Renate Reitinger

deutsche Musikpädagogin From Wikipedia, the free encyclopedia

Renate Reitinger (* 1974 als Renate Dummert) ist eine deutsche Musikpädagogin und Professorin an der Hochschule für Musik Nürnberg.

Leben

Renate Reitinger wuchs in Dietersdorf auf. Sie besuchte das Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium, an dem sie 1993 ihr Abitur ablegte.[1] Musikunterricht hatte sie an der Adolph-von-Henselt-Musikschule in Schwabach.[1]

Sie absolvierte ihr Studium am Meistersinger Konservatorium Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Würzburg, wo sie Klavier und Elementare Musikpädagogik studierte. Im Anschluss daran setzte sie ihre akademische Ausbildung mit weiteren Studien in systematischer Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie in Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg fort.[2] An der Hochschule für Musik und Theater erlangte sie ihren Doktorgrad, wobei ihre Dissertation den Titel „Kompositionen von Kindern als Ausdruck ihres musikalischen Vorstellungsvermögens“ trug.[3]

Ab 1998 war Reitinger als Dozentin an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg sowie an zwei Grundschulen in Hamburg tätig. Darüber hinaus übernahm sie die Leitung der Kindermusikwerkstatt im Schleswig-Holstein-Musik-Festival. Nur ein Jahr später erhielt sie ihren ersten Lehrauftrag an der Musikhochschule Lübeck im Bereich der Elementaren Musikpädagogik. Ab Oktober 2002 war sie für drei Jahre lang wissenschaftliche Mitarbeiterin Musikpädagogik Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg.[2]

Abschließend war sie von Oktober 2006 bis Juli 2007 als Lehrbeauftragte für Musikpädagogik an der Hochschule für Künste Bremen tätig. Zum Wintersemester 2005/2006 erhielt sie einen Lehrstuhl für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Nürnberg.[2]

Von 2005 bis 2008 hatte sie die Position der Frauenbeauftragten inne. Von 2008 bis 2017 war sie als Vizepräsidentin tätig. 2017 hat sie die Leitung des Departments für EMP/Musikpädagogik übernommen und fungiert zudem als stellvertretende Studiendekanin. Darüber hinaus leitet sie die Masterstudiengänge in der Musikpädagogik. 2021 wurde sie zur Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Forschung gewählt.[4] In der Neuen Musikzeitung war sie von 2008 bis 2018 als Redaktionsmitglied tätig und verantwortete die Rubrik „Musikpädagogik“.[2][5]

Die Hauptforschungs- und Publikationsschwerpunkte von Reitinger umfassen Aspekte des elementaren Komponierens, der musikalischen Entwicklung, der Heterogenität sowie der Hochschuldidaktik.[2]

Renate Reitinger ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn.[6]

Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Arbeitsgemeinschaft Leitender Musikpädagogischer Studiengäng (ALMS)[7]
  • Arbeitskreis Elementare Musikpädagogik an Ausbildungsinstituten in Deutschland[2]

Werke (Auswahl)

  • Renate Dummert: Mit allen Sinnen tanzen – bewegte Zeit(en) in der Elementaren Musikpädagogik. EMP als bewegungsorientiertes Musiklernen. In: Juliane Ribke, Michael Dartsch (Hrsg.): Facetten Elementarer Musikpädagogik. Erfahrungen – Verbindungen – Hintergründe. ConBrio-Verl.-Ges, Regensburg 2002, S. 261–278.
  • Renate Dummert: Lust und Leistung. Aspekte Elementarer Musikpädagogik. In: Hanns-Werner Heister (Hrsg.): Mimetische Zeremonien. Musik als Spiel, Ritual, Kunst. Weidler, Berlin 2007, S. 93–105.
  • Renate Reitinger: Musik erfinden: Kompositionen von Kindern als Ausdruck ihres musikalischen Vorstellungsvermögens. ConBrio-Verl.-Ges, Regensburg 2008, ISBN 978-3-932581-89-2.
  • Renate Reitinger: MUBIKIN. Musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche in Nürnberg – ein multiinstitutionelles Kooperationsprojekt. Hrsg.: Lina Oravec, Anne Weber-Krüger. Die blaue Eule, Essen 2016.
  • Renate Reitinger: Chancengleichheit als Entwicklungsaufgabe an Musikhochschulen. In: H. Henning (Hrsg.): All Inklusive?! Aspekte einer inklusiven Musik- und Tanzpädagogik. Waxmann, Münster 2020, S. 43–52.
  • Renate Reitinger, Rainer Kotzian: Künstlerische Prüfungen in der Elementaren Musikpädagogik – Gestaltungsmöglichkeiten und Bewertungskriterien. In: M. Waloschek M., C. Gruhle (Hrsg.): Die Kunst der Lehre. Ein Praxishandbuch für Lehrende an Musikhochschulen. Waxmann, Münster 2022, S. 497–504.

Einzelnachweise

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