Pönitz (Taucha)

Gemeindeteil der Stadt Taucha From Wikipedia, the free encyclopedia

Pönitz ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Taucha im Landkreis Nordsachsen.

Schnelle Fakten Stadt Taucha ...
Pönitz
Stadt Taucha
Koordinaten: 51° 25′ N, 12° 30′ O
Höhe: 129 m
Einwohner: 383 (31. Dez. 2016)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Dezember 1991
Postleitzahl: 04425
Vorwahl: 034298
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Geografie

Lage

Pönitz im Dezember 2006. Blick nordwärts

Pönitz liegt etwa 3 Kilometer nordnordöstlich von Taucha. Zum Ort gehören drei Siedlungsteile. Einer auf der Südseite der Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg, an welcher Pönitz einen Haltepunkt hat, der eigentliche Dorfkern auf der Nordseite sowie das an diesen angefügte Neubaugebiet „Weidenweg“. Zwischen Taucha und Pönitz liegt die Tauchaer Endmoränenlandschaft. Auf eiszeitliche Bildung sind ebenfalls die beiden höchsten Punkte des Ortes zurückzuführen, der Wachberg und der Fuchsberg. Pönitz grenzt im Süden an den Staditzwald, in dessen Mitte sich der Staditzteich befindet. Dieses Naherholungsgebiet ist Teil des „grünen Gürtels“ um Leipzig. Durch den Ort führt die Kreisstraße 7422 Plösitz–Zschettgau.

Nachbarorte

Gottscheina Liemehna Gallen
Merkwitz Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gordemitz
Seegeritz Taucha Dewitz

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1496 als Bonewitz.[1] August Schumann nennt 1821 im Staatslexikon von Sachsen Pönitz betreffend u. a.:

„Es steht schrifts. dem hiesigen Rittergute zu, welches den 30. Jan. 1753 altschriftsäßig wurde und mit 1 Ritterpferde verdient wird. Das Dorf hat 20 Häuser, 1 Mühle und 120 Einwohner, welche nach Liehmena gepfarrt sind. Das hies. Rittergut ist jetzt mit dem Rittergut Rischwitz im Stift Wurzen verbunden.“[2]

Pönitz gehörte bis 1815 als Exklave zwischen den Ämtern Eilenburg und Leipzig zum kursächsischen Amt Delitzsch.[3] Da durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses das Amt Delitzsch im Jahr 1815 zu Preußen kam, wurde die Exklave Pönitz in das königlich-sächsische Kreisamt Leipzig integriert.

Am 1. Juni 1888 erhielt Pönitz mit dem gleichnamigen Haltepunkt Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg,[4] der heute von den Zügen der Linie S4 des MDV in Halbstundentakt bedient wird.

Zum 1. Dezember 1991 wurde Pönitz nach Taucha eingemeindet.[5]

Entwicklung der Einwohnerzahl

Weitere Informationen Jahr, Einwohnerzahl ...
JahrEinwohnerzahl[1][6]
156617 besessene Mann, 2 Häusler 15 ½ Hufen
174811 besessene Mann, 6 Gärtner, 12 Hufen
1834150
1871171
1890162
JahrEinwohnerzahl
1910182
1925243
1939274
1946338
1950294
JahrEinwohnerzahl
1964282
1990236
2008406
2011369
2016383
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Literatur

  • Detlef Porzig:
    • Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e. V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3.
    • fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

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