Resor državne bezbednosti

Geheimpolizei der Bundesrepublik Jugoslawien From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Resor državne bezbednosti (serbisch-kyrillisch Ресор државне безбедности; Ressort für Staatssicherheit), kurz RDB (РДБ), vereinfacht auch Državna bezbednost (Државна безбедност; Staatssicherheit), kurz DB (ДБ) genannt, war die Geheimpolizei der Bundesrepublik Jugoslawien und wurde am 13. März 1991 als Nachfolger des SDB („UDBA“) gegründet.[1]

Abzeichen des RDB.

Der RDB mit Hauptsitz in Belgrad unterstand dem jugoslawischen Innenministerium. Im Juli 2002 wurde der RDB aufgelöst und als Nachfolger am 1. August 2002 die Bezbednosno-informativna agencija (BIA) als Geheimdienst Serbiens gegründet.

Geschichte

Jugoslawienkriege

Während der Jugoslawienkriege wurden unter dem RDB-Direktor Jovica Stanišić (* 1950) verschiedene paramilitärische Einheiten wie die „Knindže“, die Serbische Freiwilligengarde und die „Skorpione“ durch den oder mit Hilfe des RDB aufgestellt, die für zahlreiche Kriegsverbrechen an nicht-serbischen Personen verantwortlich waren und dem RDB unterstanden.[2] Die 1991 aufgestellten „Roten Barette“ wurden um 1996 offiziell zur Einheit des RDB. Deren letzter Kommandant war der ehemalige Fremdenlegionär Milorad Ulemek „Legija“ (* 1968), der als Mitglied des „Zemun-Clans“ die Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Đinđić (1952–2003), veranlasst haben soll.

Direktoren

  • 31. Oktober 1990 – 30. Dezember 1991: Zoran Janaćković (1939–2015)
  • 1. Januar 1992 – 26. Oktober 1998: Jovica Stanišić (* 1950)
  • 27. Oktober 1998 – 25. Januar 2001: Radomir Marković (* 1946)
  • 26. Januar 2001 – 15. November 2001: Goran Petrović (* 1961)
  • 15. November 2001 – 1. August 2002: Andreja Savić (* 1947)

Literatur

  • Agilolf Keßelring: Die historische Analyse paramilitärischer Verbände als Herausforderung für die Neueste Militärgeschichte am Beispiel der Kommandoverantwortung im zerfallenden Jugoslawien. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. Band 77, Heft 2. De Gruyter Oldenbourg, München 2018, Verbundkrieg und Kommandoverantwortung in Krajina und Baranja am Beispiel von Arkans »Tiger« und Dragans »Knindže«, S. 415–457, hier S. 437 ff., doi:10.1515/mgzs-2018-0082.

Einzelnachweise

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