Reactive Red 239
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C.I. Reactive Red 239 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Monoazofarbstoffe. Es handelt sich um einen Reaktivfarbstoff mit einem Monochlortriazin- und einem aromatischen Vinylsulfon-Reaktivanker, der in den frühen 1980er Jahren von der Hoechst AG unter der Bezeichnung Remazol Brillantrot 3BS in den Markt eingeführt wurde.
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | C.I. Reactive Red 239 | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C31H19ClN7Na5O19S6 | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 1136,32 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Herstellung
Bei der Herstellung wird analog zur Synthese von Reactive Red 227 zunächst Parabaseester mit Cyanurchlorid kondensiert und anschließend die erhaltene Dichlortriazinverbindung mit H-Säure umgesetzt. Dieses Zwischenprodukt wird als Kupplungskomponente mit diazotierter 2-Aminonaphthalin-1,5-disulfonsäure[S 1] in einer Azokupplung umgesetzt.[2]
Struktur
Reactive Red 239 enthält mit der Monochlortriazinyl-Gruppe und der Sulfonylethylhydrogensulfat-Gruppe zwei funktionelle Gruppen die mit den Hydroxylgruppen der Cellulosefasern kovalente Bindungen eingehen können. Es handelt sich somit um einen bifunktionellen Reaktivfarbstoff.[3]