Rethorn
Siedlung in Ganderkesee, Niedersachsen
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Rethorn ist ein Ortsteil der Gemeinde Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg.
Rethorn Gemeinde Ganderkesee | ||
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| Koordinaten: | 53° 5′ N, 8° 34′ O | |
| Höhe: | 25 m ü. NN | |
| Einwohner: | 1378 (8. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 27777 | |
| Vorwahl: | 04222 | |
Lage von Rethorn in Niedersachsen
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Das Backhaus in Rethorn (2025) | ||
Geografie und Verkehrsanbindung
Die Ortschaft liegt südlich der Eisenbahnstrecke Bremen–Oldenburg zwischen dem Bahnhof Bookholzberg und dem Haltepunkt Schierbrok.
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde Rethôrné im 11. Jahrhundert. Es hat heute etwa 1380 Einwohner. Bei Kommunalwahlen ist der Ort ein eigener Wahlbezirk (Nr. 26) im Wahlbereich II – dem Norden. Bei der Landtagswahl 2008 gehörte Rethorn zum Wahlkreis Oldenburg Land (64). Gewählt wird im Jugendzentrum „Treff“, einem der ältesten Jugendzentren im Landkreis Oldenburg (eröffnet am 26. Juni 1978). 2014 befand sich in den Räumlichkeiten des Treffs die Kindertagesstätte Rethorn, das Jugendzentrum war geschlossen worden.[2] Sehenswürdigkeiten sind der Kamerner See, ein ehemaliger Tonstich, das Gutshaus Nutzhorner Landstraße 1, das Backhaus und eine genetisch hornlose Kuhrasse, das „Oldenburger Vieh“.[3]
Der SV Rethorn von 1980 trug seine Heimspiele ursprünglich im Ortsteil Grüppenbühren aus, seit 2015 im Ortsteil Bookholzberg.
Kamern
Zu Rethorn zählt der nordwestlich liegende Ortsteil Kamern. Im Bauernverzeichnis für die Hausvogtei Delmenhorst von 1647 wird eine Hofstelle in Kamern genannt. 1890 wurde in Kamern eine Dampfziegelei mit einer jährlichen Produktionskapazität von vier Millionen Steinen gegründet. Nachdem die Tonvorkommen erschöpft waren, wurde 1968 der letzte Ziegeleischornstein gesprengt.[4] Durch den Tonabbau entstand als ehemaliger Tonstich der Kamerner See, der größte mehrerer Teiche inmitten einer Grünanlage, die heute als Naherholungsgebiet genutzt wird. Die Kamerner Bäke entwässert das Gebiet Rethorn-Kamern. Noch heute bildet die Kamerner Bäke die Grenze zwischen dem Entwässerungsverband Stedingen und dem Ochtumverband.[5]
