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Ring (Unternehmen)

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Ring mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien, ist ein US-amerikanischer Hersteller von smarten Videokameras, Türklingeln und weiteren Smart-Home-Technologien mit einem Fokus auf den Bereich Haussicherheitstechnik.[2]

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Geschichte

Gegründet wurde Ring im Jahre 2012 von Jamie Siminoff. Im September 2013 versuchte Siminoff in der TV-Sendung Shark Tank Investoren zu finden. Sein Ziel war es, 700.000 US-Dollar für eine Firmenbeteiligung von 10 % einzusammeln. Den Firmenwert taxierte Siminoff zur damaligen Zeit auf 7 Millionen US-Dollar.[3]

Per Crowdfunding sammelte Ring 364.000 US-Dollar ein, was weit mehr als die zunächst angeforderten 250.000 US-Dollar waren. Seitdem konnte das Unternehmen weitere Geldmittel in Höhe von 200 Millionen US-Dollar von institutionellen Investoren, wie z. B. Kleiner Perkins Caufield Byers, Qualcomm Ventures, Goldman Sachs, DFJ Growth and Richard Branson einsammeln.[4][5]

Am 27. Februar 2018 gab Amazon.com, Inc. nach Börsenschluss die vollständige Übernahme von Ring bekannt.[6] Ring ist fortan ein 100%iges Tochterunternehmen von Amazon.com, Inc. Reuters bezifferte den Preis der Übernahme auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.[7]

Produkte

Ring Video Doorbell 2

Bekanntheit erlangte Ring vor allem durch seine intelligente Türklingel Ring Video Doorbell, mit der Hausbesitzer ihre Vorder-, Rück- und Garagentore fernüberwachen können. Wenn die Türklingel gedrückt wird, beginnt die dahinterliegende Softwareanwendung einen VOIP-Videoanruf mit einem verbundenen Gerät, wie z. B. Smartphone oder Tablet herzustellen, sodass der Eigentümer Besucher sehen und mit ihnen sprechen kann.

Die Ring Video Doorbell war das erste Produkt des Unternehmens. Mittlerweile liegen mit der Video-Doorbell, der Video-Doorbell 2, der Video-Doorbell Pro und der Video-Doorbell Elite vier Ausführungen der intelligenten Türklingel vor.[8]

Außerdem hat das Unternehmen seit der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2017 mit der Floodlight Cam und Spotlight Cam zwei Sicherheitskameras im Sortiment, die der Einbruchsprävention dienen.[9]

Kontroversen

Zugriff durch Hacker

2010 verschafften sich Hacker Zugriff auf Ring-Geräte in Privathaushalten, um Musik abzuspielen und Durchsagen über die Lautsprecher der Geräte zu tätigen. Die Besitzer reagierten verunsichert.[10]

Ansicht intimer Aufnahmen durch Mitarbeiter

Von Juni bis August 2017 hatte ein Mitarbeiter Tausende Aufnahmen von mindestens 81 Frauen angesehen.[11] Laut der US-amerikanischen Verbraucherschutzbehörde hatte er explizit nach Videos aus Bade- und Schlafzimmern gesucht.[12] Das Unternehmen gestand 2020 ein, bereits vier Mitarbeiter gekündigt zu haben, nachdem diese sich Aufnahmen von privaten Überwachungskameras angeschaut hatten. Infolgedessen reduzierte das Unternehmen den Kreis der Mitarbeiter, die Zugriff auf diese Videos haben.[13]

Vorauseilende Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden

Das Handelsblatt berichtete 2022 von der Zusammenarbeit des Unternehmens mit Ermittlungsbehörden: Sowohl in den USA als auch in Deutschland würde Ring in zeitkritischen Fällen Videoaufnahmen ohne Gerichtsbeschluss an die Polizei weitergeben.[14]

Verknüpfte Nutzung von Bilderkennung

Bei einer Werbung beim Super Bowl 2026 stellte Ring erstmalig die Funktion „Search Party“ vor.[15] Hierbei melden Hundebesitzer ihr Haustier als vermisst, woraufhin alle, auch fremde, Ring-Kameras in der Umgebung ihre Aufnahmen mithilfe von Bilderkennung nach dem Tier durchsuchen. Bei einem Match wird der Ring-Besitzer informiert und kann entscheiden, ob er die Aufnahmen mit dem Hundebesitzer teilt.[16]

Kritiker gingen in Folge davon aus, dass die zugrundeliegende Technologie aufgrund von Unternehmenskooperationen und früherer Kooperation mit Behörden Rings längst zur biometrischen Wiedererkennung von Menschen und der Ermittlung von Bewegungsprofilen genutzt werde.[17] Der demokratische Senator Ed Markey kritisierte: „Hier geht’s definitiv nicht um Hunde – hier geht’s um Massenüberwachung“. Das Technikmagazin 404 Media schrieb: „Es bedarf keiner besonderen Vorstellungskraft, sich vorzustellen, dass das gegen mutmaßliche Straftäter, Einwanderer ohne Papiere oder Personen, die Anwohner als ‚verdächtig’ einstufen, eingesetzt werden könnte.“[15][17]

Ring beendete in Folge eine Kooperation mit Flock Safety, einem Betreiber von Sicherheitskameras und Nummerschildlesern, und gab an, dass keine Videos von Ring-Kunden an Flock Safety gesendet worden seien.[18]

Einzelnachweise

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