Raggendorf

Ortschaft im Bezirk Gänserndorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Raggendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Matzen-Raggendorf im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 609 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Raggendorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Raggendorf
Raggendorf (Österreich)
Raggendorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Matzen-Raggendorf
Koordinaten 48° 23′ 41″ N, 16° 39′ 16″ Of1
Höhe 173 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 609 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 8,49 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03542
Katastralgemeindenummer 06017
Bild
Ortsansicht von Raggendorf
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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609

Geografie

Das westlich von Matzen gelegene Dorf wird vom Weidenbach umflossen und ist über die Gänserndorfer Straße erreichbar, von der im Ort die Landesstraßen L3032 und L3033 abzweigen. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 384 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 114 Häusern genannt, der über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Raggendorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Marchegg ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten der Herrschaft Raggendorf, dem Passauischen Ritterlehen sowie der Pfarre Pillichsdorf.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Raggendorf zwei Bäcker, ein Binder, zwei Fleischer, zwei Friseure, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, zwei Glaser, ein Ladnesproduktehändler, eine Milchgenossenschaft, zwei Schlosser, zwei Schneider und drei Schneiderinnen, zwei Tischler, zwei Wagner und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Kleinharras, Matzen und Raggendorf.[2]

Sehenswertes

  • Pfarrkirche Raggendorf, die im 14. Jahrhundert errichtete Kirche wurde 1733 barock ausgebaut
  • Schloss Raggendorf, eine 1382 erstmals erwähnte, heute vierflügelige Renaissanceanlage

Persönlichkeiten

  • Joseph Blahak (1780–1846), Sänger und Komponist, wurde hier geboren

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 105 (Ausgabe 1770; Räggendorf in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 187 (RaggendorfInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 100.
Commons: Raggendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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