Rheder Bach
Landschaftsschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen
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Der Rheder Bach ist ein etwa 11 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Bocholter Aa im westlichen Münsterland in Nordrhein-Westfalen.
| Rheder Bach | ||
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Rheder Bach nahe der Straße "An der Delle" | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 92826 | |
| Lage | Münsterland | |
| Abfluss über | Bocholter Aa → Oude IJssel → IJssel → IJsselmeer → Nordsee | |
| Flussgebietseinheit | IJssel | |
| Quelle | südlich des Klostersees 51° 53′ 45″ N, 6° 46′ 45″ O | |
| Quellhöhe | 56 m[1][2] | |
| Mündung | in Rhede in die Bocholter Aa 51° 49′ 27″ N, 6° 40′ 56″ O | |
| Mündungshöhe | 28 m[1][2] | |
| Höhenunterschied | 28 m | |
| Sohlgefälle | 2,5 ‰ | |
| Länge | 11,3 km[3] | |
| Einzugsgebiet | 35,416 km² | |
Verlauf
Der Rheder Bach entspringt in der Gemeinde Borken, im Süden des Ortsteils Burlo, unweit des Naherholungsgebietes Klostersee. Im Gemeindegebiet der Stadt Borken wird das Gewässer auch Mühlenbach genannt. Ab der Gemeindegrenze zur Stadt Rhede trägt er ausschließlich den Namen Rheder Bach. Er verläuft überwiegend in nordöstlich-südwestlicher Richtung und durchfließt dabei das zum Naturraum der Niederrheinischen Sandplatte gehörende Gebiet. Das Einzugsgebiet ist geprägt von überwiegend sandigen bis sandig-lehmigen Böden. Die Quellhöhe liegt bei etwa 56 m ü. NN, der Mündungsbereich in die Bocholter Aa bei rund 28 m ü. NN.[1][2]
Zwischenfälle
Im September 2016 kam es im Rheder Bach in Borken-Burlo zu einem Fischsterben, das auf einen Chemieunfall in einem örtlichen Gartenbaubetrieb zurückgeführt wurde. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde gelangte ein Gemisch aus Farbe und Reinigungsmitteln in das Gewässer, als Mitarbeiter des Betriebs die Scheiben ihrer Gewächshäuser säuberten. Durch ein Gewitter wurde die zunächst als ungiftig eingeschätzte Flüssigkeit in den Rheder Bach gespült. Aufgrund des niedrigen Wasserstands und der hohen Temperaturen in den vorangegangenen Tagen verschärfte sich die Situation, sodass zahlreiche Fische verendeten. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs entfernten anschließend Eimerweise tote Fische aus dem Rheder Bach. Nach Einschätzung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) galt der Rheder Bach infolge des Chemieunfalls als zeitweise „ökologisch tot“.[4][5]
