Ritterstein Nr. 2
Wegmarkierung im Pfälzerwald
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Der Ritterstein Nr. 2 ist einer der als Wegmarkierung aufgestellten Sandsteinfindlinge im Pfälzerwald, benannt nach dem Forstdirektor Karl Albrecht von Ritter. Er steht unter Denkmalschutz.
Lage
Der Findling oder Ritterstein Nr. 2 befindet sich auf Gemarkung der Ortsgemeinde Bobenthal südöstlich des Siedlungsgebiets auf dem Probstberges innerhalb des Distrikts Heßelschleif. Rund einen Kilometer weiter südlich verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Westlich verläuft die Landesstraße 478 parallel zur Lauter und nördlich die Landesstraße 492 parallel zum Reisbach.
Geschichte
Der Naturstein wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aufgestellt und trägt die Aufschrift Schanze 1704. Er markiert eine ebenfalls denkmalgeschützte Schanze aus dem Spanischen Erbfolgekrieg, der unter anderem auf dem Gebiet der Pfalz ausgetragen wurde. Wie die anderen Rittersteinen im Pfälzerwald kennzeichnet er markante geographische oder – wie in diesem Fall – historische Lokalitäten innerhalb dieses Gebirges. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten diese Steine größtenteils in Vergessenheit, ehe Walter Eitelmann vom Pfälzerwald-Verein, für den er selbst jahrelang im Vorstand gewirkt hatte, beauftragt wurde, möglichst viele Steine zu katalogisieren.[1] Dabei nahm er eine Nummerierung vor, bei der der vorliegende Ritterstein die Nummer 2 erhielt.
Die besagte Schanze wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet und bildete mit mehreren anderen in der Umgebung ein Vorwerk der Weißenburger Linien innerhalb der Rheinebene.[2]
Literatur
- Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. Mit 59 Wandervorschlägen. 5. Auflage. Pfälzerwald-Verein, Neustadt an der Weinstr. 2005, ISBN 3-00-003544-3, S. 23–23.
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.
Weblinks
- Simone Brug, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2020: Ritterstein „Schanze 1704“ am Probstberg. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland