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Retortillo de Soria

Gemeinde in der spanischen Provinz Soria From Wikipedia, the free encyclopedia

Retortillo de Soria ist ein Ort und eine aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (pedanías) und Einzelgehöften (fincas) bestehende Gemeinde (municipio) mit insgesamt nur noch 126 Einwohnern (Stand: 2025) im Südwesten der nordspanischen Provinz Soria in der autonomen Region Kastilien-León. Der zur bevölkerungsarmen Serranía Celtibérica gehörende Ort liegt sowohl an der Ruta de la Lana als auch am Camino del Cid.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Retortillo de Soria, Wappen ...
Gemeinde Retortillo de Soria
Wappen Karte von Spanien
Retortillo de Soria (Spanien)
Retortillo de Soria (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Kastilienleon Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Tierras del Burgo
Gerichtsbezirk: El Burgo de Osma-Ciudad de Osma
Koordinaten: 41° 19′ N, 2° 59′ W
Höhe: 1242 msnm[1]
Fläche: 172,83 km²[2]
Einwohner:126 (Stand: 2025)[3]
Bevölkerungsdichte:1 Einw./km²
Postleitzahl(en): 42315
Gemeindenummer (INE): 42155 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: José Alberto Medina Ayuso
Website: Retortillo de Soria
Lage des Ortes
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Lage und Klima

Der Ort Retortillo de Soria liegt auf der Nordseite der Sierra de Pela im Quellgebiet mehrerer Bergbäche (arroyos) in einer Höhe von etwa 1240 m. Die nächstgrößere Stadt, El Burgo de Osma, ist gut 38 km (Fahrtstrecke) in nördlicher Richtung entfernt. Bis zur Provinzhauptstadt Soria sind es gut 77 km in nordöstlicher Richtung. Sehenswert sind auch die jeweils nur etwa 20 km entfernten Orte Caracena und Atienza. Das Klima ist im Winter rau, im Sommer dagegen gemäßigt bis mild; Regen (ca. 555 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18571900195020012019
Einwohner570646620241149[6]

Infolge zunehmender Trockenheit sowie der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs ist die Zahl der Einwohner seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, trotz der Eingemeindungen mehrerer Weiler (pedanías) und Einzelgehöfte (fincas), stark rückläufig.

Wirtschaft

Das kleine Bergdorf war und ist in hohem Maße von der Landwirtschaft geprägt. In früheren Zeiten diente der Ort auch als Handwerks- und Marktzentrum für die Einzelgehöfte und Weiler der Umgebung. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus (Wandern und Ferienwohnungen) eine wichtige Rolle als Einnahmequelle der Gemeinde.

Geschichte

Möglicherweise gehörte der Ort zum Siedlungsgebiet der keltischen Arevaker; in römischer Zeit lag er etwa auf halbem Wege zwischen den Römerstädten Medinaceli und Tiermes einerseits sowie zwischen Sigüenza und Uxama andererseits. Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert gehörte der Ort zum maurischen Einflussbereich; die ehemals viertorige Stadtmauer entstand jedoch erst im 14. Jahrhundert.[7]

Sehenswürdigkeiten

Stadttor
Umgebung
  • Die romanische Ermita de San Miguel steht im bereits seit langem aufgegebenen Weiler Lérida. Der Archäologe Juan Cabré entdeckte in der Umgebung der Kirche im Jahr 1917 einen kleinen Münzschatz.[8]

Literatur

Einzelnachweise

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