Raden Saleh
javanischer Prinz und Maler
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Raden Saleh Syarif Bustaman (Javanisch: ꦫꦢꦺꦤ꧀ꦱꦭꦺꦃꦯ꦳ꦫꦶꦥ꦳꧀ꦨꦸꦱ꧀ꦠꦩꦤ꧀; * Mai 1811 (?) in Terboyo bei Semarang, Java; † 23. April 1880 in Bogor, Jawa Barat, Indonesien) war ein javanischer Prinz und Maler und gilt als Vater der modernen indonesischen Malerei. Sein Werk umfasst Porträts, Historien, Landschaften und Tierstücke. Stilistisch wird es der Spätromantik zugeordnet.[1]

Raden Saleh verbrachte lange Zeit in Europa und war eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Seine 1849 in Dresden verfasste Autobiographie hat sich in Teilen erhalten.[1] In diesem einzigartigen Dokument, in seinen Briefen und fotografischen Selbstinszenierungen reflektiert der Künstler den wechselseitigen Kulturtransfer zwischen seinem Herkunftsland und Europa.[2][3][4] Der hybride und sich immer wieder neu positionierende Lebensentwurf macht Raden Saleh zum Vorläufer eines modernen Kosmopoliten und Weltkünstlers.[5][6]
„Zwei Pole, einander entgegengesetzt und doch beide hell und freundlich, üben auf meine Seele einen mächtigen Zauber aus. Dort das Paradies meiner Kindheit im heißen Sonnenstrahl und von Hindostans Ozean umrauscht, wo meine Lieben wohnen und die Asche meiner Ahnen ruht, hier Europas glücklichste Länder, leuchtend im Diamantgeschmeide der Kunst, Wissenschaft und hoher Bildung, wohin die Sehnsucht meiner Jugend mich zog, wo ich so glücklich war, unter den Edelsten Freunde zu finden, die mir Vater, Mutter, Brüder und Schwestern ersetzten - zwischen beiden ist mein Herz geteilt. Es drängt mich beiden eine Opfergabe dankbarer Liebe darzubringen. Ich glaube, dies nicht besser tun zu können, als dadurch, daß ich meinen Freunden diesseits von der Sitteneinfalt und dem Glücke des Volkes erzähle, unter welchem ich geboren wart, und meinen Lieben in der Heimat ein Bild von den Wundern Europas und von der Hoheit des menschlichen Geistes entwerfe.“
Zur Herkunft aus einer indonesischen Regentenfamilie mit arabischen Wurzeln
Raden Saleh entstammte der prominenten indonesischen Fürsten- und Regentenfamilie des großen Kyai Ngabehi Kertoboso Bustaman (1681–1759). Er wurde in einem kleinen Ort bei Semarang in Zentraljava, geboren. Sein Vater war Sayid Husen bin Aiwi bin Awal und seine Mutter Raden Ayu Sarif Husen bin Aiwi bin Awal.
Der Name Bustaman verweist auf arabische Ursprünge: „Bustān“ (بستان) bedeutet auf Arabisch „Garten“ oder „Obstgarten“ und ist mit Vorstellungen eines paradiesischen Gartens verbunden. Allerdings lebte Raden Salehs Ururgroßvater Sayid Husen bereits in Zentraljava.
Nach dem frühen Tod seines Vaters wuchs Prinz Raden Saleh am Hofe seines Onkels Raden Adipati Surohadimenggolo (1765–1827) auf. Er war Regent von Semarang. Als einer der bedeutendsten und kultiviertesten Herrscher seiner Zeit, öffnete er auch Raden Saleh das Tor zu Europa.
Das indonesische Fürstenhaus Bustaman umfasste 20 Regenten und sieben Regentenfamilien. Bekannt wurde es durch die Unterstützung, die die Fürsten dem berühmten indonesischen Freiheitshelden Prinz Diponegoro zollten. Salehs Cousin Raden Sukur, Sohn des Bupati von Semarang Adipati Suryamangalla, kämpfte Seite an Seite mit dem Prinzen.
Verfolgungen durch die Kolonialmächte blieben nicht aus. Raden Sukurs Vater sowie sein Bruder wurden im September 1825 von der niederländischen Kolonialmacht verhaftet und deportiert.
In der Schule niederländischer Kolonisatoren in Indonesien












Raden Saleh besuchte eine von niederländischen Kolonisatoren geführte Schule. Der begabte Junge gewann bald die Aufmerksamkeit von Kaspar Georg Karl Reinwardt, dem Gründer des Botanischen Gartens in Bogor. Reinwardt amtierte zugleich als landwirtschaftlicher Direktor und pflegte ein ausgeprägtes naturhistorisches, wie ethnografisches Interesse.[7]
Nach eigenen Aussagen erhielt Raden Saleh durch seine Vermittlung noch in seiner Heimat um 1819 ersten systematischen Zeichenunterricht. Sein anfänglicher Lehrer war Jannes Theodorus Bik (1796–1875). Dieser begleitete als Zeichner die Reinwardt’sche Naturkundliche Kommission für Niederländisch-Indien.
Nachhaltiger war jedoch die Begegnung mit dem belgischen Maler Antoine August Joseph Payen (1792–1853), der mit der dokumentarischen Wiedergabe niederländisch-indischer Landschaften beauftragt worden war. Payen erkannte die zeichnerische Begabung Raden Salehs und förderte dessen Talent frühzeitig.
Beide traten in ein Lehrer-Schüler-Verhältnis ein, das mindestens drei Jahre anhielt (1819–1822) und eine lebenslange Verbundenheit und Zuneigung nach sich zog.
Ausbildung zum Maler in den Niederlanden und erste Erfolge in Europa
Nach der hinterhältigen Festnahme des Prinzen Diponegoro durch General de Kock verließ Prinz Raden Saleh 1829 das Land und reiste in die Niederlande. Gefördert von König Wilhelm I. (Niederlande) und auf den Spuren seines ersten Lehrmeisters nahm er bis 1834 Kunstunterricht bei Cornelis Kruseman und Andreas Schelfhout.[8]
Mit diesem Lebensweg war Raden Saleh die erste Persönlichkeit asiatischer Herkunft, die eine europäische Ausbildung erhielt und für sich den Status und das Selbstverständnis eines europäischen Künstlers beanspruchte. Zudem war er der erste Indonesier, der fünf Sprachen fließend beherrschte. Protegiert von elitären Kreisen, nahm seine Karriere einen fulminanten Verlauf: Ab 1834 sind Ausstellungsteilnahmen bezeugt:[9]
Beispielsweise ist dem Sitzungsprotokoll des akademischen Senats der preußischen Akademie der Künste vom 14. September 1839 zu entnehmen, dass Gemälde Raden Salehs auf Empfehlung der preußischen Kronprinzessin Elisabeth Ludovica von Bayern in die bevorstehende Ausstellung der Akademie aufzunehmen sind.[10][11] Ebenso war der javanische Künstler mit einer Löwenjagd und einem Seesturm am 15. Juli 1840 in einer Ausstellung der königlich sächsischen Akademie der Künste in Dresden vertreten, weitere folgten.[12] Zugleich nahm er Aufträge als unabhängiger Künstler entgegen.
Europäische Bildungsreisen
Im Zuge ausgedehnter Bildungsreisen durch Europa mit Aufenthalten in Düsseldorf, Frankfurt, Berlin, Wien und München führte ihn der Weg 1839 nach Dresden und Maxen. Hier verweilte er sechs Jahre, verkehrte in höfischen, wie gehobenen bürgerlichen Kreisen, etwa im Salon von Carl Gustav Carus, und verbrachte nach eigener Aussage die schönste Zeit seines Lebens.[2][8]
Werner Kraus beschreibt den Persönlichkeitswandel, den der Künstler in der sächsischen Umgebung durchlebte: Er kleidete sich nicht mehr europäisch, sondern in javanischer Tracht. In seiner Selbstinszenierung als exotische Erscheinung entsprach er bestens der europäischen Konstruktion des Orientalischen und auch die Themen seiner Bilder passte er an die Erwartungen seiner Adressaten an. So malte er nicht mehr Seestürme oder Landschaften, sondern widmete sich Tierkämpfen und orientalischen Jagdszenen.[3] Dabei konnte er kaum auf Erfahrungen und Motive seiner Herkunftskultur zurückgreifen. Nach javanischen Vorstellungen ist die gesellschaftliche wie die kosmische Harmonie der anzustrebende Idealzustand.[3] Zu dem Motiven des Tierkampfes fand er vielmehr über die europäischen Bildwelten, etwa von Rubens, aber auch durch seine Bekanntschaft mit dem berühmten Dompteur und späteren Rotterdamer Zoodirektor Henri Martin.[2] Zudem machte sich Raden Saleh als Illustrator der ersten deutschen Tierschutzzeitschrift einen Namen.[13]
Eine engere Freundschaft fasste der vornehme javanische junge Mann zu Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha. Mit ihm verband ihn bald die Leidenschaft zur Jagd.[14] Der Bruder von Albert, dem Prinzgemahl von Königin Victoria von Großbritannien, vermochte es auch, den Künstler in Kreisen der Hocharistokratie bekannt zu machen und an vielen anderen Höfen Europas einzuführen. Herzog Ernst II., seine Mutter Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg, die Herzogin von Kent und Königin Victoria erwiesen sich als finanzkräftige wie einflussreiche Mäzene und Auftraggeber. Verschiedene seiner Werke sind daher heute im Windsor Castle sowie im Buckingham Palace in London zu finden.
1845 verlegte Raden Saleh für zwei Jahre seinen Lebensmittelpunkt nach Paris, um die französische Sprache zu studieren und die Bildergalerien kennenzulernen. Auch hier faszinierte seine besondere Erscheinung. Auslandskorrespondenten berichteten von seinen Auftritten in gehobenen Gesellschaftskreisen:[15]
„Unter den hier anwesenden interessanten Fremden zieht ein indischer Prinz die Aufmerksamkeit in besonderem Grade auf sich. Auf mehreren Bällen und Soiréen machte er sich durch seine vortheilhafte Gestalt, sein reiches Costum, und seine geistreiche Conversation bemerklich. Sein Name ist Raden Saleh Sarif. Aus Java von einer Araberfamilie abstammend, zeigte er schon frühzeitig eine besondere Vorliebe für europäische Civilisation, und er verließ oft den Palast seines Oheims, um die in Samarang etablierte holländische Gesellschaft zu besuchen.“
1848 ist ein weiterer Aufenthalt Raden Salehs in der näheren Umgebung Dresdens belegt: Die kunstsinnigen Rittergutsbesitzer und Mäzene Friedrich Anton Serre und seine Gemahlin Friederike Serre ließen für Raden Saleh das „Blaue Häusel“ errichten. Der Künstler hatte die Entwürfe dazu geliefert. Es handelt sich dabei um einen, in freier Landschaft stehenden Pavillon, der von einem Halbmond bekrönt wird und den Eintretenden mit einem Leitspruch in deutscher und javanischer Schrift empfängt: Ehre Gott und liebe die Menschen!
Mit Unterstützung der Rittergutsbesitzerin schrieb Raden Salen 1849 auch seine dreihundert Seiten starke und reich illustrierte Autobiographie nieder.[3]
Rückkehr nach Java unter Aufrechterhaltung europäischer Kontakte
Nach einem weiteren Aufenthalt in Den Haag, wo ihm König Wilhelm II. den Titel Maler des Königs verlieh, kehrte er schließlich 1851 nach Java zurück, pflegte jedoch seine Kontakte zur europäischen Hocharistokratie weiterhin. So ließ er sich in Batavia nieder und erbaute ab 1852 in Cikini ein größeres, von einem Park umgebenes Anwesen in europäischen Stilformen der Neugotik. Das Vorbild lieferte Schloss Callenberg in Coburg, das sein enger Freund und einstiger Gastgeber Ernst II. Sachsen-Coburg und Gotha in denselben Jahren ebenfalls nach (neu)gotischem Stilkanon umbauen ließ. Ihm dankte er 1857 mit der Übersendung eines großzügigen Geschenkes, das verschiedene preziöse Objekte aus ostasiatischem Kulturkreis enthielt, etwa ein mehrteiliges chinesisches Reitzeug oder ein japanisches Bildnis-Relief mit Mandarinenten wie einen Stellschirm mit aufwändigen Perlmutter-Einlagen, die beiden letzteren Objekte vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Sie stellten damit schon zur Schenkungszeit eine erlesene Antiquität dar.[16][17]
Die Anerkennung, die Raden Saleh in den europäischen Ländern erfahren hatte und auch nach seiner Abreise erfuhr,[18] wurde ihm zunächst in Indonesien nicht in gleicher Weise entgegengebracht. Der Argwohn über Verbindungen mit der Kultur der Kolonisatoren belastete.[3]
Nach einer wenig glücklichen Beziehung mit der vermögenden deutschen Kaufmannswitwe Constanzia Winkelhaagen (auch von Mansfeld),[19] ehelichte er 1867 Raden Ayu Danoe Dirdjo. Diese Eheschließung eröffnete ihm neue Integrationschancen in seinem Herkunftsland, denn Raden Saleh heiratete damit in die Familie des mächtigen Sultans von Yogyakarta ein. Welches nationale Ansehen und Selbstbewusstsein er gewann, zeigt die Signatur auf jenem Gemälde, das er 1870 Kaiser Franz Joseph I. schenkte. Nicht nur ist dieses Bild zweisprachig signiert. Hinter seinem Namen erscheint auch jener seiner Frau: Raden Saleh Danoerdirdjof./ Ile Java.1870.[20]
Den unablässig auf zwei Fronten um Anerkennung kämpfenden Prinzen traf es schwer, als er 1868 fälschlich der Beteiligung an einer Revolte bezichtigt und vorübergehend verhaftet wurde. Traumatisiert fasste er 1870 erneut Pläne, nach Europa zurückzukehren.
Zweite Reise nach Europa
In Vorbereitung einer möglichen Übersiedelung schenkte er den Herrschern von Österreich-Ungarn (Kaiser Franz Joseph I.), Preußen (Kaiser Wilhelm I.) und Frankreich (Napoleon III.) große Gemälde. Im Gegenzug erhielt er für das politisch aufgeladene Bild Kämpfende Tiger über der Leiche eines Javaners[20] vom Kaiser das Komturkreuz mit Stern des Franz-Joseph-Ordens.
Schließlich setzte er 1876 sein Vorhaben mit seiner zweiten Gattin um. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, in ihrer Begleitung seine alten Freunde zu besuchen, so auch Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha. Der Aufenthalt zog sich über zwei Jahre hin. Raden Saleh wohnte in Schloss Rosenau (Coburg) machte aber auch Station in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Italien.
Tod in Java
1879 kehrte er endgültig nach Java zurück und starb am 23. April 1880 an den Folgen eines Schlaganfalls.[8]
Orden und Titel
- Komturkreuz mit Stern des Franz-Joseph-Ordens[7]
- Ritter des Preußischen Königlichen Kronenordens[7]
- Ritter des Hausordens vom Weißen Falken[7]
Zur Rezeption Raden Salehs
Trotz hochrangiger europäischer Orden, die Raden Saleh zu Lebzeiten verliehen wurden, gelang eine Einordnung seines transkulturellen Wirkens nur allmählich. Es fehlten die unvoreingenommenen Narrative einer globalen Kunstgeschichte:[5] Verbreitete kolonialistisch-hierarchisierende, wie ethnozentrische Denkmuster verhinderten zunächst eine angemessene kulturhistorische Rezeption, sowohl in Europa, wie in seinem Herkunftsland. So waren Tierkämpfe von Raden Saleh 1883 in Amsterdam auf der ersten Weltausstellung zu sehen, die sich ausschließlich Themen des Kolonialismus und des Exportes widmete.[21][22] Auch in Indonesien war der Künstler lange umstritten, sah man in ihm einen Vertrauten der Kolonialmacht und verdächtigte ihn der kulturellen Kollaboration.[1][5]
Das Renommee Raden Salehs erfuhr seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Neubewertung. So wurde an seinem Sterbeort Bogor 1953 ein monumentales Grab errichtet. Als repräsentative Gedenkstätte hebt der Bau Raden Saleh in den Rang einer national bedeutsamen Symbolfigur. Von dieser Veränderung zeugt auch, dass zwei seiner Bilder bereits 1967 als Motiv für indonesische Briefmarken ausgewählt wurden und als nationales Kulturerbe gelten.
Entscheidende Impulse lieferte jedoch eine dem Künstler gewidmete Tagung, die 1995 vom Goethe-Institut in Bandung veranstaltet wurde. Anlass gab das 50-jährige Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung Indonesiens.[1] Während Raden Saleh seither in Deutschland und Europa als bedeutender Vertreter der Dresdner Spätromantik und des deutschen Orientalismus in der Malerei gilt, wurde ihm in Indonesien eine postkoloniale Amnesie (Irina Vogelsang) zu Teil. Sein Name ziert inzwischen Straßen und Plätze in vielen Städten Indonesiens, und die moderne indonesische Malerei betrachtet ihn als ihren Begründer (perintis): Raden Saleh, so das von Werner Kraus 1996 formulierte Bild, brachte eine neue Tradition des künstlerischen Schauens, ein neues Künstlerbild und eine neue technische Brillanz nach Java, die in Europa erlernte Ölmalerei. Er etablierte die Idee der Moderne, die Idee vom autonomen Künstler in einer Gesellschaft, die beides in dieser Form bis dato nicht kannte.[1][6]
2012 wurde Raden Saleh erstmalig in der indonesischen Nationalgalerie Jakarta mit einer zweiwöchigen Ausstellung gewürdigt.[6] Die Schau fand breites Interesse und wurde in erweiterter Form 2013 im Lindenau-Museum in Altenburg gezeigt. In diesem Zusammenhang wurde ein erstes Werkverzeichnis erstellt.[2]
Sein Palast in Cikini (Jakarta), den Prinz Raden Saleh nach Vorlage von Schloss Callenberg bei Coburg errichten ließ, soll in Zukunft das neu zu errichtende Prinz-Raden-Saleh-Museum beherbergen. Es wird derzeit als Verwaltungsgebäude eines Krankenhauses genutzt und hat sich zu einer Touristenattraktion entwickelt. In Bandung auf der Insel Java besteht das Raden Saleh Documentation Centre.
Seine Werke finden sich heute in privaten Kunstsammlungen, internationalen Museen und im Privatbesitz von Königin Elisabeth II. von Großbritannien. Eines seiner berühmtesten Werke, die Festnahme des Prinz Diponegoro, ist im indonesischen Präsidentenpalast in Jakarta zu sehen.
Auf Auktionen erzielten Bilder von seiner Hand hohe Preise. So wurde eine 1846 in Dresden gemalte Hirschjagd für 5,5 Milliarden Indonesische Rupien versteigert, etwa 1,5 Millionen Euro. 2018 erfolgte der Zuschlag für das neu entdeckte Gemälde einer „Bantengjagd“[23] bei 7,2 Millionen Euro.
Literatur
- Werner Kraus: Raden Saleh (1811-1880). Perintis seni rupa modern Indonesia.(Der Maler Raden Saleh: Wanderer zwischen zwei Welten) Bandung, Indonesien, 13. - 14. Dezember 1995. In: ASIEN (Juli 1996). Band 60, S. 84–87.
- Werner Kraus: Raden Saleh – Ein Malerleben zwischen zwei Welten. Verlag Niggemann & Simon, Maxen 2004, ISBN 3-9808477-3-X.
- Jutta Tronicke: Das blaue Häusel 1848–2008. Verlag Niggemann & Simon, Muglitztal, OT Maxen 2008, ISBN 978-3-9810717-0-2.
- Julia M. Nauhaus, Werner Kraus (Hrsg.): Raden Saleh (1811–1880): ein javanischer Maler in Europa. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Staatlichen Lindenau-Museum, Altenburg vom 29.06.2013–22.09.2013. Lindenau-Museum, Altenburg 2013, ISBN 978-3-86104-097-2.
- Russell Storer, Clarissa Chikiamco, Syed Muhammead Hafiz (Hrsg.): Between worlds : Raden Saleh and Juan Luna, Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung in der National Gallery Singapore vom 16.11.2017–11.03.2018. National Gallery Singapore, 2017, ISBN 978-981-11-4684-8.
- Werner Kraus: Der javanische Maler Raden Saleh. In: Stella Rollig, Markus Fellinger (Hrsg.): Raden Saleh, Osman Hamdi Bey, Hakob Hovnatanyan - Kunst von Welt in der Sammlung des Belvedere; Katalog anlässlich der gleichnamigen Ausstellung vom 9. September 2021 bis 27. März 2022 im Oberen Belvedere, Wien. Belvedere, Wien, Wien 2021, ISBN 978-3-903327-24-5, S. 39–50.
- Peter Carey: Raden Saleh Syarif Bustaman (circa 1811-1880) and the Java War (1825-30) : A Dissident Family History. In: Achipel. Band 103, 2022, ISSN 0044-8613, S. 87–126, doi:10.4000/archipel.2927.
- Jutta Tronicke: Das Blaue Häusel : 1848–2023. 2., stark erweiterte Auflage. Verlag Niggemann & Simon, Müglitztal, OT Maxen 2023, ISBN 978-3-9810717-7-1.
- Irina Vogelsang: Ausstellungen und ihr Erfolg: (Kunst-)Geschichten befragen : Ausstellungspublika in Indonesien und Prozesse der Selektion, Rezeption und Aneignung am Beispiel der Ausstellung "Raden Saleh und der Beginn der modernen indonesischen Malerei", Hochschulschrift Universität Passau. Passau 2024, urn:nbn:de:bvb:739-opus4-14552 (d-nb.info).
- Panggah Ardiyansyah: Raden Saleh, The Arrest of Prince Diponegoro. In: Smarthistory. Januar 18, 2024 (smarthistory.org).
Weblinks
Werk und Werke
- Raden Saleh in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Röhrender Hirsch und javanischer Dschungel. Pressemitteilung zu einer Sonderausstellung im Coburger Stadtschloss Ehrenburg 2013
- Gemälde im Besitz des Rijksmuseums Amsterdam
- Gemälde im Besitz des Smithsonian American Art Museum Washington
- Raden Saleh, Kämpfende Tiger über der Leiche eines Javaners in der österreichischen Staatsgalerie Belvedere, Wien
- Raden Saleh, The Arrest of Prince Diponegoro
- Raden Saleh, Hirschjagd in Java (1847) in den Sammlungen des Louvre
Bio
- Webseite der Prince Raden Saleh Foundation ( vom 27. Juli 2011 im Internet Archive)
- Andin Danaryati, Kisah Raden Saleh dan Perjalanannya Menjadi Maestro Seni Lukis (2022)
- Porträt ( vom 18. Mai 2021 im Internet Archive) auf nusantara.com (englisch)
- Raden Saleh in Dresden und Maxen ( vom 17. Juni 2004 im Internet Archive), 2004 (deutsch)
Schenkungen
Filme
- Traces of Raden Saleh in Germany (1839–1849) (mit Werner Kraus und Jutta Trönicke)
- Raden Salehs Porträt im Rijksmuseum Amsterdam