Quecksilber(I)-iodid
chemische Verbindung
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Quecksilber(I)-iodid ist eine chemische Verbindung und gehört zu den Quecksilberhalogeniden.
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| _ Hg+ _ I− | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Quecksilber(I)-iodid | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | Hg2I2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelbes Pulver[1] | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 654,98 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
7,7 g·cm−3[2] | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Siedepunkt |
290 °C[2] | |||||||||||||||
| Löslichkeit | ||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Vorkommen
Gewinnung und Darstellung
Quecksilber(I)-iodid kann direkt aus den Elementen Quecksilber und Iod dargestellt werden:[5]
Es entsteht auch durch Fällung aus einer verdünnten Quecksilber(I)-Lösung wie Quecksilber(I)-nitrat-Lösung mit Iodidionen. Ein Überschuss an Iodid ist dabei zu vermeiden, da das Quecksilber(I)-iodid dann zu einem 1:1-Gemisch aus elementarem Quecksilber und Tetraiodomercurat(II) disproportioniert, das als Neßler-Reagenz bekannt ist.[6]
Quecksilber(I)-iodid kann auch durch Reaktion von Quecksilber mit Quecksilber(II)-iodid bei Temperaturen unter 564 Kelvin oder durch Reaktion von Quecksilber(II)-chlorid mit Zinn(II)-chlorid in alkoholischer Lösung von Kaliumiodid gewonnen werden.[7]
Eigenschaften
Quecksilber(I)-iodid ist ein gelber Feststoff, der sich unter Licht leicht zu Quecksilber und Quecksilber(II)-iodid zersetzt. Es bildet keine Hydrate und besitzt eine tetragonale Kristallstruktur.[7] Bei Erwärmung färbt es sich über orange zu rot.[8][9]
Verwendung
Quecksilber(I)-iodid war im 19. Jahrhundert ein verbreitetes Medikament,[10] auch protiodide of mercury, Hydrargyrum bijodatum oder Hydrargyrum jodatum genannt (der seltene Begriff protiodide bezeichnet das Iodid eines Elements mit dem geringsten Iod-Anteil). Es wurde gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, von Akne bis Nierenkrankheit und insbesondere auch der Syphilis eingesetzt.[11]
Nierenschäden (nephrotisches Syndrom) und andere Symptome durch die Einnahme sind bekannt.[12][13]