Prix Ivoire pour la littérature africaine d’expression francophone
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Prix Ivoire pour la littérature africaine d’expression francophone, kurz Prix Ivoire, ist ein seit 2008 in Abidjan (Côte d’Ivoire) von der Vereinigung Akwaba Culture vergebener panafrikanischer Literaturpreis.[1][2] Er zeichnet Werke aus, die auf Französisch veröffentlicht sind und von Autorinnen und Autoren des afrikanischen Kontinents oder der afrikanischen Diaspora stammen.[3] Der Preis ist mit 2 000 000 F CFA (rund 3 000 €) dotiert, umfasst einen Pokal und beinhaltet traditionell eine Einladung der bzw. des Preisträgers zum Salon du livre et de la presse de Genève.[3][4] Zu den jüngsten Ausgezeichneten zählen 2025 Véronique Tadjo (Je remercie la nuit), 2024 Azza Filali (Malentendues), 2023 Jennifer Richard (Notre royaume n’est pas de ce monde), 2022 Sami Tchak und 2021 Blaise Ndala.[2][5][6][1][7]
Geschichte
Der Prix Ivoire wird seit 2008 jährlich in Abidjan verliehen; die Ausgabe 2020 wurde pandemiebedingt abgesagt und 2021 fortgesetzt.[2][8] Für 2025 wurden 88 Titel aus 18 Ländern registriert, was den wachsenden überregionalen Zuspruch belegt.[2] Zu den in den 2010er und 2020er Jahren Geehrten zählen u. a. Johary Ravaloson (2017), Gauz (2018), Isabelle Rochet (2019), Blaise Ndala (2021), Sami Tchak (2022), Jennifer Richard (2023), Azza Filali (2024) und Véronique Tadjo (2025).[4][9][10][7][1][6][5][2]
Ausrichtung und Teilnahme
Träger ist die in Abidjan ansässige Vereinigung Akwaba Culture; der Preis steht unter der Schirmherrschaft des ivorischen Kulturministeriums und wird u. a. von der Französischen Botschaft in Abidjan sowie der Librairie de France Groupe unterstützt; Partner ist zudem die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF).[3][4] Teilnahmeberechtigt sind Werke aller literarischen Gattungen (außer Kinder- und Jugendliteratur), die innerhalb des vom jeweiligen Jahrgang festgelegten Zeitraums auf Französisch erschienen sind; angesprochen sind Autorinnen und Autoren aus Afrika und den afrikanischen Diasporas.[3] Ein Vorjurygremium wählt fünf Finaltitel aus; die Endjury besteht aus fünf Personen und wird seit Jahren von der Schriftstellerin und Theatermacherin Werewere Liking präsidiert.[3][11]
Preisgeld und Leistungen
Die Auszeichnung ist mit 2 000 000 F CFA dotiert und wird zusammen mit einem Trophäe überreicht; die Reisekosten und der Aufenthalt der bzw. des Preisträgers in Abidjan zur Preisverleihung werden übernommen.[3] Auf Grundlage einer Vereinbarung ist der Preisträger zudem Gast des Salon du livre et de la presse de Genève im Folgejahr der Auszeichnung.[4]
Preisträger
- 2008: Racine Kane, Les Ballades nostalgiques (‚Die nostalgischen Balladen‘), Senegal
- 2009: Tiburce Koffi, Mémoire d’une tombe (‚Erinnerung eines Grabes‘), Côte d’Ivoire
- 2010: Élisabeth Ewombè-Moundo, La nuit du monde à l’envers (‚Die Nacht der verkehrten Welt‘), Kamerun
- 2011: Frédéric Grah Mel, Félix Houphouët-Boigny, biographie (‚Félix Houphouët-Boigny. Biographie‘), Côte d’Ivoire
- 2012: Mariama Ndoye, L’Arbre s’est penché (‚Der Baum hat sich geneigt‘), Senegal
- 2013: Hemley Boum, Si d’aimer… (‚Wenn zu lieben…‘), Kamerun
- 2014: Bahaa Trabelsi, Parlez-moi d’amour ! (‚Sprich mit mir über die Liebe!‘), Marokko
- 2015: Kettly Mars, Je suis vivant (‚Ich bin am Leben‘), Haiti
- 2016: Marijosé Alie, Le convoi (‚Der Konvoi‘), Martinique
- 2017: Johary Ravaloson, Vol à vif (‚Raub im Flug‘), Madagaskar
- 2018: Gauz, Camarade Papa (‚Genosse Papa‘), Côte d’Ivoire
- 2019: Isabelle Rochet, Le Savon de la forêt (‚Die Seife des Waldes‘), Côte d’Ivoire
- 2021: Blaise Ndala, Dans le ventre du Congo (‚Im Bauch des Kongo‘), Demokratische Republik Kongo
- 2022: Sami Tchak, Le continent du Tout et du presque Rien (‚Der Kontinent des Alles und des Fast-Nichts‘), Togo
- 2023: Jennifer Richard, Notre royaume n’est pas de ce monde (‚Unser Reich ist nicht von dieser Welt‘), Guadeloupe
- 2024: Azza Filali, Malentendues (‚Missverständnisse‘), Tunesien
- 2025: Véronique Tadjo, Je remercie la nuit (‚Ich danke der Nacht‘), Côte d’Ivoire