr. S.M. Steuer bezahlen, und 4 Maßeln Korn und 4 Maßeln Habern zinsen.“[4]
Mit der Aufhebung der Patrimonialherrschaft im Kaisertum Österreich 1848 gehörte Hirschfeld zunächst zum Kreis Eger, wurde dann aber zusammen mit einigen anderen Orten dem Bezirk Asch angegliedert. Zu der nun eigenständigen Gemeinde gehörten und gehören bis heute die kleineren Siedlungen Halbgebäu (bzw. Podilná) und Frankenhaus (bzw. Franky). Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Enteignung und Vertreibung der deutschen Bevölkerung wurde das ab 1947 Polná genannte Dorf nur zögerlich wiederbesiedelt. Die Einrichtung der Grenzzone führte zudem zum Abriss mehrerer Häuser. In der Nähe von Polná wurde ein Gebäude der Grenzpolizei errichtet. 1960 erfolgte die Eingemeindung nach Hazlov.
Einwohnerentwicklung
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Bei der Volkszählung im Jahr 1921 lebten hier 236 Einwohner, alle deutscher Nationalität. 233 Einwohner gehörten der römisch-katholischen und drei der evangelischen Kirche an.[5]
