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Richtfunkturm Bremerhaven

Turm in Bremerhaven From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Richtfunkturm in Bremerhaven ist ein Sendeturm im Bremerhavener Stadtteil Mitte.

Schnelle Fakten
Richtfunkturm Bremerhaven
Bild des Objektes
Richtfunkturm 2016
Richtfunkturm 2016
Basisdaten
Ort: Bremerhaven-Mitte
Land: Bremen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 6,3 m ü. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich zugänglich
Besitzer: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven
Turmdaten
Bauzeit: 1962–1965
Bauherr: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1965
Gesamthöhe: 107,3 m
Aussichts­plattform: 59 m
Betriebs­raum: 62,5 m
Daten zur Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Sendetypen: Mobilfunk, Richtfunk, Mobiler Landfunk, Mobiler Seefunk, BOS-Funk, Pegeldatenfunk, Funkdienste der Bundes- und Landesbehörden
Positionskarte
Richtfunkturm Bremerhaven (Bremen)
Richtfunkturm Bremerhaven (Bremen)
Richtfunkturm Bremerhaven
Lokalisierung von Bremen in Deutschland
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Bau und Aufgabe

Der Stahlbetonturm wurde zwischen 1962 und 1965 als Richtfunkturm für die Radarkette an der Außenweser erbaut. Die offizielle Verkehrsübergabe der Radarkette an der Außenweser und der zeitgleich errichteten Radarkette an der Elbe erfolgte am 6. September 1965 in feierlichem Rahmen durch den damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm in Bremerhaven.[1]

Der Turm steht ungefähr da, wo früher die Schleuse zum Alten Hafen lag.[2] Er ist insgesamt 107,3 m hoch. Die 33 m hohe Antennennadel endet in 113,6 m Höhe über Normalnull. Die Sende- und Empfangsanlagen wurden im Laufe der Jahre ergänzt für Seefunkzwecke, Pegeldatenfunk und Antennen für das AIS-System. Außerdem befinden sich Antennen von Bundes- und Landesbehörden auf dem Turm.

Im 7,50 Meter hohen Turmkopf des Richtfunkturms befindet sich in 59 Metern Höhe ein für den Publikumsverkehr zugänglicher Besucherraum, darüber, in 62,5 Metern Höhe, ein Geräteraum. Im Unterschied zu anderen Sendetürmen mit Aussichtsplattformen gehört der Richtfunkturm nicht der Deutschen Telekom oder einer Rundfunkanstalt, sondern dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven.

Der Richtfunkturm wird gemeinhin als Radarturm bezeichnet, obwohl er über keine Radarantenne verfügt.

Radarkette an der Weser

1965 waren zunächst nur Radaranlagen auf einem neu errichteten Stahlbetonturm in Blexen sowie auf den Leuchttürmen Robbenplate, Hohe Weg und Alte Weser vorhanden. Der Leuchtturm Alte Weser war errichtet worden, weil sich der eigentlich als Geräteträger vorgesehene Leuchtturm Roter Sand als ungeeignet erwiesen hatte. Zwischen 1974 und 1981 wurde die Radarkette in Richtung Süden erweitert. Einheitsradarstationen entstanden auf der Luneplate, bei Dedesdorf und Sandstedt sowie auf der Weserinsel Harriersand. Zwischen 1981 und 1986 wurde die Radaranlage in Blexen durch die Einheitsradarstation Tettens bei Langlütjen I und die Radaranlage auf dem Leuchtturm Robbenplate durch die Einheitsradarstation Wurster Arm ersetzt. Die von den Radarstationen eingehenden Bilder und die anderen empfangenen Daten werden in der Verkehrszentrale Bremerhaven verarbeitet. Ihr Gebäude befindet sich neben dem Richtfunkturm.

Tourismus

Der Radarturm ist bis auf Weiteres für den Tourismusverkehr nicht geöffnet.[3]

Trivia

Der Turm kann bei Dunkelheit in unterschiedlichen, wechselnden Farben illuminiert werden.

Im Richtfunkturm wurden Szenen der in der ARD ausgestrahlten Bremerhaven-Krimis gedreht, in denen Zollermittler im Mittelpunkt stehen.

Siehe auch

Commons: Richtfunkturm Bremerhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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