Pottenhofen

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Pottenhofen (früher auch Bodenhofen) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Wildendürnbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 267 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bestand der Ort als selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Pottenhofen (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Pottenhofen
Pottenhofen (Österreich)
Pottenhofen (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Wildendürnbach
Koordinaten 48° 45′ 54″ N, 16° 32′ 47″ Of1
Höhe 205 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 267 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 10,33 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05098
Katastralgemeindenummer 13035
Bild
Installation des Künstlerkollektivs transparadiso
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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267

Geografie

Das westlich von Wildendürnbach liegende Dorf, das im Norden von der Landesstraße L36 durchquert wird, erstreckt sich von dieser mit mehreren Straßenzügen nach Südenosten zum Leopoldsberg (282 m ü. A.) hin. Der Ort entwässert über den Mühlgraben in Richtung Thaya. Im Norden der Katastralgemeinde befindet sich der Gutshof Stuttenhof. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 176 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 126 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Poysbrunn besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und übte zusammen mit der Herrschaft Falkenstein die Landgerichtsbarkeit aus. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Poysbrunn, Steinabrunn und Althof Retz sowie der Pfarre Wildendürnbach und der Pfarre und der Kirche Ottenthal.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Pottenhofen ein Bäcker, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Kürschner, eine Milchgenossenschaft, zwei Schmiede, zwei Schneider und zwei Schneiderinnen, vier Schuster, zwei Viktualienhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Neuruppersdorf, Pottenhofen und Wildendürnbach.[2]

Sehenswertes

Persönlichkeiten

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 91 (Ausgabe 1770; Pöttendorf in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 127 (PottenhofenInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 19, Sektion Falkenstein, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,3 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 238.
Commons: Pottenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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